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Nach Kabelbrand VVS in Stuttgart: Bahnverkehr wieder störungsfrei

SIR/dpa/dapd/bwb/Fotos: www.7aktuell.de/Florian Gerlach, vom 18.02.2012 19:00 Uhr
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 Foto: www.7aktuell.de/Florian Gerlach
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Stuttgart - Nach dem Kabelbrand im Stuttgarter Rosensteintunnel soll der regionale Bahnverkehr ab Sonntag wieder störungsfrei laufen. Die Reparaturarbeiten würden vorzeitig abgeschlossen, sagte ein Bahnsprecher am Samstag. Dadurch könne der fahrplanmäßige Betrieb einen Tag früher als geplant wieder aufgenommen werden.

Indes gibt der Kabelbrand der Polizei nach wie vor Rätsel auf. Ein technischer Defekt kann ausgeschlossen werden, ein möglicher Brandstifter ist aber auch noch nicht gefunden, wie die Polizei am Samstag berichtete. Die Ergebnisse einer Wohnungsdurchsuchung bei einem Verdächtigen könnten noch nicht preisgegeben werden, hieß es weiter. Auch zu dem Verdächtigen wurden keine Details mitgeteilt. Es gibt Spekulationen, dass er zum Kreis der Gegner des umstrittenen Bahnprojekts Stuttgart 21 zählen könnte. Die Polizei machte dazu am Samstag aber keine Angaben. Frühestens am Montag gebe es Infos.

Bis Samstagabend Beeinträchtigungen

Das Feuer war Freitagmorgen am Rosensteintunnel nördlich des Zentrums der Landeshauptstadt ausgebrochen. Zu Spekulationen, dass S21-Gegner das Feuer gelegt haben, hieß es bei der Bundespolizei: „Es liegt kein Bekennerschreiben oder dergleichen vor, das darauf hinweist, dass es sich um eine Aktion von S21-Gegnern handelt.“ Die Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs in Stuttgart halten derweil an. Das sei auch vermutlich bis Samstagabend noch so, sagte ein Bahn-Sprecher.

Auf Stadtbahnlinien umgestiegen - Weichenstörung am Möhringer Bahnhof

Viele Fahrgäste stiegen auf die Stadtbahnen um. Laut einer Sprecherin der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) waren die Stadtbahnen durch die Ausfälle im S-Bahnverkehr "sehr, sehr voll" - obwohl Sonderzüge eingesetzt wurden.

Zum Chaos bei den S-Bahnen gesellte sich dann gegen 6.25 Uhr auch noch eine Weichenstörung beim Möhringer Bahnhof. Die Stadtbahnen der Linien U3, U5, U6, U8 und U12 konnten die Bahnsteige in Richtung Plieningen und der Innenstadt nicht mehr anfahren. Etwa eine Stunde später war die Störung behoben, der Stadtbahnverkehr normalisierte sich jedoch nur langsam.

Während es manche Fahrgäste mit Humor nahmen ("Jetzt kuscheln wir uns alle in die U13", scherzte beispielsweise Twitterer Luitger Hübel), machten andere auf der Facebook-Seite des Verkehrsverbunds Stuttgart (VVS) ihrem Ärger Luft: "Auf DB und VVS ist keinerlei Verlass!"

Defekt an der Brandmeldeanlage der Haltestelle Flughafen/Messe

Doch damit nicht genug: Am Nachmittag erreichte die Bahn eine weitere Hiobsbotschaft. Ein Defekt an einer Brandmeldeanlage sorgte dafür, dass die S-Bahnlinien S2 und S3 die Haltestelle Flughafen/Messe nicht mehr anfahren konnten. Die Linien endeten in Vaihingen. Hier brachten zwei Busse Reisende direkt zum Flughafen, drei weitere Busse fuhren alle dazwischenliegenden Haltestellen an. Seit circa 14.30 Uhr ist die Störung behoben, es muss aber noch mit Verzögerungen gerechnet werden.

Auch Fernverkehr ist betroffen

Die Störung auf den Gleisen wirkt sich auch auf den Fernverkehr aus. Fahrgäste in IC- und ICE-Zügen, die von Ulm und München in Richtung Stuttgart unterwegs waren, müssen in Vorortbahnhöfen umsteigen, sagte ein Bahnsprecher.

Der Polizei zufolge entfachte sich der Kabelbrand aus zunächst unbekannter Ursache gegen 4 Uhr im Bereich des Rosensteintunnels in der Nähe des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Die zerstörten Datenkabel werden vor allem dafür benötigt, um Signale und Weichen im Bahnverkehr zu steuern, teilte ein Bahnsprecher mit.

Kommentare (80)
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FEB
20
20:53 Uhr, geschrieben von milanus
Die Bahn baut ohne Baurecht - aber mit Faustrecht
Von der Befürworterseite kommt leider noch immer kein einziges belastbares Argument für den Halbtiefschrägbahnhof. Leider drängen sich mir weitere ungelöste und unbeantwortete Fragen auf: z.B. während des S-Bahnbaus (70er Jahre) in der Stadt wurden zahlreiche Bohrungen in der Innenstadt niedergebracht, dabei wurde festgestellt, dass im Bereich des Hauptbahnhofs eine 10 bis 12 Meter mächtige Schicht aus Mauerwerk und Schutt der ehemaligen Reiterkaserne und Zuckerfabrik (Beginn 1900) abgekippt wurde. Zudem kam heraus, dass auch Schlacke ect. unter den heutigen Gleisanlagen entsorgt wurde. Da dieser Umstand bis heute noch nirgends publik gemacht wurde (außer im Buch "Der Tunnel" S-Bahnbau in Stuttgart), gehe ich davon aus, dass hier ein großer Umweltskandal ähnlich wie dem "Öl-Epple" lauert. Zur Erinnerung: Öl-Epple Cannstatt verursacht bis zum heutigen Tag enorme Kosten für die Stadt Stuttgart. Öl-Epple - war bis in die 70er Jahre aktiv im Schmierstoff-/Lacke-/Lösungsmittelgeschäft - es gab zahlreiche Anzeigen, die in den Schubladen verschwanden. Am Ende blieben die chlorierten Kohlenwasserstoffe im Mineralwasser und die Kosten beim Bürger hängen. So wird es wohl auch bei den Aushubarbeiten (falls diese jemals stattfinden) im Bereich des Gleisvorfeldes zu einer ähnlich riesigen Sauerei kommen wird. Da die mafiös organisierten Bauträger im Vertuschen perfekt aufeinander abgestimmt sind, wird auch diese riesige Umweltsauerei unter den Filzteppich gekehrt. Auf Untersteller und Konsorten braucht man dabei nicht zu setzen, die sitzen an den wohlgefüllten Futtertrögen der Lobbyisten und setzen die Arbeit ihrer Vorgänger (CDU und FDP) nahtlos fort! Es ist nach wie vor unfassbar, dass die Bahn von Stadt und Landesregierung eine Generalvollmacht zur Zerstörung von Park, Lebensqualität, Mobilität, denkmalgeschützten Häusern, Geschichte!, Leben und Gesundheit... der Bürger dieser Stadt, erhalten hat! Damit wird jede Umweltschutzmaßnahme in der Stadt und im Umland zur Farce. Wenn ich an die alten Slogans der Grünen aus den 70ern denke, die da z.B. lauteten, mach kaputt was dich kaputt macht......oder jeder Stein der abgerissen, wird von uns zurückgeschmissen....muss ich feststellen, dass von diesem Kampfgeist nichts mehr übrig geblieben ist. Darum ist es gut, dass der Widerstand, abgekoppelt von den Grünen, stärker den je lebt! Es gibt nicht nur ein "kritisches Begleiten" sondern aktiven Widerstand in jeglicher Form. (natürlich Züflegerecht).
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FEB
20
16:49 Uhr, geschrieben von oben eben
tja, werte proler....
....die bahn macht mobil! das werdet ihr in 15jahren erst richtig merken, wenn sich dopplet belegte gleise mit zugverspätungen paaren und stuttgart in ein ausgewachsenes verkehrschaos stürtzen. aber wer s21 will, muß dann auch die nächsten 100jahre damit leben können---ich fang jetzt schonmal an zu lachen!!!
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FEB
19
19:15 Uhr, geschrieben von Bernhard
Kosten
Wenn ich hier lese, dass die Kosten von den Polizeieinsätzen und der Brandstiftung den Gegnern in Rechnung gestellt werden sollen dann kommt in mir mal wieder die Frage auf, wem man zukünftig die """unvorhersehbaren""" Zusatzkosten zuteilen darf. Bis jetzt wurde noch absolut nichts gebaut! Es wurde nur kaputt gemacht und das geht einfacher wie neubauen. Wenns in ein zwei Jahren losgeht und der Kostendeckel gesprengt wird, weil haufenweise versteckte Lücken auftauchen wird Herr Grube lachend dastehen und sagen: "Leute, wenn ihr das Loch fertig haben wollt, dann lasst mal Cash rüberwachsen. Mich interessiert diese Bauruine nicht, ich verdiene momentan mein Geld mit dem Kopfbahnhof, den kann ich auch weiterhin betreiben". Dann können wir ja mal auf der PRO-Seite nachfragen, ob die die Mehrkosten übernehemen wollen. So als Privatinvestition ins Nichts. Dann wird sich aber zeigen, dass die PRO-Seite auf einmal ganz klein ist. Da weiß dann nämlich niemand mehr, wer damals S21 demokratisch gewählt hat, weil die letzten Jahre Baustellendreck die Erinnerung verdrängt hat. Dann braucht aber auch keiner mehr angeschissen kommen. Am Ende werden sie alle schlauer sein und behaupten, dass sie durch die 1,5Mrd Ausstiegskosten damals getäuscht wurden.... Dass will dann allerdings auch keiner mehr hören! Anbei für diejenigen die gerade den Begriff "Verschwörungstheoretiker" auf der Zunge liegen laben: ein par Beispiele: Mit was (für einen Mist) ist eigentlich das Gleisvorfeld aufgEfüllt? (Entsorgung???). Tieferlegung S-Bahntunnel. Druckverhältnisse in den Grundwasserschichten. PS Ist eigentlich allen bewusst, dass sich die Sohle des Wagenburgtunnels seit seinem bau um 1,2 Meter(!) angehoben hat? Viel Spaß mit eurem Superbahnhof, achja ich vergas: Ihr fahrt ja gar nicht mit der Bahn.........
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