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Mit sofortiger Wirkung Joachim Schmidt ist der neue Aufsichtsratschef beim VfB Stuttgart

dpa, 18.06.2013 14:37 Uhr

Stuttgart - Eine Personalie hat der VfB Stuttgart von seiner To-Do-Liste streichen können. Nicht einmal 24 Stunden nach dem Rückzug des heftig in die Kritik geratenen früheren Aufsichtsratschefs Dieter Hundt fand der Fußball-Bundesligist einen Nachfolger. Sein bisheriger Stellvertreter Joachim Schmidt übernimmt dieses Amt mit sofortiger Wirkung bis zur Mitgliederversammlung 2014. Darauf hätten sich die Aufsichtsratsmitglieder einstimmig geeinigt.

"In ruhigere Fahrwasser kommen"

„Ich freue mich auf diese Aufgabe und sehe sie auch als Chance. Gemeinsam müssen wir jetzt dafür sorgen, dass der VfB Stuttgart möglichst schnell in ruhigere Fahrwasser kommt und das zweifelsohne vorhandene große Potenzial ausgeschöpft wird“, erklärte der 64 Jahre alte Vertriebschef von Mercedes. „Wir müssen alle daran arbeiten, dass der Verein für positive Schlagzeilen sorgt und dass die gesamte VfB-Familie wieder stolz auf ihren Club ist.“

Geeigneten Vereinspräsidenten finden

Schmidts dringlichste Aufgabe besteht darin, einen geeigneten Kandidaten für den Posten des Vereinspräsidenten zu finden. In dieser Causa hatte sich sein Vorgänger Hundt schwergetan. Die Schwaben brauchen dringend eine neue Leitfigur.

In Teilen des Vereinsumfelds war der Abgang des machtbewussten Spitzenfunktionärs Hundt als „Primärlösung“ angesehen worden auf dem Weg zu einer Befriedung der Basis. Denn der 74-Jährige, der schließlich am Montag nach rund elf Jahren als Boss des Stuttgarter Kontrollgremiums seinen Rücktritt erklärte und auch nicht mehr für das Amt des Arbeitgeber-Präsidenten kandidieren will, musste miterleben, wie ihm mehr und mehr der Rückhalt schwand.

Vor allem bei der Suche nach einem für die Mitgliederversammlung in fünf Wochen mehrheitsfähigen Kandidaten als Club-Präsident gab Hundt nicht die beste Figur ab. Die Auslese geriet ins Stocken, Kollegen aus dem Aufsichtsrat murrten. Er stehe einem Neuaufbau im Weg, hieß es. Schon mit seinem damaligen Wunschkandidaten Gerd Mäuser, der nach nur knapp zwei Jahren als VfB-Boss abgetreten war, hatte sich Hundt viel Kritik eingehandelt.

Halbes Dutzend potenzieller Kandidaten

Wer wird nun der siebte Präsident der Stuttgarter seit Einführung der Fußball-Bundesliga 1963? Auf der „Shortlist“ steht ein halbes Dutzend potenzieller Kandidaten. Wie gewöhnlich wurde auch über eine Rückkehr des früheren Vereinschefs und immer noch von weiten Teilen des VfB-Umfelds hoch geschätzten Erwin Staudt spekuliert. Der 65-Jährige winkt ab, will aber im äußersten Notfall helfen.

„Ich bin Ehrenpräsident des Vereins und habe keine Ambitionen in dieser Richtung“, sagte Staudt am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa zu Spekulationen über eine Rückkehr als Funktionär. „Ich stehe in keinen Startlöchern. Mit mir hat auch niemand geredet.“ Zugleich räumte er ein: „Wenn der Verein etwas von mir möchte, muss er sich bei mir melden.“

Zumindest gegenwärtig verkörpert insbesondere eine Person das Bild des VfB Stuttgart in der Öffentlichkeit: Fredi Bobic. Der frühere Nationalstürmer hat sich seit seinem Amtsantritt als Sportdirektor im Juli 2010 zur Identifikationsfigur entwickelt. Nach Hundts Fehlgriff mit Mäuser zog Bobic im April dieses Jahres sogar in den Vorstand ein. Zeit, dass er Gesellschaft bekommt.

 
 
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Kommentare (12)
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JUN
19
Schmidtchen Schleicher, 09:30 Uhr

Es scheint noch nicht vorbei!

Wie es aussieht ist bei den Fans noch lange nicht alles in Butter! Schmidt bringt eine Menge Altlasten mit und dies scheinen die Fans und Mitglieder nicht vergessen zu haben! Letztlich war Schmidt über die ganzen Jahre an den Hundtschen Machenschaften beteiligt und mitgetragen! In diesem Sinn, habe ich mir einen Neuanfang auch anders vorgestellt! Ich mag es einfach nicht leiden, wenn die langjährigen Weggefährten von Herrn Hundt jetzt ihre Hände in Unschuld waschen! So sieht es glaube ich ein Großteil der Mitglieder uns Fans, deshalb bin ich äußerst gespannt auf den 22.07. und die Mitglieder auch nach dem Rücktritt von Hundt in großer Anzahl erscheinen und vor allem GENAU zuhören und schauen, ob man wirklich mit den alten Seilschaften aufhören will und einen Reset macht oder ob der Verein weiter von Leuten geführt wird, die im Grunde nichts ändern werden, wo weiter Pöstchen zugeschoben werden! Hundt war nur das Hauptproblem, Totengräber gab es viele! Wir werden ja sehen, wie man bei der Präsidentenwahl die Mitglieder einbindet! Ob man als Mitglied wieder nur mit ja oder nein stimmen kann oder ob man die Mitglieder diesmal wirklich demokratisch unter mehrerer Kandidaten wählen lässt! Ich kann mich einfach nicht mit einem Kandidaten anfreunden, welche eigentlich die gleichen Personen ins Rennen schicken wie unseren lieben Herrn Mäuser! Wir sollten uns auch nicht wieder mit Lizenzentzug drohen lassen, es steht nirgends geschrieben, dass wenn mehrerer Kandidaten zur Wahl stehen die Lizenz entzogen wird! Sicherlich muss eine Vorauswahl getroffen werden und es sollten gewisse Kriterien gelten, aber dass die vorhandenen Kriterien keine Garantie für einen guten Präsidenten sind, hat die Wahl von Herrn Mäuser gezeigt! Ob Roleder 2011 besser gewesen wäre, mag ich nicht beurteilen, aber eines bin ich sicher, er hätte mehr Herzblut für den VfB mitgebracht! Wenn ein Karl Allgöwer wirklich am Präsidentenamt interessiert ist, sollte er sich jetzt offiziell bewerben, dann bin ich gespannt wie der Aufsichtsrat entscheidet, vor allem fordere ich diesmal bei einer Ablehnung eine genaue Begründung! Wenn man einen Verein führen will muss man ein Herz für den Verein und die Fans haben, das andere kann man lernen bzw. hat auch entsprechende Mitarbeiter!

JUN
19
Stefan B., 08:29 Uhr

Daimler und der VfB

Ich versteh die Aufregung um den verhinderten "Millionendeal" mit Porsche nicht. Sicherlich hat Schmdit damals aus Daimler-Interessen argumentiert. Aber Daimler bezahlte ohne Not für den Umbau der Arena 20 Mio. EUR, was meines Erachtens kein Peanuts ist. Es sollten sich diejenigen mal versuchen in die Position von Daimler zu versetzen, wenn ein Wettbewerber kommt und sich ins bereitgestellte Arena-Nest setzen wollte. Ich würde mich da verarscht vorkommen. Die Differenz zwischen den Sponsoringbeträgen zwischen Daimler und Porsche, mögen schätzungsweise vielleicht bei zwei Millionen EUR per anno gelegen haben. Wenn man aber bedenkt, dass Porsche zum VW-Konzern gehört und der Konzern den VfL Wolfsburg sponsort, wie schnell könnte man da Mauschelei unterstellen. Das Geschrei wäre riesengroß. Nach drei, vier Jahren hat VW (Porsche) kein Interesse am VfB-Sponsoring mehr und dann? Dann geht man wieder zum schwäbischen Nachbarn zum Betteln? Nachdem man kurzfristig über drei, vier Jahre vielleicht 6-8 Mio. EUR mehr eingenommen hat - nein danke. Dann lieber eine dauerhafte strategisch ausgerichtete Partnerschaft zwischen Daimler und dem VfB, als kurzfristig das "große" Geld zu riechen um dann fallen gelassen zu werden. Hier ist Weitsicht gefragt und nicht raffgierige Kurzsichtigkeit

JUN
19
Tiefer Süden, 07:28 Uhr

Schmidt?

Hatte ja fast schon gehofft, dass es sich um Harald Schmidt handelt...befriedigend ist das alles so ganz sicher nicht.

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