VfB Stuttgart im DFB-Pokal
: Millionen sehen den Pokalkrimi des VfB

Das Stuttgarter Spiel zieht im Free-TV großes Interesse auf sich – was dem VfB aber keine Zusatz-Einnahmen bringt. Durch Prämien und mögliche Heimspiele ist der Pokal dennoch lukrativ.
Von
David Scheu
Stuttgart
  • Kurz vor Mitternacht konnte der VfB in Braunschweig jubeln – viele TV-Zuschauer waren dabei.

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  • Vor Anpfiff der Partie zeigten beide Fanlager, was sie sich ausgedacht hatten für die Pokalpartie. Die Heimkurve zeigte eine Choreo nebst Pyroshow.

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  • Auch die Stuttgarter hatten Pyrotechnik im Gepäck, dazu zeigte man eine riesige „Pokalsieger“-Zaunfahne.

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  • Schnell fiel das erste Tor – für Braunschweig. In der 8. Minute beförderte Sven Köhler den Ball ins Netz.

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  • Doch der Ausgleich lies nicht lange auf sich warte: Nur vier Minuten später, in der 12. Minute, schoss Ermedin Demirović (links) den VfB zum 1:1.

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  • Zur Pause in Braunschweig ging die Eintracht mit einem 1:1 gegen Titelverteidiger VfB Stuttgart in die Kabine.

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  • In der 60. Minute dann die Führung für den VfB.

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  • Und wieder beförderte Ermedin Demirović den Ball ins Tor.

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  • Doch der VfB konnte sein Führung nicht lange halten: In der 77. Minute schoss Fabio Di Michele Sanchez den Ausgleich für Braunschweig. Und in der 85. Minute folgte von ihm direkt das dritte Tor. Es stand 3:2 für den Gastgeber.

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  • Doch auch dieser Spielstand sollte sich nicht lange halten: In der 89. Minute erzielte Nick Woltemade das 3:3 für den VfB.

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  • Damit ging es in die Verlängerung in Braunschweig.

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  • Zwei Minuten lief die Verlängerung, da fiel ein unglückliches Eigentor von Sanoussy Ba (Eintracht Braunschweig), das den VfB zum 4:3 führte.

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  • Doch damit war das Spiel nicht entschieden: In der 105. Minute haute Christian Conteh den Ball am chancenlosen Nübel vorbei in die Maschen.

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  • Am Ende ging es ins Elfmeterschießen.

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  • Nach 20 Elfmetern musste sich dann Braunschweig geschlagen geben. Sieg für den VfB Stuttgart.

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Das Eintracht-Stadion in Braunschweig war mit 20.865 Zuschauern nicht ganz ausverkauft, vor den Bildschirmen aber zog das Gastspiel des VfB Stuttgart im DFB-Pokal großes Interesse auf sich. 4,13 Millionen Zuschauer verfolgten am Dienstag die Live-Übertragung des Erstrunden-Siegs des Bundesligisten nach Elfmeterschießen, was der ARD die beste Quote aller Sender zur Primetime an diesem Abend bescherte: Auf fast jedem vierten Gerät lief das VfB-Spiel, das einen Marktanteil von 22,9 Prozent verzeichnete.

Damit lag die Zuschauerzahl zwar einerseits noch merklich unter jener beim Finalsieg im Pokal gegen Arminia Bielefeld vor drei Monaten (7,6 Millionen), andererseits aber auch deutlich über den Werten des Bundesliga-Auftakts beim Bezahlsender Sky. Insgesamt 0,95 Millionen Zuschauer verfolgten die Übertragung der fünf Einzelspiele am vergangenen Samstagnachmittag, worunter auch jenes des VfB bei Union Berlin war.

Einnahmen durch DFB-Prämien und mögliche Heimspiele

Obwohl die Reichweite im frei empfangbaren Fernsehen also verhältnismäßig eine große war und der VfB der ARD gute Quoten einbrachte, haben die Stuttgarter keinen finanziellen Vorteil dadurch. Schon seit 2014 werden die Erlöse aus den Free-TV-Spielen im DFB-Pokal nicht mehr an die beiden beteiligten Vereine ausgeschüttet, sondern landen zur Wahrung der Chancengleichheit im Prämientopf des DFB für alle 64 Mannschaften.

Hier erhält der VfB für den Einzug in die zweite Runde 423.772 Euro. Im weiteren Verlauf des Wettbewerbs steigen die Prämien dann merklich an für den Einzug ins Achtelfinale (0,8 Millionen), ins Viertelfinale (1,7 Millionen) und ins Halbfinale (3,4 Millionen). Der unterlegene Finalist erhält schließlich noch 2,9 Millionen, der Finalsieger 4,3 Millionen.

Hinzu kommen Zuschauer-Einnahmen, die sich bei voller Auslastung der Stuttgarter MHP-Arena im niedrigen bis mittleren einstelligen Millionenbereich bewegen – im Pokal allerdings zwischen den beiden Vereinen aufgeteilt werden. Ob die Stuttgarter in der zweiten Runde am 28. oder 29. Oktober vor eigenem Publikum antreten, entscheidet sich bei der Auslosung am kommenden Sonntag um 19 Uhr in der ARD.

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