BVB-Anschlag So lief die Festnahme in Tübingen ab

Von dpa/kek 

In Tübingen hat die Polizei einen Mann festgenommen. Foto: 7aktuell.de/Oskar Eyb
In Tübingen hat die Polizei einen Mann festgenommen. Foto: 7aktuell.de/Oskar Eyb

Nach Informationen unserer Zeitung war der Tatverdächtige gerade auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle in Tübingen, als ihn die Polizei fasste. Erste Hinweise zur Identität des Mannes wurden nun bekannt.

Dortmund - Die Polizei hat am Freitagmorgen einen 28 Jahre alten Tatverdächtigen im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus auf dem Unigelände Morgenstelle in Tübingen gefasst. Der Mann soll auf dem Weg zu seiner Arbeit gewesen sein. Nach Informationen unserer Zeitung soll der Mann als Elektriker beim Fernheizwerk gearbeitet haben, das sich auf dem Uniareal befindet. Bei der Universität war er aber wohl nicht angestellt. Außerdem soll der Tatverdächtige in Rottenburg in einer ruhigen Straße in einem Einfamilienhaus wohnen, bei den Nachbarn war er aber nicht bekannt.

Der Mann wollte einen Kursverlust der BVB-Aktie verursachen

Die Wohnung, in der er in Rottenburg lebte, wurde laut ihren Angaben durchsucht. Dabei seien „Kommunikationsmittel“, wobei es sich vermutlich um Handy und PC handelt, sichergestellt worden. Die gespeicherten Daten sollen nun ausgewertet werden.

Auf die Spur des Mannes kam man laut der Sprecherin durch „auffällige Aktientransaktionen“. Die Aktienscheine seien am Tag des Anschlags gekauft worden. Dazu hatte der Täter laut Bundesanwaltschaft „einen Kredit in Höhe von mehreren zehntausend Euro“ aufgenommen. Derzeit werde berechnet, was der maximale Gewinn hätte sein können. Sicher sei: Je tiefer die Aktie des Fußballvereins gefallen wäre, desto höher wäre der Gewinn für den Verdächtigen ausgefallen.

Was den Sprengstoff betrifft: Die Herkunft und Art des beim Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus verwendeten Sprengstoffs ist noch nicht ermittelt. Da laut der Sprecherin bei der Explosion der drei Sprengsätze vergangene Woche der gesamte Sprengstoff „vollständig verbraucht“ wurde, seien die Untersuchungen „etwas komplexer und etwas aufwendiger“. Man müsse nun „über Umwege“ herausfinden, um welche Art Spregstoff es sich gehandelt hat. Die Kriminaltechniker müssten zum Beispiel Bodenproben untersuchen.

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