Mark Zuckerberg Milliarden-Spende in USA lässt deutsche Stiftungen hoffen

Von Frank Krause 

Mark Zuckerberg freut sich über seine Tochter und will der Allgemeinheit Milliarden schenken Foto: EPA
Mark Zuckerberg freut sich über seine Tochter und will der Allgemeinheit Milliarden schenkenFoto: EPA

Facebook-Gründer Zuckerberg nimmt die Geburt seiner Tochter zum Anlass, eine Mega-Spende anzukündigen. Ein Vermögen von 42,5 Milliarden Euro will er im Laufe seines Lebens spenden. Das könnte auch Auswirkungen auf Deutschland haben.

Stuttgart/Berlin/Menlo park - Der Bundesverband Deutscher Stiftungen hat sich positiv über die von Facebook-Chef Mark Zuckerberg angekündigte milliardenschwere Spende geäußert. Kritik, es handle sich vor allem um Öffentlichkeitsarbeit für das soziale Netzwerk, wies Generalsekretär Hans Fleisch zurück. Jemand, der etwas ­Gutes tue, profitiere davon immer in irgendeiner Weise. In Deutschland sei es dagegen oft so, dass Menschen, die erhebliche Summen spendeten, skeptisch beäugt würden.

Kritischer reagierte Brun Hagen Hennerkes, Vorstandschef der Stiftung Familienunternehmen: „Zuckerberg verdient zunächst einmal großes Lob, denn er demonstriert, dass privates Unternehmertum auch mit großem Einsatz für Philanthropie einhergehen kann. Doch gleichzeitig gilt: An ihren Taten sollt ihr sie erkennen.“ Zuckerberg müsse sich daran messen lassen, wie er die Spendengelder, über die er weiter verfügt, einsetzen werde, sagte er unserer Zeitung.

Zuckerbergs Spende könnte Interesse an Stiftungen steigern

Beim Bundesverband geht man davon aus, dass die Zuckerberg-Aktion das große Interesse an Stiftungsgründungen weiter steigern könnte. 2014 waren in Deutschland rund 700 neue Stiftungen entstanden, insgesamt gibt es nun 21 000 rechtsfähige Stiftungen hierzulande. Sie haben ein geschätztes Gesamtvermögen von 100 Milliarden Euro und schütten jährlich etwa 17 Milliarden Euro aus.

Zuckerberg hat als frischgebackener Vater versprochen, 99 Prozent seiner Facebook-Aktien zu spenden. Der 31-jährige Facebook-Gründer und seine Ehefrau Priscilla Chan kündigten in einem Brief an ihre neugeborene Tochter Max an, sie wollten das Vermögen von aktuell rund 45 Milliarden Dollar für die Lösung dringender Probleme auf der Welt ausgeben. Mit jeder Milliarde, die er spendet, entgehen dem amerikanischen Staat laut US-Medien 330 Millionen Dollar an Steuern.

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