Cuban Fury Tanze mit mir in den Morgen

Von Wolfram Hannemann 

Wer Salsa liebt, wird die Komödie „Cuban Fury“ mögen. Zumindest die Rhythmen auf der Tonspur laden förmlich zum Mittanzen ein. Alles andere hingegen läuft in dieser Komödie relativ harmlos ab und folgt bewährten Erzählmustern.

Filmkritik und Trailer zum Kinofilm "Cuban Fury"

Was ihm an Schönheit fehlt, machte Bruce durch seine Begabung als Tänzer wett: Als Schüler holt er mit seiner Schwester bei ­Salsa-Wettbewerben eine Trophäe nach der anderen. Bis er deswegen von einer Bande Halbstarker auf übelste Weise gedemütigt wird. Seither bleiben nicht nur die Tanzschuhe, sondern auch sein Selbstbewusstsein im Schrank.

» Trailer zum Kinofilm „Cuban Fury

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25 Jahre später jobbt der einsame und harmoniebedürftige Bruce (Nick Frost) als Maschinenkonstrukteur. Als er erfährt, dass die attraktive neue Chefin Julia nicht nur ledig ist, sondern auch Salsa liebt, wittert er seine Chance. Noch einmal will er sich auf die Tanzfläche wagen, um Julia so zu erobern. Doch auch sein fieser Kollege Drew hat bereits ein Auge auf die Schöne geworfen.

Wer Salsa mag, wird diesen Film lieben. Denn zumindest die Rhythmen auf der Tonspur laden förmlich zum Mittanzen ein. Alles andere hingegen läuft in dieser Komödie relativ harmlos ab und folgt bewährten Erzählmustern.

Trotzdem gibt es hin und wieder ein paar gelungene Einlagen, über die man gerne schmunzelt. Etwa wenn sich Bruce mit zwei Leidensgenossen zum wöchentlichen Golftraining trifft und man gegenseitig die neuesten Erfolge (oder besser: Misserfolge!) bei der Frauenwelt abcheckt. Oder der spektakulär choreografierte „Dance Battle“, den sich Bruce mit seinem Widersacher Drew auf einem Parkdeck liefert.

Bei diesem Tanzwettstreit gibt es sogar einen Gastauftritt von Simon Pegg („Star Trek: Into Darkness“) – der allerdings deutlich macht, woran es der Komödie fehlt. War Nick Frost bisher vor allem im Doppelpack mit Simon Pegg zu sehen („Shaun Of the Dead­“, „Hot Fuzz“), so muss er jetzt den Film alleine stemmen, was ihm nur bedingt gelingt. Zwar kann er Sympathien auf sich ziehen, doch wird man das Gefühl nicht los, dass er nur dann zur echten Hochform aufläuft, wenn er seinem Kollegen Pegg als dessen Buddy zuspielen darf.

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