VfB Stuttgart
: „Fatales Zeichen“ – Wehrle kritisiert FIFA-Plan zum Teilverkauf der WM

Der Plan der FIFA, Anteile der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, stößt in der Fußballwelt auf breite Ablehnung – auch beim VfB Stuttgart.
Von
Philip Kearney
Stuttgart
26.07.26 VfB Stuttgart MGV 2026: 26.07.26 VfB Stuttgart MGV 2026 Deutschland, Stuttgart, 26.07.2026, Fussball, Bundesliga, Saison 2026/2027, VfB Stuttgart Mitgliederversammlung 2026: VfB Vorstand Alexander Wehrle. *** July 26, 2026 VfB Stuttgart General Members Meeting 2026 Germany, Stuttgart, July 26, 2026, Soccer, Bundesliga, 20262027 Season, VfB Stuttgart General Members Meeting 2026, VfB Executive Board Member Alexander Wehrle

Alexander Wehrle hat beim Thema Verkauf von WM-Anteilen eine klare Meinung (Archivbild).

IMAGO/Pressefoto Rudel/Holger Strehlow
  • FIFA plant den Verkauf von WM-Anteilen an private Investoren – breite Ablehnung folgt.
  • UEFA und später auch der DFB lehnten den Plan ab, danach bezog der VfB Stuttgart Stellung.
  • VfB-Chef Alexander Wehrle unterstützt den Widerstand gegen einen „Ausverkauf der Weltmeisterschaft“.
  • Aus seiner Sicht fehlt ein erkennbarer Finanzbedarf der FIFA zum Wohle des Weltfußballs.
  • Wehrle kritisiert Alleingänge von Gianni Infantino und fordert die Einbindung zentraler Gremien.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der am Dienstag bekannt gewordene Plan der FIFA, Anteile der Weltmeisterschaft an private Investoren verkaufen zu wollen, ist in der Fußballwelt auf breite Ablehnung – in Teilen gar auf Empörung – gestoßen. Nachdem sich unmittelbar nach Bekanntgabe des Plans die UEFA und später auch der DFB gegen Investoren bei der WM ausgesprochen hatten, hat sich nun auch der VfB Stuttgart in Person von Alexander Wehrle entschieden gegen das Vorhaben von FIFA-Präsident Gianni Infantino positioniert.

In einer Vereinsmitteilung sagt der VfB-Vorstandsvorsitzende: „Wir schließen uns der von der UEFA und von DFB-Präsident Bernd Neuendorf geäußerten, ablehnenden Haltung zu den Plänen der FIFA-Spitze an und unterstützen den entschiedenen Widerstand der Fußball-Familie gegen einen Ausverkauf der Weltmeisterschaft.“ Der Grund? Laut Wehrle sei ein dringender Investitions- und damit Finanzbedarf auf FIFA-Ebene zum Wohle des Weltfußballs nicht erkennbar.

Wehrle: „Alleingänge müssen enden“

Der VfB-Vorstandsvorsitzende ist daher überzeugt: „Es wäre ein fatales Zeichen, die Kommerzialisierung des Fußballs in diese Richtung zu treiben, ohne dass dafür auch nur annähernd ein gemeinsames, sinnvolles Ziel zu erkennen ist.“

Sauer stößt Wehrle auch die Vorgehensweise der FIFA-Spitze um Infantino auf. Zentrale Gremien und Stakeholder seien in keiner Weise in die Pläne eingebunden worden, so der Vorwurf des VfB-Chefs – der nun fordert: „Die Alleingänge des FIFA-Präsidenten und seiner Vertrauten müssen enden, bevor der Weltverband die Akzeptanz des Fußballs auf der ganzen Welt gefährdet.“