ANZEIGE - Wein der Woche Ein Rosé für den Winter

SIR, 02.12.2013 08:00 Uhr

Stuttgart - Jetzt ist es gerade einmal Dezember und schon kommt das Thema Rosé wieder dahergeritten? Verwunderung ist hier allenfalls am Platz, wenn man Rosé etwas eindimensional als reinen Sommerwein einstuft; eigentlich spricht aber gar nichts dafür; und vor Umkehrschlüssen sollte man sich ohnehin hüten: Denn nur weil Roséweine mit ihrer oft sehr jugendlichen Frische und anregenden Frucht hervorragend in einen lauschigen Augustabend passen, disqualifizieren sie sich mit diesen Eigenschaften noch lange nicht für die kalte Jahreszeit. Vielmehr sollte man darauf achten, wie und wo und sicher auch wozu man einen Rosé in der frostigen Jahreszeit genießt. Das „Wie“ ist schon mal klar: zunächst einmal kalt, aber sicher nicht im Freien, denn man sollte sich beim Weintrinken grundsätzlich wohl fühlen. Stellen Sie sich doch einmal einen zugigen Platz am Eingang eines Weinkellers vor, draußen herrschen Minusgrade, ständig geht die Tür auf, die Füße eiskalt … da hilft wirklich nur noch Glühwein! In der warmen Stube und bei guter Stimmung ist man dann schon wieder etwas besser dabei.

Wein der Woche - KW 6 from Genusswelten on Vimeo.

Die Frage, zu welchen Gerichten man im Winter Rosé trinken könnte, klingt einerseits diffizil, weil die „Rosé-Anlässe“ scheinbar wegfallen: Gartenparty, Terrassen-Plausch, Barbecue – andererseits können wir das hier leider nicht als Argument gelten lassen, schließlich passt Rosé wunderbar zu allen möglichen Vorspeisen, zu zartem Gemüse, zu Meeresfrüchten, Fisch, hellen Risotto-Tellern, Pizza, und wenn die Pasta-Sauce nicht allzu deftig ist, geht’s auch prima zu mediterranen Nudelgerichten – das sollte doch schon mal reichen! Zum Schluss noch ein Tipp: Auch wenn viele dieser Gerichte aus dem Mittelmeerraum stammen, neben all den südfranzösischen, apulischen, spanischen oder sonst welchen Roséweinen aus dem Süden (nichts für ungut!), gibt es besonders bei uns in Württemberg richtig gute roséfarbene Tropfen mit Saft und Kraft, die – ganz nebenbei gesagt – auch mal eine prima Abwechslung zum heimischen Schiller-Denkmal sein können.

 
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