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Bonatz-Bau Stuttgarter Konzern reißt Nordflügel ab

Michael Isenberg, vom 21.05.2010 18:50 Uhr
 Foto: Hörner
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Stuttgart - Kurz nach dem positiven Gerichtsurteil zum Abbruch der Seitenflügel hat die Bahn am Donnerstag den Auftrag zum Abbruchauftrag des Nordflügels erteilt. Den Zuschlag erhält mit Wolff&Müller eine Firma aus Stuttgart. Die Bauarbeiter könnten schon im Sommer anrücken.

Die Bahn drückt aufs Tempo: Wenige Stunden, nachdem das Landgericht Stuttgart am Donnerstag die Urheberrechtsklage abgewiesen und damit den Abbruch der Seitenflügel des Hauptbahnhofs für zulässig erklärt hat, hat die Bahn das erste Signal zum Abriss gegeben.

Als erstes werden die Bagger am Nordflügel des Bontaz-Baus ansetzen. Den heiklen Auftrag, der mit dem Neubau eines Technikgebäudes für den Tiefbahnhof von Stuttgart21 unter dem Kurt-Georg-Kiesinger-Platz verbunden ist, übernimmt der Stuttgarter Baukonzern Wolff&Müller. Entsprechende Informationen dieser Zeitung bestätigt am Freitag der Sprecher des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm: "Diese Bauleistungen sind am Donnerstagmittag nach der Urteilsverkündung des Landgerichts vergeben worden", sagt Wolfgang Drexler.

Inhaltliche Details zu dem ersten großen Bauauftrag für Stuttgart21 nannte Drexler nicht. Auch das Bauunternehmen, dessen Mitarbeiter "sehr erfreut" auf den Zuschlag nach europaweiten Ausschreibung reagierten, will sich offiziell erst in der kommenden Woche äußern. Dann sollte auch die zentrale Frage, wann der Abbruch des Nordflügels beginnt, muss noch einige Tage warten.

Drexlers Kommunikationsbüro hat bisher nebulös erklärt, der Abbruch werde "in der zweiten Jahreshälfte" stattfinden. Nun könnte es gut sein, dass die ersten Bauarbeiter schon im Sommer anrücken. Die Schließfachanlage der Post im Nordflügel wird zur Jahresmitte aufgegeben; dem Pächter des kostenpflichtigen Parkplatzes am Nordausgang mit 111 Stellplätzen ist von der Stadt zur Jahresmitte gekündigt worden.

Kommentare (31)
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JUL
13
14:58 Uhr, geschrieben von Anonymer Benutzer
Tatsachen schaffen
Hehe, jetzt, da schon der Stern oder die TAZ kritisch über S21 berichten und auch Gutachten S21 eher Kontraproduktivität bescheinigen muss die Bahn jetzt schnell unwiederkehrbare Tatsachen schaffen. Was das wohl an Schadensersatz werden wird, sollte Dübbers mit seiner Klage doch noch recht bekommen. Dann steht die Bahn da mit einem verstümmelten Bahnhof, den sie eigentlich garnicht erst abreißen durften. Wenigstens bis zum Urteil des Urheberrechtsstreits hätte die Bahn warten müssen!
JUN
02
12:41 Uhr, geschrieben von Anonymer Benutzer
Hoppla, ein ganzer Sack Eigentore!
"Sollte S21 erst einmal unumkehrbar sein, wird es aber schnell vorbei sein mit der Bauvergabe an Stuttgarter Firmen - dann kommen wegen des Preisdrucks die billigen osteuropäischen Firmen oder Arbeiter zum Zug. Wolff & Müller haben garantiert nicht das günstigste Angebot vorgelegt - eine rein strategisch-politische Entscheidung." Und ich dachte immer, Ihrer Ansicht nach erledigt sich S21 sowieso in den nächsten Wochen völlig von selbst. Und dann auch das ausgesprochene Pech, dass Nicht nur deutsche oder Baden-Württembergische Firmen zum Einsatz kommen - nein Stuttgarter Firmen. Dumm gelaufen, da helfen auch die verquersten Konstruktionen nichts mehr. Im Vorfeld hieß es ja von Ihrer Seite immerzu, es würden sowieso nur osteuropäische Zwangsarbeiterfirmen zum Zuge kommen, jetzt, da sich das nicht bewahrheitet, handelt sich natürlich nur um eine ganz teuflische Strategie der S21- Macher. :-D
MAI
28
23:16 Uhr, geschrieben von Stuttgarter
Strategische Entscheidung - Künftig dann keine Stuttgarter Firmen mehr involviert.
Sollte S21 erst einmal unumkehrbar sein, wird es aber schnell vorbei sein mit der Bauvergabe an Stuttgarter Firmen - dann kommen wegen des Preisdrucks die billigen osteuropäischen Firmen oder Arbeiter zum Zug. Wolff & Müller haben garantiert nicht das günstigste Angebot vorgelegt - eine rein strategisch-politische Entscheidung.
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