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Königin-Katharina-Stift in Stuttgart Schule nach Überfällen unter Polizeischutz

Von Wolf-Dieter Obst 

Das Königin-Katharina-Stift in der Innenstadt: Auf dem Schulweg durch den Schlossgarten herrscht Alarm. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Das Königin-Katharina-Stift in der Innenstadt: Auf dem Schulweg durch den Schlossgarten herrscht Alarm.Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Mitten in der Innenstadt, in der Nachbarschaft von Schlossgarten, Hauptbahnhof und Staatstheater, gibt es Alarmstimmung in einem Stuttgarter Gymnasium. Der Rektor will „kriminellen Jugendlichen“ Einhalt gebieten. Was ist passiert?

Stuttgart - Weil Schüler eines Stuttgarter Gymnasiums in der Innenstadt „von fremden Jugendlichen belästigt, bedroht und teilweise bestohlen worden sind“, hat die Schulleitung dort erhöhte Sicherheitsmaßnahmen veranlasst.

In einem Schreiben an die Eltern kündigt der Rektor des Königin-Katharina-Stifts Maßnahmen gegen „kriminelle Jugendliche“ im Umfeld der Schule an, die in der Nähe des Schlossgartens, des Hauptbahnhofs und der Staatstheater liegt. Es soll eine Art Schutzschirm sein: Demnach fährt die Polizei mittags Streife, auch die Kräfte des städtischen Vollzugsdiensts werden „deutlich erhöht“. Kinder sollten den Schulweg mindestens in Zweiergruppen benutzen und in der Mittagspause auf den Besuch des Schlossgartens oder der Königstraße verzichten, heißt es in dem Brief, der unserer Zeitung vorliegt.

Zwei Schüler als Opfer aktenkundig

Hintergrund der erhöhten Sicherheitsmaßnahmen sind verschiedene Vorfälle im Dezember vergangenen Jahres, bei denen Schüler des Gymnasiums ins Visier krimineller Jugendlicher geraten waren.

Nach Informationen unserer Zeitung spielte sich eine Tat am 15. Dezember 2015 ab, als eine elfjährige Schülerin im Schlossgarten von drei Jugendlichen ihres Mobiltelefons beraubt wurde. Einige Tage vorher, am 3. Dezember, war ein gleichaltriger Schüler von einem Trio mit Pfefferspray attackiert worden. Diese Tat wurde allerdings erst mehrere Tage später angezeigt. Ein Stuttgarter Polizeisprecher bezeichnete die derzeit noch laufenden Maßnahmen als „Präventionsfall“. Hinweise auf die Täter gebe es nicht, Zusammenhänge seien nach den bisherigen Ermittlungen nicht erkennbar.

Von der betroffenen Schule und dem Regierungspräsidium waren am Mittwoch zu den Vorgängen keine Stellungnahmen zu erhalten. Eltern haben bisher keine konkreten Informationen über die Vorfälle.

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