Massenhafte Übergriffe in Köln Maas geht von geplanten Taten aus

Von red/dpa 

Bundesjustizminister Heiko Maas hält die massenhaften sexuellen Übergriffe in mehreren deutschen Städten für geplant. Foto: dpa
Bundesjustizminister Heiko Maas hält die massenhaften sexuellen Übergriffe in mehreren deutschen Städten für geplant.Foto: dpa

„Wenn sich eine solche Horde trifft, um Straftaten zu begehen, scheint das in irgendeiner Form geplant worden zu sein“, sagte der Bundesjustizminister der „Bild am Sonntag“.

Berlin - Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) geht davon aus, dass die Silvester-Angriffe auf Frauen in Köln organisiert waren. „Wenn sich eine solche Horde trifft, um Straftaten zu begehen, scheint das in irgendeiner Form geplant worden zu sein. Niemand kann mir erzählen, dass das nicht abgestimmt oder vorbereitet wurde“, bekräftigte Maas in der „Bild am Sonntag“.

Auch einen Zusammenhang zwischen den Attacken auf Frauen in mehreren deutschen Städten schließt Maas nicht aus: „Alle Verbindungen müssen sehr sorgfältig geprüft werden. Der Verdacht liegt nahe, dass hier ein bestimmtes Datum und zu erwartende Menschenmengen herausgesucht wurden. Das hätte dann noch einmal eine andere Dimension“, saget er dem Blatt.

Maas hatte bereits am vergangenen Mittwoch mit die Blick auf die Gewalt in Köln erklärt, „das Ganze scheint abgesprochen gewesen zu sein“. Er würde gerne überprüfen, ob es im Hintergrund Leute gebe, die so etwas organisierten. So etwas passiere nicht aus dem Nichts, hatte er im ZDF erklärt.

Zahl der Straftaten steigt durch Migration nicht

Maas warnte in der „Bild am Sonntag“ zugleich, aus den Übergriffen Rückschlüsse auf die Gesetzestreue von Migranten zu ziehen. „Aus der Herkunft eines Menschen abzuleiten, dass er eher straffällig wird oder nicht, halte ich für abenteuerlich“, sagte er.

Auch sei es schlicht falsch, zwischen den Exzessen in Köln und dem Flüchtlingszuzug einen Zusammenhang zu sehen: „Natürlich sind unter den mehr als eine Million Menschen auch solche, die Straftaten begehen. Aber es gibt keinen Hinweis, dass die Anzahl der Straftaten durch den Zuzug überproportional gestiegen ist.“

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