Filmkritik: „Point Break“ Es fehlt die Rivalität

Von Wolfram Hannemann 

Satte Action, wenig Tiefe: Edgar Ramírez  und ­Luke Bracey in „Point Break“ Foto: Concorde
Satte Action, wenig Tiefe: Edgar Ramírez und ­Luke Bracey in „Point Break“Foto: Concorde

Ein Polizist soll eine sportliche Bande altrustischer Räuber entlarven. Der Film lebte von der Rivalität der beiden Protagonisten (Keanu Reeves und Patrick Swayze), die in Ericson Cores Remake völlig fehlt – dafür kommen Action-Freunde voll auf ihre Kosten.

Stuttgart - Der smarte und actiongewohnte Johnny Utah (Luke Bracey) beginnt seine Probezeit beim FBI mit einem ungewöhnlichen Fall: Eine Gang raubt mittels waghalsiger Stunts Diamanten und Geld im großen Stil, um die Beute dann in bester Robin-Hood-­Manier an Bedürftige zu verteilen. Eine Gruppe von Extremsportlern um den charismatischen Bodhi (Edgar Ramírez) steht im Verdacht, die Coups durchzuführen – Utah soll die Gruppe unterwandern.

Was 1991 als „Gefährliche Brandung“ unter Regie von Kathryn Bigelow dank toller Bilder und einer packenden Geschichte zum Hit wurde, hat Ericson Core nun neu verpackt. Die gestählten, muskulösen Körper sind jetzt tätowiert, die Bilder neumodisch farbreduziert, und die Menschen haben Handys. Wurde Spannung bei Bigelow noch aus der Rivalität der beiden Protagonisten (Keanu Reeves und Patrick Swayze) entwickelt, so fehlt sie hier gänzlich. Selbst die Liebesgeschichte bleibt auf das Sexuelle ­reduziert und damit an der Oberfläche.

Adrenalintreibend indes sind die Actionsequenzen: Moto-Crossing, Snowboarding, Wingsuit-Fliegen satt – als Kombination aus atemberaubenden Stunts und visuellen ­Effekten ist das ziemlich beeindruckend inszeniert und würde auch ohne 3-D funktionieren. Weniger beeindruckend, da nicht sonderlich originell, ist die Filmmusik von Tom Holkenberg, die sich sehr an Hans Zimmers Musik zu „Inception“ orientiert.

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