Hausmittel gegen Völlegefühl
: Zu viel gegessen – Was tun?

Bauchschmerzen, Magendruck, Übelkeit: Alles Symptome dafür, dass Sie zu viel gegessen haben. Wir haben Tipps, was Sie gegen das Völlegefühl tun können.
Von
Katrin Klingschat
Stuttgart
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Was tun, wenn man zu viel gegessen hat?

Dean Drobot/Shutterstock

Vor allem rund um Weihnachten und Silvester kennen viele das Problem: Nach dem Essen verspürt man Bauchschmerzen und vielleicht sogar etwas Übelkeit. Man hat einfach zu viel gegessen. Klar, das Festtagsmenü war lecker, aber jetzt setzt das Unwohlsein ein. Was kann man dagegen unternehmen?

Was hilft gegen das Völlegefühl?

  • Machen Sie einen Spaziergang. Das tut der Verdauung gut und trägt zum Wohlbefinden bei.
  • Geben Sie sich selbst eine Bauchmassage. Legen Sie sich dazu am besten flach auf den Rücken und kreisen Sie mit leichtem Druck mit der flachen Hand im Uhrzeigersinn über Ihren Bauch. Auch das regt die Verdauung an.
  • Verzichten Sie auf Getränke mit Kohlensäure. Diese können zu Blähungen und Magenschmerzen führen und das Völlegefühl verstärken.
  • Verzichten Sie ebenfalls auf den „Verdauungsschnaps“. Alkohol erschwert eher die Verdauung. Der Mythos geht darauf zurück, dass die Bitterstoffe im Getränk die Magenschleimhaut und damit die Vorverdauung anregen sollen. Wer diesen Effekt haben möchte, sollte nach dem Essen lieber zu Espresso greifen statt zu Schnaps.
  • Trinken Sie einen Kräutertee, beispielsweise mit Fenchel, Anis, Kümmel, Ingwer oder Pfefferminze. Diese haben krampflösende Wirkungen und können somit Magenschmerzen und Blähungen lindern. Fenchel-Anis-Kümmel-Tee können Sie auch online bestellen (ANZEIGE)
  • Ziehen Sie bequeme Kleidung an, wenn die Hose kneift. Das entspannt und fördert das Wohlbefinden.
  • Um ein übermäßiges Völlegefühl zu vermeiden, essen Sie langsam und kauen Sie sorgfältig. Vor allem sehr fetthaltige und süße Speisen können schnell zu einem Völlegefühl führen. Achten Sie daher auch an Feiertagen oder anderen besonderen Anlässen auf eine ausgewogene Ernährung.

    Wenn es nach dem Völlegefühl zu Verstopfungen kommt, helfen die oben genannten Tipps ebenso. Trinken Sie viel stilles Wasser und Tee, um den Darminhalt zu bewegen. Auch Spaziergänge, andere leichte Bewegung oder leichte Bauchmassagen können helfen.

    Zu viel gegessen: Symptome im Überblick

    Wer zu viel gegessen hat, spürt dies meist schnell durch folgende Beschwerden:

  • Völlegefühl, Magendruck, Bauchschmerzen
  • Sodbrennen
  • Übelkeit
  • Bauchkrämpfe
  • Blähungen
  • Aufstoßen
  • Weil für die Verdauung vermehrt Blut benötigt wird, steht anderen Organen weniger Sauerstoff aus dem Blut zur Verfügung: Wir fühlen uns schnell müde und schlapp.

    Zu viel gegessen – Was tun, um nicht zuzunehmen?

    Keine Sorge: Wer an einem Tag oder über ein Wochenende mal zu viel gegessen hat, nimmt nicht automatisch zu. Natürlich wird die Waage ein paar Tage lang etwas mehr anzeigen. Wenn man sich aber anschließend wieder ausgewogen ernährt und regelmäßig bewegt, sind diese Pfunde auch schnell wieder verschwunden.

    Wer dennoch Sorge hat, zuzunehmen, kann am Tag nach der „Völlerei“ bewusst etwas kürzertreten. Komplett fasten sollten Sie ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt nicht, schließlich benötigt Ihr Körper dennoch Nährstoffe und Energie.

    Um den Vortag auszugleichen, können Sie beispielsweise eine leichte Gemüsesuppe zu sich nehmen. Komplexe Kohlenhydrate in Vollkornprodukten regen außerdem die Verdauung an. Außerdem ist es wichtig, ausreichend Wasser und/ oder ungesüßten Tee zu trinken. Auch Bewegung fördert die Verdauung und hilft, nicht zuzunehmen, wenn man mal zu viel gegessen hat. Legen Sie eine Sporteinheit oder einen längeren Spaziergang ein.

    Gefährlich: Kann der Bauch platzen, wenn man zu viel isst?

    Manchmal hat man es beim Essen so übertrieben, dass man das Gefühl hat, der Bauch platzt gleich. Aber kann das wirklich passieren?

    Ja, tatsächlich kann der Magen reißen, wenn man zu viel isst – und das kann dann sogar lebensbedrohlich sein. Das passiert allerdings sehr selten, da man sich in der Regel vorher übergeben muss. Ein unangenehmer, aber sinnvoller Schutzmechanismus eines gesunden Magens. Wenn ein Magen reißt, denn sind die Ursachen meistens Magengeschwüre, Magenkrebs, Verletzungen durch Magenspiegelungen oder andere Gründe, die jedenfalls nicht mit einem Völlegefühl zusammenhängen.