Stürmer des VfB Stuttgart
: Undav über den Schiedsrichter: „Ich mag den eh nicht!“

Tobias Welz steht nach dem 2:1-Sieg des Pokalsiegers gegen den SC Freiburg in der Kritik – und der VfB-Angreifer spricht dabei Klartext.
Von
Carlos Ubina
Stuttgart
  • Der VfB-Stürmer Deniz Undav versteht nicht jede Entscheidung von Tobias Welz und kritisiert den Schiedsrichter nach dem Abpfiff deutlich.

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  • Vor Beginn des Spiels zündete die Stuttgarter Kurve massiv Pyrotechnik.

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  • Beim von Freiburg besetzten Auswärtsblock wurde derweil eine Choreografie vorbereitet.

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  • Die Partie begann zunächst verhalten, beide Teams agierten vorsichtig und ließen kaum gefährliche Szenen im Strafraum zu.

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  • Mit zunehmender Spieldauer gewann das Spiel jedoch an Intensität,...

    Baumann/Volker Mueller
  • ...was sich auch in mehreren Unterbrechungen und Verwarnungen durch den Schiedsrichter widerspiegelte.

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  • Durch einen Standard erarbeiteten sich die Freiburger schließlich die Führung.

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  • Jubel beim SC Freiburg.

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  • Der VfB wirkte nach dem Tor kurzzeitig verunsichert, steigerte sich aber vor allem in der Schlussphase der ersten Halbzeit.

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  • Und an die Leistung vom Ende des ersten Durchgangs knüpfte der VfB zum Start der zweiten Halbzeit an.

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  • In der 70. Minute dann der Ausgleich für die Hausherren.

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  • Deniz Undav beförderte die Kugel in das Tor der Freiburger.

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  • Es gab noch einige Torchancen für Stuttgarter, sie bestimmten das Spiel, doch am Ende ging es in die Verlängerung.

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  • In der Verlängerung ging es weiter mit den zahlreichen Torchancen für die Hausherren, doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor.

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  • In der 119. Minute dann endlich der erlösende Treffer für den VfB: Tiago Tomás schießt die Stuttgarter ins Pokalfinale.

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Als Tobias Welz nach Mitternacht die MHP-Arena verließ, da beherrschte der Schiedsrichter aus Wiesbaden noch lange die Diskussionen – auf beiden Seiten. Sowohl der SC Freiburg kritisierte die Leistung des Unparteiischen als auch ein Spieler des VfB Stuttgart. Deniz Undav sprach Klartext. „Einen krasseren Fehler, glaube ich, kannst du nicht machen als Schiedsrichter. Gut für uns natürlich, aber das darfst du nie und nimmer wegpfeifen“, sagte der Fußballprofi des Titelverteidigers nach dem hoch spannenden 2:1-Halbfinalerfolg nach Verlängerung im DFB-Pokal.

Welz hatte den Freiburgern zu Beginn der Verlängerung ein Tor von Nicolas Höler aberkannt (91.). Noch bevor der Ball über die Linie rollte, pfiff der Unparteiische die Szene ab. Der Video-Assistent hatte somit keine Möglichkeit zum Eingreifen. Welz wollte ein Foul von Höler an VfB-Verteidiger Jeff Chabot erkannt haben. Unbegreiflich für die Gäste aus dem Breisgau, glücklich für die Gastgeber, denn es blieb beim 1:1.

Tiago Tomas erzielte schließlich kurz vor dem Abpfiff den Siegtreffer für die Stuttgarter – und Undav, dem zuvor der Ausgleich gelungen war, trug sein Herz wieder einmal auf der Zunge. „Ich bin auch unzufrieden mit dem Schiedsrichter. Ich glaube, dass er das Spiel nicht richtig gut kontrollieren konnte. Er hat zu viele Gelbe Karten gegeben. Am Anfang hat er vor allem irgendwelche Fouls gepfiffen, die keine Fouls waren.“ Nach 17 Minuten hatte Welz bereits vier Gelbe Karten verteilt, was den Pokalkampf aber nicht beruhigte.

Nach dem Abpfiff kochten die Emotionen weiter. Und Undav bemerkte: „Ich mag den eh nicht! Wir hatten schon einmal ein Problem. Er hat uns schon einmal gepfiffen, da war das genau das gleiche. Wenn man nicht mal mit dem Schiedsrichter reden kann.“ Der 29-Jährige erzählte weiter, dass Welz auf dem Platz jegliche Kommunikation sofort unterbunden hatte. „Er hat einen direkt angeschrien. Man wollte ihm sagen: ,Entspann dich mal. Du kannst nicht jeden Kontakt pfeifen und nicht jedes Foul ist eine Gelbe Karte.’ Aber er hat das nicht zugelassen.“ Der Grund sei jedoch nicht Arroganz, sondern ein Schutzmechanismus. So ließ der 48-jährige Schiedsrichter beim Landesduell nicht nur das Fingerspitzengefühl vermissen, sondern beeinflusste die Begegnung stark – für jeden Schiedsrichter ein schlechtes Zeugnis.

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