In neun Jahren zum Abi 22 weitere Gymnasien kehren zu G9 zurück

dpa/lsw, 24.01.2013 13:57 Uhr

Stuttgart - Trotz des Drucks von Eltern und Schülern sollen definitiv nicht mehr als 44 Gymnasien zum neunjährigen Abitur zurückgehen dürfen. Der neue Kultusminister Andreas Stoch (SPD) sagte am Donnerstag in Stuttgart: „Ich halte es für unrealistisch, im Zeitrahmen bis 2016 von weiteren G9-Schulen auszugehen.“

Derzeit bieten bereits 22 Gymnasien den längeren Weg zum Abitur an. Die Namen von 22 weiteren Schulen gab Stoch am Donnerstag bekannt. „Für die Regierungsfraktionen kann ich sagen: Für uns ist damit geliefert“, sagte er. SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel hatte für eine großzügigere Genehmigung von G9-Schulen geworben. Damit konnte er sich aber gegen den grünen Koalitionspartner nicht durchsetzen.

Stoch verwies darauf, dass es weitere Möglichkeiten im Südwesten gibt, in neun Jahren zum Abitur zu kommen. So könnten Schüler erst die Realschule und dann ein berufliches Gymnasium, eine Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe oder erst eine Gemeinschaftsschule und dann ein berufliches Gymnasium besuchen. Die Kritik an dem achtjährigen Weg zum Abitur will Stoch bei den Verhandlungen zur Reform des Bildungsplanes berücksichtigen. Er hoffe, dass es nach der Reform eine höhere Akzeptanz der G8-Züge gebe und damit der Druck, weitere G9-Gymnasien zu schaffen, sinke.

 
 
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JAN
26
Hennes, 15:32 Uhr

Bin nicht mehr Schüler

Hallo, Ich hätte den G 8 behalten an sich kann man über unser Schulsystem nur noch lachen. G 8 muss bleiben und Ganztagsschulen eingeführt werden oft ist man daheim alleine und macht sich irgendetwas zurecht die Eltern sind meist noch arbeiten ich habe immer 5 Euro bekommen und bin dann zu einer bekannten Fastfoodkette :-) nun das Ergebnis auf der Waage ist leider nicht so gut. Erst wenn man aus der Schule raus ist wird es einem bewust was man hätte anders machen können.

JAN
26
Hau den Lukas, 13:12 Uhr

Znd wo bleibt der Sparwille?

Auch dieser Minister steht voll hinter der Diskriminierungskampagne der Landesregierung gegenüber den Landes- und Kommunalbeamten. Anstatt Sorge dafür zu tragen, dass diese auch gerecht entlohnt werden, werden alle Kapazitäten, die Personalkosten zu mindern nicht in Anspruch genommen. Das ist eine riesengroße Sauerei gegenüber den Beamten. Alle Beamten auf Landes- und Kommunalebenen sollten sich Gedanken darüber machen, wie man derartige kostenintensive schulpolitische Entscheidungen unterwandern kann, solange man auf Kosten der Einkommensverbesserungen hierfür die hohen zusätzlichen Personalkosten und die Studiengebühren ausschließlich durch die Beschneidung der Einkommen der Beamten finanzieren muss. Es wäre vielmehr zu ertragen, wenn die Regierung dafür sorgen würde, dass alle Tariferhöhungen in diesem Land lediglich bis zu der Höhe abgeschlossen werde, die man den Beamten auch zugesteht. Dann wäre eine Gleichbehandlung aller vorhanden, die auch der Einschätzung der Landesregierung entspricht, was eine gerechte und zumutbare Erhöhung darstellt.

JAN
25
Statistiker vom Land, 20:52 Uhr

Wer macht den Druck eigentlich?

Welche Eltern und Schüler machen denn eigentlich Druck wegen dem G 8? Meine Erfahrung im ländlichen Bereich ist die, dass es nur wenige Eltern und Schüler sind, die sich über die Anforderungen im G 8 - Zug aufregen. Wer sich im G 8 überfordert fühlt, hat wohl die falsche Schulart gewählt. Es gibt genügend Eltern und Schüler, die den Weg über die Realschule und die beruflichen Gymnasien zum Abitur wählen , damit zufrieden sind und aus ihrer Sicht die richtige Entscheidung getroffen haben. Wenn sich in Stuttgart die Leiter der Gymnasien darüber beklagen, dass sie derzeit in den 5. Klassen Schüler haben, die nicht an ihre Schule gehören, spricht dies eindeutig für die falsche Schulwahl. Diese Kinder werden sowohl im G 8- wie auch im G 9 - Zug ihre Probleme haben.

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