Freiwilliges Soziales Jahr FSJ ist im Südwesten ein Renner

Von Nils Mayer 

Das Freiwillige Soziale Jahr wird bei jungen Erwachsenen im Land immer beliebter. Foto: dpa
Das Freiwillige Soziale Jahr wird bei jungen Erwachsenen im Land immer beliebter.Foto: dpa

Das Freiwillige Soziale Jahr wird bei jungen Erwachsenen im Land immer beliebter. In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der Teilnehmer sogar mehr als verdoppelt.

Stuttgart - Immer mehr junge Menschen im Südwesten absolvieren ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Wie das baden-württembergische Sozialministerium unserer Zeitung mitteilte, meldeten die Träger der sozialen Einrichtungen im vergangenen Jahr 12 700 Freiwillige – das ist Rekord. 2014 waren es 350 FSJ-Absolventen weniger.

Im bundesweiten Vergleich liegt Baden-Württemberg ganz vorne – zur Freude von Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD). „Ein Freiwilliges Soziales Jahr ist ein Gewinn für alle Beteiligten“, sagte sie unserer Zeitung. Die starke Zunahme in den vergangenen Jahren erkläre sie sich vor allem durch Mund-zu-Mund-Propaganda.

Seit sechs Jahren hat sich die Zahl der FSJ-Absolventen im Land mehr als verdoppelt. 2009 waren es lediglich 5750 Heranwachsende gewesen, die sich für einen gemeinnützigen Job zwischen Schule und ­­Studium oder Berufsausbildung entschieden. Die Einsatzorte beim FSJ reichen von Altenheimen, Krankenhäusern, Behindertenstätten, Kindergärten bis hin zu Kultur- oder Sportverbänden.

Träger fordern mehr Fördermittel

Das Sozialministerium fördert 6000 Stellen mit 500 Euro pro Jahr. Weil die Freiwilligenzahlen gestiegen sind, gibt es den öffentlichen Zuschuss derzeit nicht mal mehr für die Hälfte aller Stellen. Die Träger fordern daher eine Angleichung. „Unser Anliegen ist es, dass das Land die Summe erhöht“, sagte die Sprecherin des Landesarbeitskreises für das FSJ in Baden-Württemberg, Gisela Gölz.

Eine Sprecherin des Sozialministeriums wies derweil darauf hin, dass es ihrem Ressort „trotz der schwierigen Haushaltslage“ gelungen sei, die FSJ-Mittel „vollumfänglich zu erhalten“. Sparvorgaben seien an anderer Stelle umgesetzt worden: „Der FSJ-Bereich wurde bewusst davon ausgenommen.“

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