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Es geht aufwärts Bibliothek bekommt dritten Fahrstuhl

Claudia Bell, vom 30.11.2011 10:51 Uhr
 Foto: Petsch
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Stuttgart - Das Warten auf den Lift hat bald ein Ende: Der Umwelt- und Technik-Ausschuss des Gemeinderats hat am Dienstag der Finanzierung eines dritten Aufzugs für die Stadtbibliothek zugestimmt.

Nur wenige Wochen nach der Eröffnung der neuen Stadtbibliothek am Mailänder Platz steht dem neuen Flaggschiff der Landeshauptstadt schon die erste große Baustelle ins Haus: Die bisweilen unzumutbare Aufzug-Situation im Haus soll nun durch die Inbetriebnahme eines dritten Lifts erheblich verbessert werden. Das hat der Gemeinderat am Dienstag mehrheitlich beschlossen und Bibliotheks-Chefin Ingrid Bussmann somit die Finanzierung der Kosten von 400 000 Euro zugesagt. Der dritte Fahrstuhl, der in dem bereits vorhandenen Schacht untergebracht werden soll, sei dringend nötig, betonte Bussmann. Immerhin sei in der vergangenen Woche bereits der 100.000. Bibliotheksbesucher gezählt worden - damit müssten das Haus und auch die Aufzüge einen Ansturm bewältigen, mit dem so vorher niemand gerechnet habe. "Wir sind ursprünglich von etwa 500 Besuchern pro Stunde ausgegangen, nun sind es zu Spitzenzeiten 600", berichtet sie. Mit 180 Fahrten pro Stunde pro Aufzug habe man kalkuliert, nun seien es 200. Weil das Tempo der Aufzüge technisch schon ausgereizt sei, könne man diese Schlagzahl keinesfalls noch erhöhen.

"Wir freuen uns riesig über die hohen Besucherzahlen, aber die Aufzugskapazität reicht dafür eben bei weitem nicht aus", so Bussmann. Jeden Tag bildeten sich lange Schlangen vor den Türen der Lifte, minutenlange Wartezeiten seien keine Seltenheit. Vor allem dann, wenn Kinderwagen mit im Spiel sind. Die neue Bibliothek sei nämlich ein ungeheuer großer Magnet für Mütter mit ihren Kindern. "Im Wilhelmspalais habe ich in all den Jahren nie so viele Kinderwagen gesehen wie hier, das ist wirklich unglaublich und macht uns sehr stolz und glücklich", berichtet die Bibliotheksleiterin. Wenn allerdings zwei Kinderwagen im Aufzug mitfahren, passen nur noch wenige zusätzliche Passagiere in die Kabine.

Bereits am Freitag solle das weitere Vorgehen besprochen werden, zum Jahreswechsel könnten dann erste Vorbereitungsmaßnahmen getroffen werden, so Bussmann. Wenn alles gut geht, dauern die Arbeiten zwei bis drei Monate. Sie sei sehr froh, dass es nun zum Ausbau des dritten Aufzugs komme. "Mir fällt ein Stein vom Herzen, dass wir dieses Problem, das ja wirklich keiner vorhersehen konnte, gelöst haben." Der dritte Lift bringe eine riesige Entlastung.

Diese Meinung teilt auch Hellmuth Aydt vom zuständigen Hochbauamt. "Ich bin froh, dass wir den dritten Aufzug bauen können, das führt ganz sicher zu einer erheblichen Entspannung", sagt er. Nun gelte es, den Aufzug rasch zu bestellen und so schnell wie möglich damit zu beginnen, die bislang zugemauerten Lift-Zugänge auf allen Stockwerken aufzubrechen. "Das ist die aufwendigste Arbeit von allen, vor allem, weil dies alles im laufenden Betrieb geschehen muss und wir die Besucher und Mitarbeiter so wenig wie möglich stören möchten." Anschließend müssten in dem bereits im Schacht vorhandenen Betriebsraum nur noch die Steuerungskabel verlegt und das Tragegerüst installiert werden. Während der Bauarbeiten soll es nach Aydts Angaben zu keinerlei Einschränkungen bei den beiden anderen Aufzügen kommen.

Kommentare (20)
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DEZ
08
08:44 Uhr, geschrieben von spötter
doch kann man
Weil das Tempo der Aufzüge technisch schon ausgereizt sei, könne man diese Schlagzahl keinesfalls noch erhöhen. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- doch kann man. wenn die aufzugsbenutzer nur den knopf für die richtung drücken würden in die sie auch wollen, könnte die geschwindigkeit um einiges hochgeschraubt werden.
DEZ
02
11:14 Uhr, geschrieben von So Net
@ 15:15 Uhr, geschrieben von auch vom Fach
Da sehen sie mal wer in Stuttgart plant, alles Profis.
DEZ
01
15:15 Uhr, geschrieben von auch vom Fach
@ 19:57 Uhr, geschrieben von Mann vom Fach
Der geschilderte Trick ist so uralt, dass er nur noch bei vollständig uninformierten Häuslesbauern funktioniert. Heutzutage wird im Festpreis das vereinbart, was man auch haben will. Diese neunmalklugen Handwerker von gestern bleiben dann auf ihren Kosten sitzen.
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