WM 2026 in Kanada, Mexiko und USA
: WM-Bilanz des DFB: 9,4 Millionen Miese

Das frühe WM-Aus kostet den DFB voraussichtlich 9,4 Millionen Euro. Weitere Belastungen durch den Trainerwechsel sind in der bisherigen Kalkulation noch nicht enthalten.
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red/sid
Frankfurt am Main
WM 2026 - DFB in Frankfurt: 03.07.2026, Hessen, Frankfurt am Main: Ein Mannschaftsbus mit der Aufschrift "Unsere Zukunft für Deutschland" steht vor dem DFB. Laut übereinstimmenden Medienberichten tritt J. Nagelsmann nach dem Aus der deutschen Mannschaft im Sechzehntelfinale bei der Fußball-Weltmeisterschaft als Bundestrainer zurück. Foto: Florian Wiegand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Mannschaftsbus mit der Aufschrift "Unsere Zukunft für Deutschland" steht vor dem DFB. Die WM 2026 in Nordamerika war für den DFB auch finanziell ein Turnier zum Vergessen (Symbolfoto).

Florian Wiegand/dpa
  • DFB rechnet mit einem WM-Minus von 9,4 Mio. Euro nach dem Aus im Sechzehntelfinale.
  • Prämien wären erst ab dem Achtelfinale fällig gewesen – erst das Finale hätte Plus gebracht.
  • Abfindungen für Nagelsmann und Team sowie mögliche Ablösen sind noch nicht eingerechnet.
  • Gehalt für Jürgen Klopp und sein Team fließt in neue Kalkulation ein, Ziel bleibt Break-even.
  • Einnahmen hängen vom Erfolg der Nationalmannschaft ab, Projekte sind bei Bedarf skalierbar.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Keine Prämien für die früh gescheiterten Profis, dennoch ein WM-Minus von 9,4 Millionen Euro: Die Endrunde in Nordamerika war für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auch finanziell ein Turnier zum Vergessen. Schatzmeister Stephan Grunwald hat den Sonderposten in der Bilanz allerdings mit Weitsicht konservativ geplant. Das Aus im Sechzehntelfinale war die Grundlage seiner Berechnungen.

„Ich habe die Aufgabe, so zu planen, dass auch im schlechten Falle niemand in Panik ausbrechen muss“, sagte Grunwald im kicker: „Sportliche Prämien hätte es erst ab dem Achtelfinale gegeben. Ins Plus wären wir erst ab dem Finale gekommen. Das Defizit liegt bei geplanten 9,4 Millionen Euro, wobei wir das Ist-Ergebnis aus Abrechnungsgründen final erst im Herbst benennen können.“

Die Trennung von Bundestrainer Julian Nagelsmann und seinen Assistenten (angeblich 6,8 Millionen Euro an Abfindungen) als Folge des blamablen Scheiterns gegen Paraguay ist in dem dicken Minus allerdings noch nicht einkalkuliert: „In dieser Rechnung sind Sondereffekte nicht inkludiert, also Abfindungen für unsere bisherigen Trainer oder mögliche Ablösen für neue“, erläuterte Grunwald.

DFB setzt auf Klopp-Effekt

In seine Kalkulationen muss Grunwald nun noch das Gehalt für den designierten neuen Bundestrainer Jürgen Klopp, sein Team sowie mögliche Ablösen einbeziehen. Ins Minus soll der Verbandsetat dennoch nicht rutschen. „Unsere Hochrechnung nach der Sommerpause wird zeigen, wie sich der Trainerwechsel auswirkt“, äußerte Grunwald: „Der Gesamthaushalt ist auf ein Break-Even ausgelegt, da wir im Verband die Möglichkeit haben, Projekte bei Bedarf herunterzufahren bzw. zu skalieren."

Trotz dieser Variabilität ist der neue Bundestrainer auch mit Blick auf die Finanzen gefordert. Schließlich hängen die Einnahmen durch Sponsorengelder vom Erfolg der Nationalmannschaft ab. „Die wirtschaftliche Stabilität des DFB ist und bleibt davon abhängig, ob die Herren-Nationalmannschaft sportlich erfolgreich ist“ sagte Grunwald: „Wir müssen jetzt kurzfristig sicherstellen und den Fokus darauf lenken, dass wir wieder sportlich erfolgreich werden. Dass uns das gelingt, darauf vertrauen die Fans, aber natürlich auch unsere Partner.“