Hollywood-Studios verklagen „Star-Trek“Fans“ Wem gehört die klingonische Sprache?

Von Markus Brauer 

Klingonisch? Gibt es so eine Sprache? Ja, und sie wird sogar gesprochen – wenn auch nur von wenigen. In den USA tobt ein Rechtsstreit: Wem gehört das Klingonische? Film-Fans oder Hollywood-Studios?

Stuttgart - Science-Fiction-Filme von Fans gibt es wie Sand am Meer. Doch nur einer ist wie „Prelude to Axanar“. Er spielt im „Star-Trek“-Universum, rund 20 Jahre bevor Captain James T. Kirk mit dem Raumschiff USS Enterprise die unendlichen Weiten des Universums durchstreift. Sie erinnern sich? „Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung fünf Jahre unterwegs ist, um fremde Galaxien zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.“


 

Mit diesen Worten beginnt jede Folge der legendären Science-Fiction-Serie „Raumschiff Enterprise“ (englisch: „Star Trek“), die 1966 bis 1969 in den USA gedreht wurde. Daraus wurde in nunmehr 50 Jahren ein faszinierendes Paralleluniversum mit zahllosen TV-Serien und Kinofilmen. Die Geschichte beginnt im 23. Jahrhundert, zu einer Zeit, als die Menschheit den Dritten Weltkrieg überlebt und sich in friedlicher Koexistenz mit außerirdischen Lebensformen zur „Vereinigten Föderation der Planeten“ zusammengeschlossen hat. Wären da nicht die Klingonen, eine humanoide Krieger-Rassen vom Planeten „Qo’noS (gesprochen: „Kronos“) mit einer langen, blutigen Geschichte. Sie sind zu dieser Sternzeit die erbittersten Feinde der Menschheit, die immer wieder Krieg gegen die Erdenbewohner führen.

Klage der „Star-Trek“-Produzenten

Science Ficition ist, wie der Name schon sagt, Wissenschafts-Fiktion. Als Literatur- und Film-Genre entwirft es Welten, die (zumeist) in der Zukunft existieren und Konstellationen des Möglichen und deren fantastische Folgen beschreiben. Reale wissenschaftliche und technische Möglichkeiten werden mit fiktionalen Ideen vermengt.

Die „Star-Trek“-Filme sind reinstes Science Fiction. Doch nun tobt um das irreale Epos ein sehr realer Streit. Die Produzenten des Fanfilms „Axanar“ sind vom Rechteinhaber der Filme, den Hollywood-Studios Paramount/CBS, wegen Copyright-Verletzungen verklagt worden. Deren Anwälte werfen „Axanar“-Produzent Alec Peters und seinem Team zahlreiche Verstöße gegen das Urheberrecht vor.

Zuvor hatten Fans mehr als eine Million Dollar gesammelt, um die Science-Fiction-Saga um eine – noch nicht erzählte – Vorgeschichte zu ergänzen. „Axanar“ spielt rund 20 Jahre vor dem ersten Auftreten des legendären Captain Kirk. Neben Figuren wie Garth von Izar und dem vulaknischen Botschafter Soval erinnern die in „Axanar“ verwendeten Uniformen, Raumschiffe, Schauplätze und Planeten stark an die Film-Vorlagen.

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