Geschwollene Beine: Wassereinlagerungen bei Hitze: Was hilft?

Wassereinlagerungen in den Beinen bei Hitze: Was hilft?
dpaGeschwollene Gliedmaßen sind oft eine Reaktion des Körpers auf hohe Temperaturen. Aber nicht nur im Sommer werden Beine, Füße und Hände dick. Langes Stehen oder Sitzen kann ebenso zu den sogenannten Wassereinlagerungen führen, ebenso wie hormonelle Schwankungen, eine Schilddrüsenunterfunktion, die Einnahme bestimmter Medikamente oder ein hoher Salzkonsum.
Frauen sind oft anfälliger für Wasser in den Füßen und anderen Körperteilen, weil sie meist ein schwächeres Bindegewebe haben. Ebenso häufiger betroffen sind Schwangere, Übergewichtige oder Personen, die zu wenig trinken.
Wassereinlagerungen loswerden: So klappt‘s
Beherzigen Sie diese Tipps, können Sie sich eventuell selbst unkompliziert in kurzer Zeit helfen und das Wasser in den Füßen ist bald Geschichte:
Halten die Wassereinlagerungen länger an oder möchten Sie diesen effektiv vorbeugen, können Sie auch auf Entwässerungstabletten oder Kompressionsstrümpfe zurückgreifen. Besprechen Sie diese Maßnahmen aber mit Ihrem Arzt oder Apotheker oder in einem Sanitätshaus, da es wichtig ist, eine Behandlung zu finden, die auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist.
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Warum kommt es zu Wassereinlagerungen bei Hitze?
Wassereinlagerungen sind Ansammlungen von wässriger Flüssigkeit im Körpergewebe. Der menschliche Körper besteht zu einem Großteil aus Wasser: innerhalb und außerhalb der Zellen, in Muskeln, Organen und sogar Knochen. Im Blut hilft es, Nährstoffe und Sauerstoff zu transportieren. Der Körper setzt auf ein komplexes hormonelles System, um das Flüssigkeitsvolumen konstant zu halten. Ungleichgewichte in diesem System können zu Wassereinlagerungen führen.
Die Kapillaren sind kleine Blutgefäße, die ständig Flüssigkeiten an das umliegende Gewebe abgeben, um Zellen zu versorgen. Anschließend nehmen die Kapillaren die Flüssigkeit auch wieder auf. Ändert sich der Druck in den Venen oder die Kapillarwände werden undicht, kann es passieren, dass zu viel Flüssigkeit in das Gewebe gelangt und nicht mehr von den Gefäßen abtransportiert werden kann.
Ist es besonders warm, weiten sich die Blutgefäße und der Druck ändert sich. Dadurch wird Flüssigkeit in das umliegende Gewebe gepresst und die Wassereinlagerungen entstehen. Die Schwerkraft sorgt dafür, dass meist Beine, Knöchel und Füße von Schwellungen betroffen sind, aber auch die Hände oder andere Körperteile können anschwellen. Medizinisch werden diese Schwellungen auch als „Ödeme“ bezeichnet. Durch sie kommt es nicht selten auch zur Gewichtszunahme bei Hitze – sobald die Temperaturen sinken, sollte sich auch das Gewicht wieder reduzieren.
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Wassereinlagerungen bei Hitze in der Schwangerschaft rühren auch daher, dass das ungeborene Baby auf die Beckengefäße drückt. Dadurch verlangsamt sich der Rückfluss des Bluts und es kommt zu Wassereinlagerungen. Darüber hinaus steigt die Blutmenge bei Schwangeren und die Blutgefäße werden elastischer.
Sind Wassereinlagerungen gefährlich?
Wasser in den Beinen oder Füßen ist, gerade bei heißem Wetter, meistens unproblematisch. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn die Schwellungen besonders plötzlich oder intensiv auftreten, sehr lange anhalten oder schmerzen. Auch wenn die geschwollenen Gliedmaßen sich heiß oder kalt anfühlen, sich rötlich oder bläulich verfärben, oder Symptome wie Fieber, Bewusstseinsstörungen oder Atemnot hinzukommen, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Auch wenn nur ein Bein anschwillt, ist ein Gang zum Arzt unerlässlich. Diese Zeichen könnten auf Thrombose, Herz- oder Nierenprobleme hindeuten.
Bei Wasseransammlungen im Bauch oder im Gesicht liegt die Ursache oft im Lymphsystem. Dies sollte mit einem Arzt abgeklärt werden.