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Greenpeace-Protest in Stuttgart "Zwischen Mammut und Natur stimmt Chemie nicht!"

Von nf 

Greenpeace-Aktivisten haben am Samstag in der Stuttgarter Innenstadt vor dem Mammut-Store für giftfreie Outdoor-Kleidung protestiert. Der Grund: Die Schweizer Traditionsmarke soll giftige und krebserregende Stoffe für ihre Kleidung verwenden.

Stuttgart - Statt einem majestätischen Mammut zieren seit Samstagnachmittag skelletierte Mammute die Schaufenster des Mammut-Stores auf der Stuttgarter Königstraße. Verantwortlich dafür sind Greenpeace-Aktivisten, die am Samstag für giftfreie Outdoor-Ausrüstung portestierten.

Der Grund dafür: Die Umweltschutzorganisation Greenpeace veröffentlichte vergangenen Montag Ergebnisse eines Test, indem insbesondere die Artikel der Outdoor-Traditionsmarke Mammut auf ihre Umweltfreundlichkeit hin geprüft wurden. Das Ergebnis ist vernichtend in jeglicher Hinsicht.

In unabhängigen Laboren, so heißt es in einer Pressemitteilung von Greenpeace, seien 40-Artikel auf per- und polyfluorierten Chemikalien geprüft worden, wovon sechs Artikel der Marke Mammut gewesen seien. Der Test ergab schließlich, dass in allen der sechs getesten Artikel des Schweizer Labels giftige und krebserregende Stoffe vorgefunden wurden. So wurde etwa in Schuhen von Mammut mit Gore-Tex Perfluoroktansäure (PFOA) festgestellt. Greenpeace zufolge, ein Stoff, der im Tierversuch krebserregend sein soll.

Und das, wo Mammut doch auf seiner eigenen Homepage für "soziale Unternehmensverantwortung" und die Berücksichtigung des "ökologischen Fußabdruckes" wirbt, "damit unsere Nachfahren auch Alpinisten sein können." Alles andere als Liebe zur Natur, findet Greenpeace und startete heute mit zahlreichen Aktivisten den Protest vor dem Mammut-Store auf der Königsstraße. Die Umweltschützer plakatierten dabei aber nicht nur fast das komplette Schaufenster des Geschäftes, sondern machten auch die Passanten auf die Ergebnisse des Tests aufmerksam.

"Zwischen Mammut und der Natur stimmt die Chemie nicht. Auch das Sportmoden-Mammut wird aussterben, wenn es nicht entgiftet", sagt Tamàs Jüptner von Greenpeace Stuttgart.

 

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