Projekt in Ludwigsburg
: Wissen über Steillagen-Bau wird nach Frankreich exportiert

Ein deutsch-französisches Kooperationsprojekt greift den Bau von Trockenmauern und den Wiederaufbau von Weinberghütten in den Steillagen auf – theoretisch wie praktisch.
Von
Andreas Hennings
Ludwigsburg
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Foto: Gemeinsam für den Weinbau (von links): Thierry Saulnier, Leiter des Gartenamts der Partnerstadt Montbéliard, Bürgermeister Sebastian Mannl, Katharina Hofmann, Leiterin der Abteilung Grünflächen und Ökologie, Dolmetscherin Adeline Schurer, Bernd Wenger, Planung und Neubau öffentliches Grün im Fachbereich Tiefbau und Grünflächen, sowie Elmar Kunz, stellvertretender Geschäftsführer im Eigenbetrieb Tourismus und Events.

Gemeinsam für den Weinbau (von links): Thierry Saulnier, Leiter des Gartenamts Montbéliards, Bürgermeister Sebastian Mannl, Katharina Hofmann, Leiterin der Abteilung Grünflächen und Ökologie, Dolmetscherin Adeline Schurer, Bernd Wenger, Planung und Neubau öffentliches Grün im Fachbereich Tiefbau und Grünflächen, sowie Elmar Kunz, stellvertretender Geschäftsführer im Eigenbetrieb Tourismus und Events.

Stadt Ludwigsburg
  • Deutsch-französisches Projekt: Ludwigsburg und Montbéliard arbeiten im Weinbau zusammen.
  • Fokus sind Trockenmauern und der Wiederaufbau von Weinberghütten in Steillagen.
  • Vier Junggärtner aus Montbéliard lernten Trockenmauerbau und setzten ihn vor Ort um.
  • Hütten sollen Weinausschank in Hoheneck und kleine Kulturveranstaltungen ermöglichen.
  • Gefördert vom Deutsch-Französischen Bürgerfonds, umgesetzt vom Deutsch-Französischen Jugendwerk.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

„Gemeinsam für den Weinbau“ lautet der Titel eines aktuellen Kooperationsprojekts zwischen der Stadt Ludwigsburg und der französischen Partnerstadt Montbéliard, an dem auch lokale Winzer beteiligt sind. Laut Mitteilung der Stadtverwaltung Ludwigsburg ist ein interkultureller und interdisziplinärer Austausch mit praktischen Arbeiten im Weinberg Ziel des Projekts. Dabei werden die besondere Bedeutung der Ludwigsburger Weinbergsteillagen für die Natur und die lokale Kultur thematisiert. Zuletzt waren dafür vier Junggärtner aus dem Gartenamt Montbéliards zu Gast in Ludwigsburg.

Mit Mitarbeitenden von den Technischen Diensten Ludwigsburg (TDL) haben sie bei einem Workshop eine Einführung in die Grundlagen und Techniken des traditionellen Trockenmauerbaus erhalten. Das neue Wissen konnten sie vor Ort direkt in die Praxis umsetzen. Außerdem stand der Wiederaufbau von halbverfallenen und zugewucherten Weinberghütten auf dem Programm. Diese sollen künftig einen temporären Weinausschank für Weingärtner aus Hoheneck ermöglichen und als Örtlichkeit für kleine Kulturveranstaltungen in Verbindung mit Wein und Landwirtschaft dienen.

„Die terrassierten Weinbergsteillagen sind ein prägendes Element unserer Kulturlandschaft“, betont Bürgermeister Sebastian Mannl. „Mit dem Workshop wollten wir traditionelles handwerkliches Wissen generationsübergreifend weitergeben und insbesondere junge Menschen für das Handwerk und den Erhalt dieser Kulturlandschaft begeistern. Neben den fachlichen Themen kam auch der kollegiale Austausch zwischen den Mitarbeitenden der Partnerstädte nicht zu kurz.“

Partnerschaft besteht seit 76 Jahren

Die Städtepartnerschaft zwischen Ludwigsburg und Montbéliard besteht bereits seit 1950. Der Austausch im Grünflächenbereich zwischen den beiden Städten hat ebenfalls Tradition. Häufig wurden gemeinsam saisonale, vorwiegend pflanzliche Gestaltungen umgesetzt, zum Beispiel in Ludwigsburg die Sommer- und Winterdekorationen auf der Sternkreuzung. Auch dauerhafte Projekte, wie der Klanggarten auf der Rathaustiefgarage, die Sanierung einer historischen Allee am Monrepos oder die Pflanzung einer Streuobstwiese in Eglosheim wurden gemeinsam realisiert.

Das Projekt in den Weinbergsteillagen wird vom seit 2020 bestehenden Deutsch-Französischen Bürgerfonds gefördert. Dieser berät, vernetzt und finanziert Projekte, die die deutsch-französische Freundschaft und Europa in der Breite der Bevölkerung erlebbar machen. Er fördert eine Vielzahl an Formaten und Themen, ist niedrigschwellig und steht allen Akteuren der Zivilgesellschaft offen. Er wird vom Deutsch-Französischen Jugendwerk umgesetzt und zu gleichen Teilen von der deutschen und der französischen Regierung finanziert.