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Bezirksbeirat Mitte Planetarium soll im Schlossgarten bleiben

Sybille Neth, vom 26.01.2012 12:30 Uhr
Das Planetarium soll an seinem alten Standort im Schlossgarten bleiben. Foto: Phillip Weingand
Das Planetarium soll an seinem alten Standort im Schlossgarten bleiben. Foto: Phillip Weingand

S-Mitte - Der Bezirksbeirat Mitte hat sich am Montagabend einstimmig dafür ausgesprochen, dass das Planetarium an seinem alten Standort im Schlossgarten bleibt. Die Verwaltung wird in dem entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion gebeten, bei den Überlegungen für einen neuen Standort des Planetariums dem Schlossgarten den „absoluten Vorrang“ zu geben.

Das in die Jahre gekommene Planetarium muss saniert werden. Im zurückliegenden Doppelhaushaushalt sind dafür bereits 2,7 Millionen Euro vorgesehen. Auch an seinem bestehenden Standort könnte es wieder in Schuss gebracht werden, betont die SPD-Fraktion. Der Bezirk sei nicht gewillt, eine der touristischen Hauptattraktionen aus dem Zentrum zu entlassen. „Touristen suchen zunächst im Zentrum einer Stadt nach Sehenswürdigkeiten. So ist ein anderer Standort nicht nachvollziehbar“, heißt es in dem Antrag.

Diskutiert wird seit längerem, das Planetarium in das geplante Wissens- und Erlebniszentrum an der Mercedesstraße in Bad Cannstatt zu verlegen. Dies führt nach Ansicht der SPD zu einer Qualitätsminderung. Neben der notwendigen Modernisierung des Planetariums ist auch die Großbaustelle für Stuttgart 21 bisher ein Argument derer, die das Planetarium verlegen wollen. Zwar sei sicher gestellt, dass trotz der Baustelle der Standort gesichert ist, betont Uwe Stuckenbrock, der Leiter des Amts für Stadtplanung. Aber eine Baustelle statt eines Parks sei natürlich weit weniger attraktiv. sne

Kommentare (3)
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JAN
31
17:18 Uhr, geschrieben von kavuron
langfristig denken!
Sehr geehrter stadtverwalter, sobald der sogenannte NeckarPARK(!) zu einer Umgebung geworden ist, die der im Namen enthaltenen Bezeichnung gerecht wird, nämlich einem Park, ließe sich darüber streiten, ob ein neues Planetarium an diesem neuen Standort gebaut werden soll. Sicherlich werden die Bauarbeiten zu S21 nicht nur bis zum Jahr 2019 andauern, von der Neugestaltung des angrenzenden Parks und dem langsamen Wachstum ganz abgesehen, aber anschließend wird sich das heutige Planetarium in unmittelbarer Nähe einer DER wichtigsten Haltestellen der Stadt befinden. Diese infrastrukturelle Anbindung müsste in Cannstatt erst mühevoll geschaffen werden. Sicherlich werden die Jahre der Bauphase dem Planetarium nicht zuträglich sein, aber ich sehe in der "Zeit danach"
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JAN
26
23:58 Uhr, geschrieben von stadtverwalter
@ nachbar eisenbeiß
Werter Eisenbeiß, Sie können davon ausgehen, dass die Stadtverwaltung unterhalb der politischen Ebene sehr wohl das wahre Ausmaß dieser Baustelle einzuschätzen vermag. Wenn das Planetarium dort bleibt, also nur wenige Meter von der S21-Baustelle entfernt, dann wird von dem gewohnten Sternhäusle und seinen über 100000 Besuchern im Jahr nicht mehr viel übrig bleiben. Wer das Planetarium im Schlossgarten halten will, muss es entweder für 10+ Jahre schließen und konservieren oder einen höheren Zuschussbedarf aufgrund gesunkender Einnahmen in Kauf nehmen. Das klingt wie die Wahl zwischen Pest und Cholera. Angesichts dieser Alternativen ist der Neckarpark vielleicht doch die bessere Wahl.
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JAN
26
14:02 Uhr, geschrieben von Nachbar Eisenbeiß
Ach...
"Zwar sei sicher gestellt, dass trotz der Baustelle der Standort gesichert ist, betont Uwe Stuckenbrock, der Leiter des Amts für Stadtplanung. Aber eine Baustelle statt eines Parks sei natürlich weit weniger attraktiv." ----------- Auf der Verwaltungsebene scheint man wohl doch -realistischerweise- eher von ein paar Jahrzehnten, denn von "lediglich" sieben Jahren Großbaustelle auszugehen!
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