Stuttgart 21 Debatte über Flughafenbahnhof erst im Oktober

Von Konstantin Schwarz 

Der Flughafen soll einen Fernbahnhof erhalten Foto: Leif Piechowski
Der Flughafen soll einen Fernbahnhof erhaltenFoto: Leif Piechowski

Die von der Bahn für Juli geforderte Erörterung zum Flughafenanschluss beim Projekt Stuttgart 21 wird erst im Oktober beendet werden. Dadurch kann sich eine spätere Fertigstellung des gesamten Projekts ergeben.

Stuttgart - Die von der Bahn für Juli geforderte Erörterung zum Flughafenanschluss beim Projekt Stuttgart 21 wird erst im Oktober beendet werden. Das Regierungspräsidium Stuttgart (RP) hat nach Informationen der Stuttgarter Nachrichten dazu in der Filderhalle in Leinfelden-Echterdingen vom 6. bis 9. Oktober Räume gebucht. Angesichts der Verschiebung ist die von der Bahn für spätestens Januar 2015 geforderte Baugenehmigung durch das Eisenbahn-Bundesamt praktisch unmöglich.

DB-Infrastrukturvorstand Volker Kefer hatte beim jüngsten Gespräch mit Landes-Verkehrsminister Winfried Hermann und OB Fritz Kuhn (beide Grüne) darauf hingewiesen, dass mit einer verspäteten Baugenehmigung der Flughafenanschluss nicht mehr gleichzeitig mit dem Hauptbahnhof- und Streckenbau fertig gestellt werden könne.

Stuttgart 21 werde dann mit einer Verzögerung von einem Jahr Ende 2022 in Betrieb gehen und nach bisheriger Rechnung 100 Millionen Euro teurer werden. Darüber muss Kefer den Bahn-Aufsichtsrat informieren. Die 100 Millionen Euro sind in den Anfang 2013 von 4,5 auf 6,5 Milliarden Euro explodierten S-21-Baukosten als Risikovorsorge enthalten. Das RP wollte sich am Freitag nicht zur Terminierung äußern. Man sei mit der Bahn „in der Abstimmung“ und wolle diese kommende Woche abschließen.

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Kommentar zu Stuttgart 21 Transparenz durch Druck

Von 20. August 2016 - 6:00 Uhr

Die Zusammenarbeit zwischen Bahn, Baufirmen und Zoll klappt. Großer öffentlicher Druck zu Beginn der Arbeiten hat dazu geführt. Man würde sich wünschen, dass beim Großprojekt Stuttgart 21 überall solche Transparenz herrscht.