Märklintage locken Zehntausende Das Wochenende steht unter Dampf und Strom

Von Karen Schnebeck 

Die Schauanlagen faszinierten vor zwei Jahren alte und junge Besucher. Foto: Horst Rudel
Die Schauanlagen faszinierten vor zwei Jahren alte und junge Besucher. Foto: Horst Rudel

Die Internationale Modellbahnausstellung und die Märklintage locken voraussichtlich rund 60 000 Besucher in die Stadt unter dem Hohenstaufen. Das Programm beginnt bereits am Freitagmorgen.

Göppingen - Zumindest in der Modellbahnwelt herrschen paradiesische Zustände: Von Freitag bis Sonntag verwandelt sich Göppingen wie alle zwei Jahre in ein Dorado für Modelleisenbahnfans. Die Internationale Modellbahnausstellung und die Märklintage werden voraussichtlich erneut rund 60 000 Besucher mit ihren sechs Standorten anlocken. Geboten sind dort große und kleine Loks, Aussteller, Bahnwelten im Miniaturformat sowie Einblicke in die Produktion bei Märklin.

In der Werfthalle im Stauferpark zeigen mehr als 100 Aussteller auf über 9000 Quadratmetern Fläche den aktuellen Stand der Technik bei Modellbahnen und Zubehör. Vor der Halle gibt es eine 8000 Quadratmeter große Spielfläche. In der Halle können die Besucher Märklin-Mitarbeitern bei der Lok-Montage über die Schulter schauen oder sich auch selbst darin versuchen. Am Sonntag um 14 Uhr gibt es außerdem einen Dioramen-Wettbewerb: Die Teilnehmer haben auf 38 mal 38 Zentimeter kleinen Flächen Modellanlagen zu dem Thema „links und rechts der Nebenbahn“ gebaut. Die Modelle können in der Werfthalle besichtigt werden, die Besucher entscheiden per Stimmzettel, welches Diorama das gelungenste ist. Die Preisverleihung ist am Sonntagnachmittag.

Schaubahnen auf mehr als 400 Quadratmetern Fläche

Fans von Großspurmodellbahnen kommen in der EWS-Arena auf ihre Kosten. Dort bieten bekannte Hersteller ihre Produkte an, außerdem sind große Schauanlagen mit bis zu 36 Metern Länge aufgebaut. Insgesamt erstrecken sich die Anlagen auf mehr als 400 Quadratmeter. Und wer schon immer einmal erfahren wollte, wie die Märklin-Loks und -Züge eigentlich hergestellt werden, ist im Stammwerk an der Stuttgarter Straße richtig. Dort gibt es am Freitag und Samstag Führungen für die ganze Familie, und die Besucher können hinter die Kulisse der Produktion schauen.

Auch der Bahnhof Göppingen wird wieder zu einem Magneten für Eisenbahnfreunde aus aller Welt: Mehr als 20 Lokomotiven und Züge werden dort zu Gast sein und können besichtigt werden, darunter Dampflokomotiven der Baureihen 01, 44, 52, die 018 478, bekannt als S3/6, sowie Elektro- und Dieselloks. Am Samstag ist auch die aufwendig lackierte Diesellok 218 469, bekannt unter ihrem Spitznamen Betty Boom, der Rheingold mit der Elektro-Lok E 10 sowie der Schienenbus Roter Flitzer zu sehen. Außerdem gibt es dann Dampfzug-Pendelfahrten zwischen Göppingen und Plochingen sowie eine Fahrt mit einem Dampflok-Sonderzug über die Geislinger Steige.

Historisches Spielzeug im Märklin-Museum

Im Märklin-Museum gibt es Einblicke in die Welt der historischen Märklin-Spielzeuge. Dort werden Exponate gezeigt, die es sonst nirgends zu sehen gibt. Schließlich finden auf dem Gelände der Firma Leonhard Weiss zahlreiche Aktionen vor und in der Halle des Bauunternehmens statt. Die Besucher können sich dort die 50 bis 70 Meter langen Fahrzeuggruben anschauen, Pendelfahrten zum Göppinger Bahnhof unternehmen und verschiedene Lokomotiven von unten anschauen.

Die Märklintage und die Internationale Modellbahnschau sind am Freitag und Samstag von 9 bis 18 Uhr und am Sonntag von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Die Ausstellungsorte sind über Shuttle-Busse verbunden.

Der Postwertzeichen-Sammlerverein Göppingen bietet zu den Märklintagen einen Sonderumschlag mit passendem Sonderstempel und Postkarte an. Diese können am Stand des Vereins in der Werfthalle und am Bahnhof gekauft werden. Die Stadt Göppingen organisiert außerdem Sonderfahrten mit dem Staufer-Express auf den Hohenstaufen und in die Umgebung von Göppingen, Experten geben unterwegs Einblicke in die Geschichte. Außerdem gibt es zusätzliche Stadtführungen. Näheres dazu erfährt man im i-Punkt im Rathaus (0 71 61/650-292).

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