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Stuttgart 21 Landesregierung will Schlichtung auf den Fildern

Michael Isenberg, vom 11.02.2012 07:33 Uhr
 Foto: dpa
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Stuttgart/Berlin - Die Landesregierung will eine zweite Schlichtung zu der offenen Stuttgart-21- Planung auf den Fildern. Das soll für mehr Mitsprache der Bürger, mehr Transparenz und eine Verbesserung der Bahn-Pläne sorgen. Die ehrgeizige Bürgerbeteiligung hat aber auch Schwachstellen.

Die grün-rote Landesregierung will die Planungen der Deutschen Bahn für den Abschnitt 1.3 auf den Fildern einem "Fakten-/Variantencheck" unterwerfen. So steht es in einem Diskussionspapier von Staatsrätin Gisela Erler (Grüne), das unserer Zeitung vorliegt.

Eine aktuelle Stellungnahme lehnt die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung ab. "Zu den aktuellen Planungen können noch keine verbindlichen Aussagen getroffen werden", teilt das Staatsministerium mit. Auch vom Verkehrsministerium, das bei dem Grünen-Vorzeigeprojekt formal die Federführung hat, gibt es keine weiterführende Auskunft. Ebenso schweigsam verhält sich die Bahn. Im Konzern hat man zum Erler-Vorstoß noch "keine Meinung".

Ergebnisse der Bürgerbeteiligung sollen "Empfehlungen" sein

Dabei bietet das Papier der Stabsstelle der Staatsrätin genug Diskussionsstoff. Erler schlägt vor, die komplette Planung der Bahn zum Abschnitt 1.3 zwischen Fasanenhof und Flughafen in "mindestens drei Sitzungen" einem "Bürgerbeteiligungsverfahren" zu unterwerfen. Ein "Faktencheck" sei dabei zu wenig, warnen die Autoren: "Die Erwartungen an die Bahn und die neue Landesregierung sind so hoch, dass eine reine Information als Versagen wahrgenommen werden würde."

Die Bürgerbeteiligung soll sich laut Stabsstelle "an der Schlichtung orientieren" und sich nicht nur mit den Plänen der Bahn, sondern "mit allen zielführenden Varianten" beschäftigen. Nur die Nicht-Realisierung von S21 soll bei der Debatte außen vor bleiben. Ergebnisse der Bürgerbeteiligung sollen "Empfehlungen" sein, die von den Projektpartnern Land, Stadt, Region und Bahn im Anschluss gemeinsam bewertet und beschlossen - oder verworfen - werden.

Kommentare (89)
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MRZ
31
20:07 Uhr, geschrieben von Outliner
mega-out
Ich glaube nicht erp, dass so viele wieder GRÜN wählen werden. Diese "Theaterpartei", die immer so tut als ob, ist mega-out.
FEB
14
15:31 Uhr, geschrieben von Eisenbahner pro S21
Neben den 2 ICE pro Stunde werden bis zu 13 Regionalzüge dort halten!
Werter Rainer! "Dann sollten Sie wissen, dass die enge Taktung weitaus wichtiger ist als die Geschwindigkeit." Das gilt für den Regionalverkehr, nicht aber für den Fernverkehr und schon gar nicht für den Zug-zum-Flug-Verkehr. Deshalb werden ja auch sehr viele Regionalzüge am Flughafen halten. Im Stresstest-Fahrplan waren dort in einer Stunde 13 Regional- und 4 Fernzüge eingeplant, die alle den Weg zum/vom Hbf nehmen. Genügt Ihnen das nicht als dichter Takt? _____________________________________________________________________________ "Der ICE am Flughafen, der dort immerhin alle 2 Stunden verkehrt. Wem soll das etwas bringen ? " Zum einen ist Ihre Zahl falsch: es werden durchschnittlich 2 ICE pro Stunde am Flughafen halten, also die 4fache Menge wie Sie behaupten. In der Spitzenstunde sogar noch einmal doppelt so viele, also 8x so viele wie behauptet! Sie vergessen offensichtlich sowohl die Gegenrichtung als auch die ICE von/nach Singen/Zürich, die alle am Flughafen halten. Diese sind für Messebesucher, Zug-zum-Fluggäste und Airrail-Passagiere von einem großen Einzugsbereich rund um Stuttgart gedacht. Das sind Fahrgäste, die Ihre Anreise langfristig planen. Die Erfahrungen zeigen hier, dass der Einzugsbereich eines Flughafens bei umsteigefreier Anreise mit Fernzügen bis zu 90 Zugminuten angenommen werden kann. Rechnen Sie mal alle Städte zusammen, die das betrifft. Da ist Augsburg ebenso darin wie Ulm, Günzburg Aalen, Singen, Rottweil, Heidelberg, Mannheim, Karlsruhe, Baden-Baden u.v.a.m. - für die fahren die ICE. Die Fluggäste aus dem Großraum Stuttgart und darüber hinaus werden natürlich hauptsächlich die RE und IRE zum Flughafen nutzen. ______________________________________________________________________________ "Was brauche ich, wenn ich zum Flughafen will ? Eine ZUVERLÄSSIGE VERBINDUNG !!!" Die haben Sie genau mit vielen durchgebundenen Linien ohne Umsteigen! Wenn Sie wissen, dass der Zug, in dem Sie bereits sitzen, direkt zum Flughafen fährt, selbst wenn er bis dahin noch 10 Minuten Verspätung sammelt, ist die Sache sicher. Ganz davon ab, dass die Regionalzüge in denkbar dichtem Takt fahren, und selbst das Verpassen eines Anschlusses im Vorlauf kein Drama darstellt. Wenn Sie z.B. in Ulm den IC zum Stuttgarter Flughafen verpassen, fährt 12 Minuten später ein IRE hinterher. Dann nehmen Sie eben den! Und selbst wenn Sie den auch noch verpassen - dann nehmen Sie den nächsten ICE, fahren zum Hbf, steigen in einen RE der Gegenrichtung um und sind mit etwa 15 Minuten Fahrzeitverlängerung ebenfalls am Flughafen. Noch einfacher aus Mannheim/Karlsruhe: IC in Karlsruhe verpasst? Dann einfach den nächsten ICE nehmen, in Stuttgart-Hbf aussteigen, am selben Bahnsteig in den nächsten RE und in 8 Minuten sind Sie am Flughafen! Es geht alles mit diesem System, schieben SIe nicht so eine Panik! Sie verlieren hierbei weniger Fahrzeit zum Flughafen wie heute, wenn Sie die S-Bahn verpassen. Vom Komfort ganz abgesehen - finden Sie es nicht toll, Ihre Koffer nicht mehr quer durch den Sackbahnhof in die S-Bahn-Station schleifen zu müssen? ______________________________________________________________________________ "Also nehme ich halt einen ICE früher - hahaha dann warte ich halt 2 Stunden am Terminal, aber hauptsache der Zug war kürzer unterwegs." Ihre Panikmache ist einfach Unsinn. Wenn Sie sich einen Puffer einbauen wollen, dann machen Sie das beim letzten notwendigen Umsteigen. Je größer die Fahrzeit der letzten Fahrt, die sie umsteigefrei zum Flughafen kommen, desto sicherer und stabiler ihre Fahrt. ______________________________________________________________________________ "Die Lösung: eine schnelle S-Bahn mit wenigen Halten über die Gäubahn mit schnellem Takt. Die S-Bahn benötigt dann nur 17 Minuten" Eine langsame Pendel-S-Bahn zum Flughafen ist das letzte, was Stuttgart braucht. Die 17 Minuten Fahrzeit sind nicht einmal zu schaffen ohne Halt zwischen Sackbahnhof und Flughafen. Nehmen Sie sich mal einen detaillierten Triebfahrzeugführer-Fahrplan für die Strecke vor! Ich hoffe, Sie werden daraus schlau. Wenn Sie Streckenlängen und Maximalgeschwindigkeiten halbwegs realistisch kalkulieren, kommen Sie auf ca. 21-22 Minuten Fahrzeit OHNE Zwischenhalt. Das setzt aber voraus, dass diese "Express-S-Bahn" freie Fahrt auf der eingleisigen Ein/Ausfahrt im Sackbahnhof sowie auf der Filderstrecke hat, denn dort gibt es Mischverkehr mit der klassischen S-Bahn. Freie Fahrplantrassen gibt es aber nur 2 pro Stunde und Richtung. Ich frage Sie - was soll eine Pendelbahn bringen, die fast genauso langsam ist wie die heutige S-Bahn und nur im Halbstundentakt fährt? Nichts. ________________________________________________________________________________ "hällt im Gegensatz zum ICE nicht einige Hundert meter entfernt vom Terminal und 26 meter unter der Erde, sonder direkt am Terminal." Die Gäubahn-ICE werden alle an den Terminal-Gleisen halten, der heutigen S-Bahn-Station! Das wussten Sie nicht? Au wei, schlecht informiert! Und die anderen Züge, die im Filderbahnhof halten, werden auch nicht "einige 100 m entfernt", sondern genau 150m entfernt vom heutigen Bahnsteig halten, im östlichen DUrchgang sind es sogar nur 90m. Das ist viel näher, als ein Umsteigen zwischen Gleis 15/16 und der S-Bahn-Station Hbf-Tief heute ist. Erst informieren, dann können Sie sich Ihre Panikmache sparen!
FEB
14
13:55 Uhr, geschrieben von volkmar
Schlichtung
Brauchen wir nicht ! Sinnvoll wäre eine Durchsuchung von Büros der DB AG ,CDU und anderen Parteizentralen . Natürlich nicht zu vergessen Verfassungsschutz und Staatsanwaltschaft ! Bei diesem Filz steckt nämlich das gesamte Klientel mit drin !
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[Kommentare 8] Staatsrätin Gisela Erler gibt den Filder-Dialog zu Stuttgart 21 trotz geringer Resonanz nicht auf.

 

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