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Das Wetter im Januar Trotz Eistagen viel zu warm

Von Eva Funke 

Winter ade: Auf dem Kappelberg standen bereits Ende Januar die Mandelbäume in Blüte. Foto: Aldinger
Winter ade: Auf dem Kappelberg standen bereits Ende Januar die Mandelbäume in Blüte.Foto: Aldinger

Trotz des enormen Kälteeinbruchs Mitte des Monats war der vergangene Januar drei Grad zu warm. Doch der Kälteeinbruch hat verhindert, dass der Januar ganz vorne bei den wärmsten Januaren seit Beginn der Wetteraufzeichnungen am Schnarrenberg 1951 mitspielt.

Stuttgart - Durchschnittlich wurden im Januar 3,5 Grad am Schnarrenberg gemessen. Damit liegt der Monat exakt drei Grad über dem langjährigen Mittel. Das so genannte 30-jährige Mittel bezieht sich auf die Messungen von 1961 bis 1990. Erst ab dem Jahr 2020 werden die Daten auf das dann aktuelle langjährige Mittel von 19991 bis 2020 bezogen. „Festgelegt hat das die World Meteorolical Organization (WMO), die Weltorganisation für Meteorologie“, sagt Klaus Riedl vom deutschen Wetterdienst in Stuttgart. Der insgesamt zu milde Januar ist vor allem auf die letzte Monatswoche zurückzuführen: sechs Tage spielten sich die Temperaturen im zweistelligen Bereich ab. Wärmster Tag war 26. mit frühlingshaften 16 Grad.

Zwei Eistage mit Dauerfrost

Dennoch liegt der dieser Januar nur auf Platz zehn der wärmsten ersten Monate im Jahr und hat es gerade noch in die Top Ten geschafft. Rekordhalter ist der Januar 2007 mit einer Durchschnittstemperatur von 5,9 Grad. Die hätte dieser Januar auch erreichen können, wäre da nicht der acht Tage dauernde Kälteeinbruch in der Monatsmitte dazwischen gekommen: Vom 15. und 22. Januar war es sogar drei bis vier Grad kälter als sonst in einem durchschnittlichen Januar. Und am 18. Januar lag der Schnarreberg unter einer geschlossenen 5 Zentimeter dicken Schneedecke. Insgesamt hat der Monat 11 Frosttage zu bieten mit Temperaturen die mehr oder weniger lang Zeit unter dem Gefrierpunkt lagen. Zu den Frosttagen gehören auch zwei Eistage mit 24 Stunden Dauerfrost. Für Autofahrer gefährlich war das Blitzeis vom 22. auf den 23. Januar. Der kälteste Januar seit 1951 fällt in das Jahr 1963. Das ist das Jahr, in dem auch der Bodensee zugefroren war.

Außerdem war der Januar viel zu nass: Insgesamt fielen 54,3 Liter niederschlag. das sind 144,8 Prozent vom Soll. Letzteres war bereits zur Monatsmitte erreicht. „Nach dem zu trockenen Jahr 20 , braucht das die Natur“, stellt Riedl fest. Und noch ein gutes hat die Nässe: „Die Luft ist rein gewaschen. Feinstaub ist im Moment kein Thema“, sagt Riedl.Über dem Soll liegt der Januar auch was die Dauer des Sonnenscheins angeht. Mit 68,7 Stunden sind 113,7 Prozent erreicht.

Die nächsten Tage geht es laut Prognose der Experten vom Deutschen Wetterdienst in Stuttgart mild weiter. In der Nacht zum Donnerstag könnte etwas Schnee fallen. Der soll allerdings nicht mehr liegen bleiben.

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