Stuttgarts Baustellen Das Gerberviertel im November 2012

SIR, 06.11.2012 07:50 Uhr
Wir halten die Baufortschritte der Stuttgarter Großbaustellen regelmäßig in Fotos fest. Heute haben wir uns das Gerber vorgenommen.

Stuttgart - Das Stadtbild von Stuttgart verändert sich, nicht nur im Zuge des Großprojekts Stuttgart 21: Ob Gerberviertel, der Neubaukomplex am Killesberg oder das neue Stadtquartier Milaneo - Bauarbeiten gehören längst zum Alltag der baden-württembergischen Landeshauptstadt.

Wir halten die Baufortschritte der Stuttgarter Großbaustellen regelmäßig in Fotos fest. Heute haben wir uns das Gerber vorgenommen - klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie.

 
 
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Kommentare (21)
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Martha Ist schon länger als 1 Jahr her
Heute: schippen Morgen Shoppen Übermorgen: Schulden
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T. Ist schon länger als 1 Jahr her
Das ist seltsam. Ich habe mir die Baugrube einmal genau angesehen: Das ganze Areal wurde einheitlich und am Stück nach unten gegraben. Ein einziges Loch. Und wo ist sie nun, die Stadtmauer? Ich bitte um Nachweise.
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Stuttgarter Ist schon länger als 1 Jahr her
Ich möchte mal ganz konkret auf Ihre Fragen eingehen. (1.) Nein, die versiffte Marienstraße war nicht „schön“. Aber sie hatte vor Jahren ein sehr gutes Einzelhandel- und Kulturangebot (Elektro, Bekleidung, zwei Innenstadtkinos), und man hätte sie durchaus „schön“ machen können,aber die CDU geführte Stadtverwaltung hat sich jahrzehntelang nicht um sie gekümmert und hat sie verrotten lassen. Wie auch die Tübinger Straße. Nun versucht man das versäumte mit einer Brachialaktion nachzuholen. Rein zufällig entsteht dort natürlich ein Megaeinkaufskomplex. Es hätte aber genauso gut kleinteiligere Stadtentwicklung stattfinden können. Gegenfrage an Sie: Was soll an einem Megakomplex attraktiver sein als an einer kleinteiligen Bebauung mit Innenhöfen, Brunnen, Passagen usw.? Sie versuchen hier zu suggerieren, es gäbe nur entweder Megakomplex oder gar nichts. (Kennen wir diese Strategie nicht irgendwie von „S21“?). ###### (2.) Zur Messe: Nein, Sie müssen sich informieren. Die Neue Messe hat tatsächlich weniger Besucherzahlen als die Messe auf dem Killesberg. Sie muss außerdem hochgradig subventioniert werden, wie jüngst von Nils Schmid bestätigt. Der Landesrechnungshof sieht zudem keinerlei Bedarf und Wirtschaftlichkeit einer Messe-Erweiterung. Der Wunsch nach Erweiterung hat nicht zwangsweise etwas mit Überlastung zu tun, aber natürlich wollen Sie uns dies weismachen. Hier sind vielmehr Prestige und politische Ideologie im Spiel, die zu einer unsäglichen Verknüpfung von Messe, Flughafen, „S21“, Filderbahnhof und der Neubaustrecke führt. Es soll eine gewisse „Alternativlosigkeit“ suggeriert werden, und dass das eine ohne das andere nicht ginge. Das Gegenteil ist aber der Fall. ###### (3.) „Im übrigen hat das dazu geführt, dass die Messebesucher mit dem gesamten Verkehr aus der Stadt gebracht werden konnten.“ - Wie edel von Ihnen! Gegenfrage an Sie: Warum möchte man dann mit „S21“ die Innenstadt noch weiter verdichten? Kann es vielleicht sein, dass dieses Argument von Ihnen nur vorgeschoben wird? ###### (4.) „Im Übrigen hat sich auch noch keiner von den Dauerjammerern zu der Parkerweiterung auf dem Killesberg geäußert. Hier wurden Bäume gepflanzt und ein Bach angelegt.“ – Ja, und es wurden Bäume abgerissen und eine ganze Reihe der heute üblichen Bauklötze dicht an dicht hochgezogen, falls das Ihrer Aufmerksamkeit entgangen sein sollte. Der Killesberg wurde verstellt und entstellt, die Straße hoch zum Killesberg gleicht mittlerweile mehr einer Betonschlucht, es gibt keinen freien Blick mehr auf die verbliebenen oberen Parkanlagen, die im übrigen so künstlich konstruiert daherkommen, dass sich dort niemand mehr wirklich wohl fühlt. ###### Höchst nachlässig und dümmlich auch, dass man dort Hochpreiswohnungen, ein Seniorenheim und ein Modezentrum errichtet, anstatt das zusammenhängende Areal und die bestehenden großen Messehallen zu nutzen, um einen zukunftsweisenden Forschungs- und Technologiepark zu errichten, der neue, dauerhafte und produktive Arbeitsplätzeschafft mit Gründerfirmen z.B. im Bereich der Umwelt- oder Biotechnik, und diesen fördert, so wie die Stadt München es seit etlichen Jahren erfolgreich in Großhadern tut. Man hat ganz offensichtlich nicht begriffen, dass die Stadt dringendst auf mehrere Standbeine gestellt werden muss, anstatt sich auf die Automobilindustrie zu konzentrieren. Wohin das führen kann, hat man vor ein paar Jahren deutlich in der Automobilkrise gesehen, als die große Angst bei uns umging: Jeder vierte bis fünfte Arbeitsplatz in der Stadt hängt von dieser Sparte ab, und damit auch der gesamte Wohlstand. ###### Stattdessen ruht man sich in Stuttgart auf seinen Lorbeeren von vorgestern aus und meint, mit einer brachialen Neubebauung und jahrzehntelangen Großbaustellen, die das Stadtbild noch weiter verzerren, und Fehlern, die man bereits vor Jahrzehnten begangen hat, „Fortschritt“ und „Zukunft“ erzwingen zu können. Hier wird „Wirtschaft“ einfach mit „Bau- und Immobilienindustrie“ gleichgesetzt. Wenn gebaut wird, dann ist Fortschritt. Und wenn man dieser Engstirnigkeit konstruktive Kritik entgegen bringt, wird man als „Dauerjammerer“ diffamiert. Dabei gibt es an alles Ecken und Enden dringenden Handlungsbedarf: Aufwertung bereits bestehender Stadtareale, Beseitigung der Zerfurchung der Stadt durch Anbindung umliegender Stadtviertel, Modernisierung leistungsstarker und flexibler Bahninfrastruktur, besseren ÖPNV, Förderung neuer Branchen, mehr Tourismus durch ein attraktiveres Stadtbild, Schaffung von Wohnraum usw. usw. – das sind gewaltige Investitions- und Konjunkturprogramme, auf die man zugunsten weiterer Klotzbebauung und unnützer Großprojekte aber gerne verzichtet. Welch lausiges, eindimensionales und kleines Weltbild unserer Stadt hier doch von ideologisch gefärbten, ewiggestrigen Bürokraten und Lobbyisten übergestülpt wird, ist untragbar und der Vielfalt, der Lebensqualität und letztlich auch dem Ruf und der Zukunft unserer Stadt abträglich. Andere Städte (Frankfurt, Leipzig) sind da wesentlich weiter, in Stuttgart fährt man jedoch mit Volldampf in die Vergangenheit.
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CDU Ex Ist schon länger als 1 Jahr her
Schon ein tolles Motto für eine Stadt, die Kinderkrippen in Containern unterbringen will.
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Pendler Ist schon länger als 1 Jahr her
Also manchmal kann ich über einige Kommentare in den StN nur noch den Kopf schütteln und verzweifeln. Alle, die jetzt auf Schuster und andere Bauplaner eindreschen, sollten sich vielleicht einmal folgende Fragen stellen: War die frühere Marienpassage inklusive der Shell-Tankstelle im komplett versifften Zustand zusammen mit der Paulinenbrücke schöner? War die Tübinger Straße vorher schöner? Wie finden sie denn die versiffte Marienstraße, in der kein Mensch einkaufen will? Und noch ein Hinweis an den Kommentator zum Thema Messe. Vielleicht sollten sie sich vorher einmal richtig informieren. Diese ist nämlich mehr als ausgelastet. Hier wird sogar über eine weitere Halle nachgedacht. Im übrigen hat das dazu geführt, dass die Messebesucher mit dem gesamten Verkehr aus der Stadt gebracht werden konnten. Mein Gott, seid doch einmal froh, wenn man IN einer Stadt etwas tut und NICHT auf der grünen Wiese. Im Übrigen hat sich auch noch keiner von den Dauerjammerern zu der Parkerweiterung auf dem Killesberg geäußert. Hier wurden Bäume gepflanzt und ein Bach angelegt. Achso, sorry, wahrscheinlich ist das etwas anderes - wie kann ich nur so naiv argumentieren - das sind die Bäume die nicht von Gutmenschen gepflanzt wurden. Übrigens, den Fernsehturm wollte damals auch keiner haben..... Und nun?
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