Mit Vorlage: Putzplan erstellen – Diese Tipps helfen gegen das Chaos

Putzplan erstellen: Vorlage für Familien, WGs, Paare...
Rawpixel.com/Shutterstock.comPutzplan: Was ist das und wofür braucht man das?
Ein Putzplan ist im Prinzip wie ein Stundenplan in der Schule. In ihm werden alle Tätigkeiten festgehalten, die im Haushalt anfallen. Außerdem wird festgelegt, wann diese Tätigkeiten erledigt werden sollen und von wem.
Sinnvoll ist ein Putzplan für Wohngemeinschaften oder Familien, damit die Arbeit nicht immer an den gleichen Personen hängen bleibt. Oft passiert es auch, dass sich niemand zuständig fühlt und Dinge dann so lange unerledigt bleiben, bis sie wirklich viel Arbeit machen – obwohl sie andernfalls eine Sache von 5 Minuten gewesen wären.
Beispiel? Wenn festgelegt wird, dass der Backofen in der WG alle 2 Wochen von einem anderen Mitbewohner gereinigt wird, geht die Reinigung viel schneller, als wenn sich nach 2 Monaten endlich jemand bereit erklärt, sich um all die eingebrannten Krusten und Fettflecken zu kümmern…
„Ordentlicher sein“ oder „Jeden Tag aufräumen“ steht wohl zum Jahreswechsel bei so manchen Menschen auf der Liste der guten Vorsätze. Doch ohne konkreten Plan und ohne Struktur fällt es oft schwer, diese Ziele umzusetzen. Deswegen kann es hilfreich sein, einen Putzplan zu erstellen. Ganz egal ob der Putzplan für die WG, für Paare, für Familien oder für Sie alleine gedacht ist: Eine Übersicht der Aufgaben und Zuständigkeiten schafft Klarheit. So fällt es leichter, jeden Tag etwas zu erledigen und „das bisschen Haushalt“ macht sich wirklich fast wie von allein.
Putzplan erstellen: So gehen Sie vor
Es kann verschiedene Methoden geben, einen Putzplan zu erstellen. Leben Sie in einer WG, mit einem Partner oder einer Partnerin oder mehreren Familienmitgliedern zusammen, gibt es mehr Faktoren zu berücksichtigen als in einem Single-Haushalt.
Folgende Punkte gibt es zu berücksichtigen, wenn Sie einen Putzplan erstellen:
1. Aufgaben festlegen
Erstellen Sie erst einmal eine Liste mit allen Aufgaben, die in Ihrem Haushalt anfallen. Dabei können Sie gedanklich (oder auch tatsächlich) durch die einzelnen Räume wandern und alles aufschreiben, was erledigt werden muss – ganz egal, ob diese Dinge täglich oder bloß einmal im Jahr getan werden müssen. Bedenken Sie dabei beispielsweise auch Aufgaben wie:
2. Aufgaben gliedern
Legen Sie nun eine Liste mit verschiedenen Zeiträumen an. Empfehlenswert sind zum Beispiel:
Sie können natürlich weitere Zeiträume hinzufügen.
Ordnen Sie dann alle Aufgaben aus dem 1. Schritt diesen Zeiträumen zu. Welche Aufgaben müssen täglich erledigt werden? Welche Aufgaben sind einmal pro Monat dran und welche werden nur alle 6 Monate fällig?
Wenn Sie alleine leben sind Sie an dieser Stelle prinzipiell fertig mit Ihrem Putzplan: Sie haben sich eine Übersicht über alle Aufgaben verschafft und festgelegt, wann und wie oft Sie diese erledigen wollen. Zur besseren Übersicht können Sie alle Aufgaben in eine Vorlage eintragen und beispielsweise die wöchentlichen Aufgaben auf verschiedene Wochentage verteilen. So erledigen Sie jeden Tag ein bisschen was anstatt den gesamten Haushalt an einem einzelnen Tag auf Vordermann bringen zu müssen.
3. Terminpläne und Arbeitszeiten checken
Notieren Sie, wann wer zuhause ist: Wie lange sind die Mitbewohner in der Uni? Welche Arbeitszeiten haben Sie und Ihr Partner? Wann kommen die Kinder aus der Schule? Wenn Sie wissen, dass ein Mitbewohner mehrmals pro Woche erst spät nach Hause kommt, können Sie dies in Ihrem Putzplan berücksichtigen und dieser Person Tage zuordnen, an denen sie früher daheim ist. Denn der Putzplan sollte nicht als Strafe oder Zwang gesehen werden. Planen Sie realistisch und rücksichtsvoll.

Putzplan erstellen für Paare, Familien, WGs...
WAYHOME studio/Shutterstock.com4. Kompetenzen und Einschränkungen überprüfen
Dieser Punkt ist besonders wichtig, wenn Kinder in den Putzplan einbezogen werden sollen. Fragen Sie sich, welche Punkte die Kleinen schon selbst übernehmen können – am besten ohne, dass ein Elternteil nachbessern muss. Möchten Sie Ihre Kinder mehr als bisher in den Haushalt einbeziehen, stellen Sie sicher, dass Sie ihnen die Aufgaben vorher zeigen und erklären. Das vermeidet Frust und Ärger auf beiden Seiten.
Nehmen Sie auch Rücksicht auf körperliche Einschränkungen oder Allergien. Wer beim Staubwischen Atemnot bekommt oder beim Fensterputz im Frühjahr unter Heuschnupfen leidet, sollte besser für andere Aufgaben eingeteilt werden.
5. Spezielle Vorlieben bei der Hausarbeit
Manche Menschen haben bei der Hausarbeit klare Vorlieben. Während der eine beim Bügeln regelrecht entspannen kann, putzt der andere lieber die Fenster, weil schnell sichtbare Erfolge zu sehen sind. Warum sollten Sie das nicht berücksichtigen, wenn Sie einen Putzplan erstellen? Bringen Sie in Erfahrung, ob ein WG- oder Familienmitglied bestimmte Vorlieben hat und fragen Sie, ob derjenige bereit ist, diese Aufgabe dauerhaft zu übernehmen, wenn dafür andere Aufgaben wegfallen.
6. Gerechte Verteilung der Aufgaben
Verteilen Sie die Aufgaben so, dass es von allen als gerecht empfunden wird. Dafür können Sie zum Beispiel schätzen, wie lange man für eine Aufgabe braucht. In einer WG ist es meist fair, wenn die Aufgaben so verteilt werden, dass alle etwa gleich viel Zeitaufwand haben.
Eine gerechte Verteilung kann aber auch bedeuten: Ein Partner, der weniger arbeitet, übernimmt etwas mehr Aufgaben im Haushalt. Oder die Eltern übernehmen etwas mehr Aufgaben als die Kinder, weil es ihnen leichter fällt. Fühlt sich jemand auf Dauer ungerecht behandelt, führt das zu Stress und Ärger.
7. Rollendes oder festes System festlegen
Zum Schluss können Sie noch überlegen, ob Sie Ihren Putzplan nach dem Rotationsprinzip erstellen oder jedem Beteiligten feste Aufgaben zuweisen. Bei einem rotierenden System würde im Laufe der Zeit jeder mal jede Aufgabe übernehmen.

Einen Putzplan zu erstellen spart viel Zeit und Arbeit.
ratmaner / shutterstock.comVorlage Putzplan: Was wie oft erledigen?
Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die verschiedenen Aufgaben im Haushalt, die regelmäßig auf Ihrem Reinigungsplan stehen sollten. Sie können sich an unseren zeitlichen Angaben orientieren, wenn Sie Ihren eigenen Putzplan erstellen. Bedenken Sie aber, dass jeder Haushalt und jede Familie andere Ansprüche und andere Voraussetzungen mitbringt. In einem Ein-Personen-Haushalt muss weniger häufig Wäsche gewaschen werden, während in einer Familie mit Haustier eventuell häufiger Staub gesaugt werden muss.
Tägliche Aufgaben
Wöchentlich
Monatlich
Vierteljährlich
Halbjährlich
Putzplan: Vorlage und Merkblatt zum Ausdrucken
In diesem Merklbatt zum Ausdrucken finden Sie eine Übersicht über die unterschiedlichen Tätigkeiten im Haushalt und wann was wie oft erledigt werden sollte. Das Merkblatt können Sie hier als PDF aufrufen, herunterladen und ausdrucken.

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Stuttgarter ZeitungDie leere Vorlage können Sie hier als PDF aufrufen, herunterladen und ausdrucken.

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