Seite 2S-Bahnsurfer 40 Jugendliche starben 2008 beim S-Bahn-Surfen

Von Wolf-Dieter Obst 

 

S-Bahn-Surfer oder Trainrider pflegen sich eher auf dem Trittbrett am Waggonende oder am Rückfenster festzuklammern. "Auf dem Dach ist sehr ungewöhnlich", sagt Zaiser. Freilich gibt es Filme von Trainridern, die in Berlin bei voller Fahrt auf dem Zugdach flanieren.

Das ist freilich auch aus anderen Gründen lebensgefährlich - wegen der Starkstromleitung. 2004 starb zuletzt am Bahnhof in Vaihingen ein 29-jähriger Arbeiter, als er bei einer Inspektion verbotswidrig auf einen Kesselwagen kletterte - und in einem Lichtbogen tödliche Verletzungen erlitt.

"Wir müssen immer wieder vor diesen lebensgefährlichen Handlungen warnen", sagt Zaiser, "40 Kinder und Jugendliche haben allein 2008 ihr Leben dabei verloren." In der Region gab es zuletzt im Januar dieses Jahres Alarm, als sich ein alkoholisierter 16-Jähriger an der Haltestelle Ötlingen in Kirchheim/Teck an eine S-Bahn der Linie S1 hängte und 50 Meter mitgeschleift wurde. Er erlitt schwere Kopfverletzungen. Mehr Glück hatten zwei unbekannte Jugendliche, die sich im Oktober 2009 in Ebersbach, Kreis Göppingen, auf einen Regionalzug aufsprangen. Der Lokführer stoppte per Nothalt, das Duo flüchtete unerkannt.

Hinweise zum jüngsten Fall erbittet die Bundespolizei über 0711/22550200 oder kostenfrei über 0800 / 6 888 000.

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