Aktion Weihnachten 2018 Auch nachts müssen die Söhne inhalieren

Von Viola Volland 

Wenn plötzlich die Luft weg bleibt. Auch die Kinder von Familie A. haben Asthma. Foto: dpa
Wenn plötzlich die Luft weg bleibt. Auch die Kinder von Familie A. haben Asthma. Foto: dpa

Alle drei Kinder der Familie A. leiden an Asthma. Bei der 16-jährigen Tochter hat sich die Krankheit abgemildert, aber die beiden Söhne leiden unter Atemnot und Husten. Besonders schlimm sind die Nächte.

Stuttgart - Am schlimmsten seien die Winternächte, sagt Frau A. Gerade litten ihre zwei und zwölf Jahre alten Söhne wieder besonders unter Atemnot und Hustenattacken. Sie hat drei Kinder, alle haben Asthma. Bei der 16-Jährigen habe es sich aber zum Glück abgeschwächt. Besonders stark sei der Zweijährige betroffen. Er übergebe sich ­regelmäßig bei den Hustenattacken.

Seit er zwei Monate alt ist geht das so. An schlimmen Tagen inhaliert sie mit ihm alle vier, sonst alle sechs Stunden, sagt die ­40-Jährige. Nachts stellt sie sich den Wecker für die Inhalation. Auch der Zwölfjährige brauche regelmäßig nachts das Gerät, das sich die Brüder teilen. Gerade erst habe er mal wieder eine Woche zu Hause bleiben müssen. „Gott sei Dank ist er ein guter Schüler, trotz der vielen Fehlstunden“, meint sie.

Mutter leidet unter den Nächten

Bei den älteren Kindern ist eine Hausstauballergie diagnostiziert worden, beim Jüngsten vermutet die Ärztin die gleiche Ursache für die Attacken. Noch haben sie den Test bei ihm aber nicht machen lassen. „Ich putze schon so viel ich kann“, sagt Frau A., an deren Kräfte die durchwachten Nächte gehen. Seit der dritten Schwangerschaft hat sie Bluthochdruck, die Schlaflosigkeit tue ihr nicht gut. Ihr Mann kann sie nicht entlasten. Er ist Arbeiter im Schichtdienst.

Die Ärztin hat der Familie empfohlen, für die Söhne Allergiematratzen und Bettwäsche für Allergiker zu kaufen. Doch der Verdienst des Mannes reicht gerade aus, um die fünfköpfige Familie zu ernähren und die Miete zu bezahlen. Frau A. arbeitet nicht, sie war früher Verkäuferin. Der Zweijährige hat noch keinen Kita-Platz, er steht auf der Warteliste. Frau A. hofft, dass ihr der Wiedereinstieg gelingt, wenn er in den Kindergarten geht. Die Aktion Weihnachten unterstützt den Kauf der Matratzen.

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