Bonatz-Bau Stuttgarter Konzern reißt Nordflügel ab

Von Michael Isenberg 

 Foto: Hörner
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Auftrag für Wolff & Müller - Mittelständler baut auch Technikgebäude des Tiefbahnhofs.

Stuttgart - Kurz nach dem positiven Gerichtsurteil zum Abbruch der Seitenflügel hat die Bahn am Donnerstag den Auftrag zum Abbruchauftrag des Nordflügels erteilt. Den Zuschlag erhält mit Wolff&Müller eine Firma aus Stuttgart. Die Bauarbeiter könnten schon im Sommer anrücken.

Die Bahn drückt aufs Tempo: Wenige Stunden, nachdem das Landgericht Stuttgart am Donnerstag die Urheberrechtsklage abgewiesen und damit den Abbruch der Seitenflügel des Hauptbahnhofs für zulässig erklärt hat, hat die Bahn das erste Signal zum Abriss gegeben.

Als erstes werden die Bagger am Nordflügel des Bontaz-Baus ansetzen. Den heiklen Auftrag, der mit dem Neubau eines Technikgebäudes für den Tiefbahnhof von Stuttgart21 unter dem Kurt-Georg-Kiesinger-Platz verbunden ist, übernimmt der Stuttgarter Baukonzern Wolff&Müller. Entsprechende Informationen dieser Zeitung bestätigt am Freitag der Sprecher des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm: "Diese Bauleistungen sind am Donnerstagmittag nach der Urteilsverkündung des Landgerichts vergeben worden", sagt Wolfgang Drexler.

Inhaltliche Details zu dem ersten großen Bauauftrag für Stuttgart21 nannte Drexler nicht. Auch das Bauunternehmen, dessen Mitarbeiter "sehr erfreut" auf den Zuschlag nach europaweiten Ausschreibung reagierten, will sich offiziell erst in der kommenden Woche äußern. Dann sollte auch die zentrale Frage, wann der Abbruch des Nordflügels beginnt, muss noch einige Tage warten.

Drexlers Kommunikationsbüro hat bisher nebulös erklärt, der Abbruch werde "in der zweiten Jahreshälfte" stattfinden. Nun könnte es gut sein, dass die ersten Bauarbeiter schon im Sommer anrücken. Die Schließfachanlage der Post im Nordflügel wird zur Jahresmitte aufgegeben; dem Pächter des kostenpflichtigen Parkplatzes am Nordausgang mit 111 Stellplätzen ist von der Stadt zur Jahresmitte gekündigt worden.

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