Neubau für die Stadtwerke Leinfelden-Echterdingen Es ist ein Würfel

Von Norbert J. Leven 

So soll der Stadtwerke-Verwaltungsneubau in Leinfelden einmal aussehen. Der Sieger­entwurf des Büros Lima Architekten basiert auf viel Glas. Foto: Norbert J. Leven
So soll der Stadtwerke-Verwaltungsneubau in Leinfelden einmal aussehen. Der Sieger­entwurf des Büros Lima Architekten basiert auf viel Glas.Foto: Norbert J. Leven

Die Stadtwerke Leinfelden-Echterdingen machen beim Neubau ihres Bürogebäudes nach zehn Jahren einen Schritt vorwärts: Der Architektenwettbewerb ist abgeschlossen.

Leinfelden-Echterdingen - Es ist ein Würfel: Auf dem Papier steht er schon, der Neubau, in den die Stadtwerke Leinfelden-Echterdingen einziehen wollen. Wann genau, ist noch unklar. Mehr Klarheit herrscht hingegen seit Donnerstagabend darüber, wie die neue Zentrale an der Ecke Benzstraße/Maybachstraße in Leinfelden aussehen wird.

Nach einer mehr als zwölf Stunden dauernden Sitzung in der Festhalle Stetten, ist das Preisgericht unter dem Vorsitz von Kai Bierich zu einem einstimmigen Urteil gekommen: Der Entwurf des Büros Lima Architekten für das neue Bürogebäude der Stadtwerke L.-E. hat der mit Fachleuten und Stadträten besetzten 15-köpfigen Jury auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten am besten gefallen. Das Stuttgarter Büro gehört nach Einschätzung von Bierich zu den „rising Stars“ (aufgehenden Sternen) der Branche.

Viergeschossiger Würfel aus Beton und Glas

Die Aufgabe, eine neue Zentrale mit knapp 1400 Quadratmeter Nutzfläche für den städtischen Eigenbetrieb zu entwerfen, haben die Wettbewerbssieger so gelöst: Sie schlagen vor, einen viergeschossigen Würfel aus Beton (im Erdgeschoss) und einer Glasfassade in den darüber liegenden Stockwerken vor. Über die Realisierung werden die Bauverwaltung und die Stadtwerke schon in wenigen Wochen mit dem Siegerbüro verhandeln.

Zu den Kosten für die Realisierung wollte sich die Erste Bürgermeisterin Eva Noller am Donnerstagabend unter Hinweis auf die anstehenden Gespräche noch nicht äußern. Sie strebt aber eine zügige Umsetzung an. Es sei aus ihrer Sicht „vorstellbar, dem Gemeinderat nach der Sommerpause ein Baugesuch vorzulegen und 2017 dann zu bauen“.

Jury begutachtet 21 Arbeiten

Insgesamt hatten sich 122 Büros für eine Teilnahme an dem vom Stuttgarter Büro Architektur 109 betreuten Wettbewerb beworben. Mit 21 Arbeiten, je ein Drittel von erfahrenen, kleinen oder neu gegründeten Büros erarbeitet, beschäftigte sich das Preisgericht am Donnerstag in mehreren Durchgängen. Den 2. Platz errang das Büro D’Inka Scheible (Fellbach). Zwei vierte Preise (ein dritter wurde nicht vergeben) gingen an die Stuttgarter Büros Franke Seiffert bda und Harris + Kurrle.

Über einen Neubau für die Stadtwerke diskutieren Gemeinderatsgremien bereits seit 2006. Vor zwei Jahren waren die Pläne gestoppt worden, weil die voraussichtlichen Kosten die Vier-Millionen-Euro-Grenze durchstoßen hatten. 2008 war man noch von zwei Millionen Euro ausgegangen.

Ausstellung
Die preisgekrönten Entwürfe sind von Sonntag, 13. März, bis Gründonnerstag, 24. März, im Rathaus Echterdingen ausgestellt.

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