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Mietervereine LBBW gerät nach Wohnungsverkauf unter Druck

Jürgen Bock, vom 22.02.2012 17:31 Uhr
  Foto: dpa
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Stuttgart - Nach der Entscheidung des Aufsichtsrats, die 21 500 LBBW-Wohnungen nicht an das BW-Konsortium unter Beteiligung der Stadt Stuttgart, sondern an die Patrizia AG zu verkaufen, droht der Landesbank Ungemach. Nach der Protestwelle der vergangenen Tage gegenüber der Bank und der Landesregierung kündigen nun gleich zwei Verbände an, ihre Mitglieder wollten aus den Vorgängen Konsequenzen ziehen.

Roland Sing, Landesvorsitzender des Sozialverbandes VdK, hat nach Informationen unserer Zeitung einen Brief an den LBBW-Vorstandsvorsitzenden Hans-Jörg Vetter geschickt. Darin wird die Verkaufsentscheidung scharf kritisiert. „Es muss davon ausgegangen werden, dass die sozialen Kriterien nur wenig Berücksichtigung gefunden haben und ausschließlich der höhere Kaufpreis den Ausschlag für die Entscheidung gegeben hat. Dies können wir nicht nachvollziehen“, schreibt Sing. Man werde deshalb „unseren 210 000 Mitgliedern in Baden-Württemberg und 1,6 Millionen Mitgliedern in Deutschland in geeigneter Weise Kenntnis von unserem gewonnenen Eindruck geben“, heißt es weiter. Der VdK war über sein Tochterunternehmen GSW Sigmaringen am unterlegenen BW-Konsortium beteiligt.

Auch der Mieterbund Baden-Württemberg kündigt Proteste in großem Umfang an. Viele in Mietervereinen organisierte Mieter hätten bereits avisiert, ihre Bankverbindungen bei der LBBW-Tochter BW-Bank und bei den Sparkassen als LBBW-Miteigner kündigen zu wollen.

Kommentare (6)
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FEB
23
19:08 Uhr, geschrieben von Ralf Maier
@ Bernd
So arrogant wie Sie kann nur jemand schreiben, der nicht in einer der vom Verkauf betroffenen Wohnungen lebt. Seien Sie froh und hauen Sie nicht noch denen ins Gesicht, die sich jetzt ihres Zuhauses nicht mehr sicher sein können!
FEB
23
08:56 Uhr, geschrieben von Bernd
Gratulation
Oh, die Stuttgarter haben ein neues Feindbild hinzugewonnen. Gratulation.
FEB
23
08:33 Uhr, geschrieben von beamare
grün-rot gerät nach Wohnungsverkauf unter Druck
von den Schwarzgelben haben wir den Verkauf der Wohnungen an Heuschrecken erwartet. Jetzt zeigt uns Grün-Rot dass sie genauso handeln. Warum überhaupt noch wählen? Mir fällt im Moment kein Grund ein. Schämt euch, ihr Grün-Roten.
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