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Spielabsage wegen Schnee Rasen im Gazistadion wird zum Ärgernis

Jürgen Frey, 26.02.2013 15:00 Uhr

Stuttgart - Rainer Lorz ist derzeit weit weg. Er macht Urlaub im warmen Abu Dhabi. Am Samstag wird der Präsident der Stuttgarter Kickers wieder zurück sein – doch ob er das Heimspiel seiner Blauen gegen Borussia Dortmund II sehen kann, ist unsicher. Ein Spielausfall droht. Wobei die Kickers bisher noch glimpflich davonkamen: Sie mussten in dieser Saison erst ein Heimspiel im 480 Meter hoch gelegenen Degerloch absagen. Ligarivale VfB II hat es viel schlimmer erwischt. Schon sechs Spiele der Elf von Trainer Jürgen Kramny konnten im Gazistadion nicht ausgetragen werden. Für den Coach eine äußerst unangenehme Situation: „Es ist nicht einfach, im Training immer wieder die Spannung hochzuhalten, wenn der nächste Spielausfall schon wieder so gut wie sicher ist.“

Noch verfällt beim VfB keiner in Panik, doch für Sportdirektor Jochen Schneider steht fest: „Die Flut an Absagen zeigt, wie dringend eine Rasenheizung in Degerloch benötigt wird.“ Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) schreibt zwar aus Kostengründen den Drittligisten keine Rasenheizung vor, sondern empfiehlt nur einen Einbau. Da im Gazistadion jedoch gleich zwei Drittligisten ihre Heimspiele austragen, wächst auch beim DFB die Unruhe. Zumal die Fernsehanstalten, die pro Saison rund 750.000 Euro an die Drittligisten überweisen, zu murren beginnen, da sie keine Produktionssicherheit haben. Offiziell wollte das in der Zentrale in Frankfurt auf Nachfrage zwar keiner bestätigen, doch Schneider weiß, dass der DFB plant, bei der Stadt Druck zu machen: „Man will demnächst Kontakt aufnehmen.“

Bereits im vergangenen November hatten VfB-Präsident Gerd Mäuser und sein Kickers-Kollege Lorz an die Stadt und die Fraktionen einen Brief geschrieben. „Wir haben dargestellt, wie elementar wichtig eine Rasenheizung ist“, sagt Lorz. Die Rückmeldung sei positiv gewesen. „Unser Anliegen ist auf großes Verständnis gestoßen.“ Dies bestätigt Sportbürgermeisterin Susanne Eisenmann: „Ich sehe ganz eindeutig die große Notwendigkeit einer Rasenheizung. Es ergibt auch zutiefst Sinn, sie im Zuge der Umbaumaßnahmen zu installieren.“ Im Mai 2014 wird die Stadt das Gazistadion für rund zwölf Millionen Euro sanieren. Der Einbau einer Rasenheizung war dabei bisher nicht vorgesehen. Die Investitionskosten sollen sich auf rund 1,3 Millionen Euro belaufen. Wobei Kickers-Chef Lorz diese Zahl „zu hoch gegriffen“ erscheint.

Heiz- und Betriebskosten zu berücksichtigen

Bis die formale Entscheidung fällt, gehen noch ein paar Monate ins Land. Erst bei der Verabschiedung des Haushalts 2014/15 am 20. Dezember geht der Daumen im Gemeinderat hoch oder runter. Wobei auch noch die Heiz- und Betriebskosten zu berücksichtigen sind. Läuft zum Beispiel die Kunstrasenheizung auf dem Gelände der Sportschule Ruit, kostet dies pro Woche zwischen 5000 und 10.000 Euro. Die Rasenheizung in der Heidenheimer Voith-Arena verschlingt laut Holger Sanwald, dem Geschäftsführer des Drittligisten 1. FC Heidenheim, „pro Saison zwischen 50.000 und 200.000 Euro – je nach Außentemperatur und Heizlast“.

Wie die Kosten in Stuttgart geregelt werden, ist Zukunftsmusik. Vor allem für den VfB Stuttgart II geht es erst einmal darum, terminlich nicht noch mehr in die Bredouille zu kommen. Das Schlienzstadion auf dem VfB-Gelände ist aus Sicherheitsgründen keine Alternative. Als Ausweichspielstätte käme nur die Mercedes-Benz-Arena infrage, aus Kostengründen aber nur im äußersten Notfall. Inzwischen hat der VfB dem DFB die Bereitschaft signalisiert, auch zwischen dem 20. und 27. März Nachholspiele auszutragen, obwohl in dieser Woche bis zu fünf Spieler aus Kramnys Kader für Auswahlteams des DFB und des österreichischen Verbandes am Ball sind.

 
 
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