Streik im öffentlichen Dienst Auch in der Wilhelma soll gestreikt werden

dpa/lsw, 15.02.2013 16:56 Uhr
Die Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst sind aufgefordert am Dienstag ihre Arbeit ruhen zu lassen. Verdi hat Beschäftigte der Universitäten und Studentenwerke, Straßenmeistereien, Regierungspräsidien und der Stuttgarter Wilhelma zum Warnstreik aufgerufen.

Stuttgart - In Baden-Württemberg kommt es nächste Woche zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten des Landes unter anderem an Universitäten und Studentenwerken, Straßenmeistereien, Regierungspräsidien und der Stuttgarter Wilhelma zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Verdi rechnet nach Angaben vom Freitag mit mehreren tausend Streikenden.

Schwerpunkt der Streiks am Mittwoch

Erste Protestaktionen finden am Dienstag statt. Schwerpunkt ist der Mittwoch. Anlass für den Warnstreik ist die Weigerung der Arbeitgeber in der aktuellen Tarifrunde ein Angebot vorzulegen. Die Gewerkschaften verlangen für die Beschäftigten unter anderem 6,5 Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber halten das für überzogen. Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die rund 800.000 Angestellten der Länder endete am Donnerstagabend in Potsdam ohne Ergebnis. Verdi-Landeschefin Leni Breymaier sagte zu den Forderungen, „die Beschäftigten haben nicht über ihre Verhältnisse gelebt. Jede Entgelterhöhung ist ein kleines Konjunkturprogramm.“

Druck auf Länder machen für Gespräche Anfang März

Die Streikaktionen sollen nun Druck auf die Länder machen für die nächsten Gespräche, die am 7. und 8. März in Potsdam anstehen. Der Landeschef des Beamtenbundes, Volker Stich, sagte, sein Verband plane in der kommenden Woche Aktionen, aber keine Warnstreiks. Jedoch sei für den 5. März eine gemeinsame Großkundgebung mit Verdi in Stuttgart geplant. Der Beamtenbund sitzt zusammen mit Verdi für die Gewerkschaften am Verhandlungstisch.

 
 
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Kommentare (4)
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stuttgarter Ist schon länger als 1 Jahr her
Ist schon unglaublich und Unfair-Ich als Berufspendler angewiesen auf Bus und Bahn darf es bei nem Streik wieder ausbaden. Ich bin im Einzelhandel tätig, bei einer Firma die wie viele Firmen NICHT im Tarif-Verbund sind sondern nach Haustarif bezahlen. Da hat die Verdi nix zu ändern. Habe seit Jahren das gleiche Gehalt, ohne Vergünstigungen wie die vom Offentl. Dienst mit u.a. Kantinenessen ect.... Der Streik wird auf wenig verständniss in der breiten Öffentlichkeit stoßen, ist doch JEDES JAHR das selbe. Und im Endeffekt zahlen WIR wieder mal die Zusatzkosten und Gehaltserhöhungen. Langsam reichts!!!
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B.Lerche Ist schon länger als 1 Jahr her
OffTopic zu MH: Bedürftigen Studierenden steht monatlich BAFöG in gleicher Höhe zu wie einem HartzIV-Empfänger. Die Studiengebühren von 500 € Euro pro Semester wurden bereits vor einem Jahr in BaWü abgeschafft. Dafür hat die Landesregierung BaWü im Dezember 2012 klammheimlich den Verwaltungskostenbeitrag für die Unis im Lande um 20 Euro auf 80 Euro erhöht.
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schmitty Ist schon länger als 1 Jahr her
Alles gaaaanz einfach!
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MH Ist schon länger als 1 Jahr her
So so die Uni soll bestreikt werden...ist doch kein Problem gebt denen doch die paar Prozent mehr Lohn....wenn die 6,5 % wollen gebt denen 20 % mehr . Dann im gleichen Atemzug Studiengebühren einführen oder auch um das 3-fache erhöhen. In der Wilhelma 6,5 %...geben...s.o. und die Eintrittsgebühren auch gleich verdreifachen...usw.... Dann erledigt sich der nächste Streik im kommenden Jahr von alleine...dann gibt es diese Einrichtungen nicht mehr oder sie werden verkleinert...dann studieren eben nur noch die bezahlen können. Der Mitarbeiterstamm in der Wilhelma wird halbiert...und alles ist gut.
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