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Armut, Krankheit, Überschuldung, Existenzsorgen – das sind Schlüsselworte, wenn zu Spenden aufgerufen wird. Das gilt auch für die Spendenaktion unserer Zeitung, der Aktion Weihnachten.

Armut, Krankheit, Überschuldung, Existenzsorgen – das sind Schlüsselworte, wenn zu Spenden aufgerufen wird. Das gilt auch für die Spendenaktion unserer Zeitung, der Aktion Weihnachten. Denn diese Begriffe beschreiben die prekäre Lebenssituation vieler Menschen in dieser äußerlich oft glänzenden Stadt. Ihre Zahl hat während der Pandemie noch zugenommen. Auch das zählt zu den Langzeitfolgen von Corona.

Das soll jedoch kein Leid- sondern ausdrücklich ein Leitartikel sein, der das Thema Bedürftigkeit auch von einer anderen Seite beleuchtet: von der Seite der Menschen, die bereit sind, sich zu engagieren. Und die dabei die Erfahrung machen, wie viel man selbst davon hat, wenn man hilfsbedürftigen Menschen beiseite steht. Helfen macht Freude. Das ist eine der prägenden und nachhaltigen Erfahrungen der gemeinnützigen Benefizaktion unserer Zeitung, die es nun bereits seit 50 Jahren gibt.

Die Aktion Weihnachten mit ihrem bewusst lokal ausgerichteten Hilfsansatz, ist in dieser Zeit zu einer Stuttgarter Institution geworden. Das war nur möglich, weil so viele Leserinnen und Leser diesen Ansatz und diese Erfahrung teilen – dass es nämlich eine Freude ist, hier in Stuttgart gemeinsam mit Partnern wie Caritas oder Evangelischer Gesellschaft im Kleinen etwas Positives zu bewirken.

Mehr als zehn Millionen Euro in 50 Jahren

Und dieses Kleine zusammengenommen, ergibt wiederum etwas Großes. Die Spendensumme, die seit der Gründung der Aktion Weihnachten zusammen- und bedürftigen Menschen zugute gekommen ist, liegt inzwischen bei mehr als zehn Millionen Euro. Das hat in Stuttgart in gutem Sinne Spuren hinterlassen, wie wir aus zahlreichen Rückmeldungen wissen. Manches, wie zuletzt eine Rollstuhlschaukel für die Nikolauspflege, wäre nicht möglich geworden, viele persönliche Notlagen von älteren, aber auch von jüngeren Menschen wären nicht abgemildert worden.

Insofern ist die Aktion Weihnachten immer auch eine Aktion Freude – an der sich übrigens viele prominente Akteure beteiligen. Stellvertretend für sie sei in diesem Jahr Roman Novitzky genannt, Choreograph und Erster Solist des weltberühmten Stuttgarter Balletts. Künftig wird er auch dessen Hausfotograf sein. Im Jubiläumsjahr stellt er der Aktion Weihnachten erneut eine Auswahl seiner großartigen Ballettfotografien zur Verfügung. Sie können ebenso käuflich erworben werden, wie die im Vergleich zu den grazilen Tänzerinnen und Tänzern klobigen, aber kultigen Männle aus der Kreativwerkstatt des Behindertenzentrums. Beides dient dem guten Zweck und beides bringt Freude.