Mitgliederversammlung Der VfB steckt in den roten Zahlen

Julia Klassen, 22.07.2013 20:04 Uhr

Stuttgart - „Das ist der höchste Verlust, den wir je hatten“, sagte Ulrich Ruf, der Finanz-Vorstand des VfB, bei der Bilanz-Pressekonferenz am Montag. Der Umsatz des Fußball-Bundesligisten verringerte sich zum Stichtag 31. Dezember 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 7,74 Millionen Euro auf 109,233 Millionen Euro.

Demgegenüber standen Aufwendungen in Höhe von 118,977 Millionen Euro. Trotz des Rekordverlustes sieht sich der Club in einer finanziell ansprechenden Lage. „Der VfB ist sehr liquide, er ist in einer sehr komfortablen Situation. Das habe ich in meiner Zeit nicht oft gehabt. Wir sind jederzeit handlungsfähig“, sagte Ruf. Das Vereinsvermögen gab Ruf mit 11,8 Millionen Euro an.

Das dicke Minus hatte sich abgezeichnet. Schon Ende des vergangenen Jahres hatte der damalige Aufsichtsratschef Dieter Hundt einen hohen Millionenverlust eingeräumt. Als Hauptgrund für das Defizit nannte er im Gespräch mit unserer Zeitung hohe Abschreibungen, die auf Fehleinkäufe nach der deutschen Meisterschaft im Jahr 2007 zurückgingen. „Es waren einige Personalien dabei, die uns bis heute belasten“, sagte Dieter Hundt damals.

Für das laufende Geschäftsjahr wollte Ruf keine Prognose wagen. Klar ist aber, dass sich das Erreichen der Europa League erst lohnt, wenn die Mannschaft die Gruppenphase erreicht. Auch dann lassen sich keine Millionen scheffeln. Dafür versprechen Veranstaltungen wie Stadionkonzerte – in diesem Jahr tritt unter anderem Robbie Williams auf – weitere Einnahmen.

Ruf präsentierte die Zahlen am Montag auf der Mitgliederversammlung in der Porsche-Arena.

 
 
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Kommentare (7)
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JUL
24
VfB Fan, 00:24 Uhr

@plavi

Danke plavi dass es sooo gescheite Menschen wie dich gibt. Die alles so locker sehen und alles soo logisch erklären können. Du musst die dauerrosarote Brille aufhaben ganz sicher. Festgeldkonto ala Uli Hoeneß, da lachen doch mehr als die Hühner. Schon allein wegen dieser Aussage kann ich dich nicht Ernst nehmen - sorry.

JUL
23
Pusi, 22:36 Uhr

@plavi

Chronologisches Denkvermögen scheint aber auch für Sie ein Fremdwort zu sein, wie auch gewisse Umgangsformen, "ne"? Und dann diese ganzen Ausrufe, mit denen sie wohl sowas wie eine Überlegenheit demonstrieren wollen, "nicht wahr"? Lassen Sie es mich ihnen erklären, ich versuche es so einfach wie möglich für einen durchschnittlichen aber dafür aroganten BWL-Studenten zu halten, "ne": Die Stadionfinanzierung respektive Finanzierung des Umbaus stand bereits vor den ganzen Monstertransfers fest! Und auch noch vor der Meisterschaft 2007, "gell"? Also auch an Sie die Bitte: Einfach mal die Finger still halten, wenn man keine Ahnung hat- erst recht wenn man gegen andere schießt, obwohl man in einem Glashaus hockt, "gell"? Das wars aber noch nicht! Denn auch leuchtet mir nicht ein, wieso die Hälfte an das Finanzamt abgegeben werden soll. Verwechselt hier ein BWL-Genie etwa die Lohnsteuer mit der Vor- bzw. Umsatzsteuer? Kann schon nein, "ne"? Prinzipiell fallen Spielertransfers eben unter "sonstige Leistungen", im Sinne des Umsatzsteuergesetzes. Und nur weil manche kein BWL hier studiert haben, geht es dennoch finde ich in die richtige Richtung. Falls sie aber ernsthaft ein BWL-Studium gemacht haben, würde ich Sie bitte es doch noch einmal zu wiederholen. Falls Sie noch dabei sind: Um Himmels Willen! Brechen sie es ab!!! PS: Selten so einen hochgestochenen, aroganten Kommentar gelesen, mit dem einer versucht andere für dumm zu verkaufen, aber selber nur Schrott und falsche Argumente bringt. Setzen: Sechs!

JUL
23
Richard, 15:13 Uhr

Verlust

Wir haben also einen Verlust von über 9 Mio. eingefahren und ein Vereinsvermögen von über 11 Mio. So weit, so "gut". Da bleibt doch die journalistisch leider nicht gestellte Frage, wie die Finanzierung des Vereins in den letzten Jahren eigentlich ohne die Verkäufe von Gomez, Khedira, Leno, Träsch und Schieber sowie mehrfacher CL-Teilnahmen hätte bewerkstelligt werden sollen. Da erschließt sich einem gerade das betriebswirtschaftliche Konzept - nicht zuletzt in der Ära Heldt/Staudt - auch im Nachhinein nicht.

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