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Kinderbetreuung in Vaihingen In der Muckibude toben mittlerweile 20 Kinder

Alexandra Kratz, 29.01.2013 11:11 Uhr

Vaihingen - Für die Kinder ist es ein aufregender Tag gewesen. Schon am Vormittag hatten sie mit ihren Erzieherinnen Kuchen gebacken. Denn für den Nachmittag hatte sich hoher Besuch angekündigt. Um 15 Uhr war es dann soweit. Herren in Anzügen betraten die Kindertagesstätte Pallassimo. Unter ihnen war auch Regierungspräsident Johannes Schmalzl. Er hatte zu dem Termin eingeladen, um zu feiern, dass in der Betriebskita des Regierungspräsidiums (RP) nach zwei Jahren der sukzessiven Erweiterung endlich alle Kinder angekommen sind.

Anfang 2011 war die Kindertagesstätte im RP-Gebäude an der Schockenriedstraße eröffnet worden. „Wir sind froh, dass wir diese Einrichtung haben. Wenn wir sie nicht schon hätten, müssten wir sie spätestens jetzt erfinden“, sagte Schmalzl. Das RP wolle mit gutem Beispiel vorangehen und seine Vorbildfunktion ernst nehmen. Das Ziel sei die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.„Ich freue mich über jeden zusätzlichen Kindergartenplatz“, sagte Sozialbürgermeisterin Isabel Fezer. Es gebe derzeit viel Aufregung in der öffentlichen Diskussion über den Ausbau der Kleinkindbetreuung. Dabei gehe es oft nur um die Quantität. „Wir müssen aber auch auf die Qualität achten. Im Mittelpunkt muss immer das Kindeswohl stehen“, sagte Fezer. Da sei das Pallassimo beispielhaft.

Die Kindertagesstätte wird von dem Bildungsunternehmen Konzepte betrieben. Die gemeinnützige GmbH ist auf dem Vaihinger Step-Areal angesiedelt und betreibt mittlerweile rund 30 Einrichtungen nach dem firmeneigenen „Element-i-Konzept“. Dieses ist ähnlich aufgebaut wie bei „Einstein in der Kita“. Es geht darum, die Ideen und Impulse der Kinder aufzunehmen. So stehen den Mädchen und Jungen beispielsweise alle Räume jederzeit zur Verfügung, Im Pallassimo gibt es unter anderem eine Muckibude zum Toben, ein Atelier, ein Bauzimmer und ein Geschichtenzimmer.

Im Januar 2011 war der Betriebskindergarten mit einer Gruppe, also zehn Kindern, eröffnet worden. Doch schon damals war der Aufbau einer zweiten Gruppe vorgesehen. Die Räume seien von Anfang an dafür ausgelegt gewesen, sagte Schmalzl. Allerdings wurden sie in den vergangenen Monaten ein wenig umgebaut. „Wir haben beispielsweise im Schlafraum eine Empore gebaut, so dass mittags 20 Kinder ein Schläfchen machen können“, sagte die Erzieherin Lisa Scholz. Zudem sei der Garten erweitert worden. Dort gibt es eine Bobby-Car-Rennstrecke, eine Nestschaukel und einen Versammlungsplatz.

Die 20 Kinder werden von fünf Erzieherinnen von 8 bis 17 Uhr betreut. Die mit der Erweiterung verbundene Aufstockung des Personals habe es möglich gemacht, abends eine Stunde länger zu öffnen, so Scholz. Und auch die Kinder würden sich über die zusätzlichen Kameraden freuen. „Bei 20 Kindern hat man einfach mehr Möglichkeiten und die Kinder selbst haben mehr Gleichaltrige zum Spielen“, sagte Scholz. Mit den 20 Plätzen könne die Nachfrage der RP-Mitarbeiter nach Betreuungsplätzen gedeckt werden, sagte Johannes Schmalzl. Sechs der Plätze wurden an andere Landesbedienstete vergeben. „Wir haben natürlich auch viele Anfragen von anderen Eltern. Diese müssen wir leider immer ablehnen“, bedauert Scholz.

 
 
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