Einzelkritik zum VfB Stuttgart
: Zauberhafter Tiago Tomas – unsere Noten für die VfB-Profis

Der VfB Stuttgart hat im Halbfinale des DFB-Pokals 2:1 nach Verlängerung gegen den SC Freiburg gespielt. Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten VfB-Spieler bewertet.
Von
Carlos Ubina und Jochen Klingovsky
Stuttgart
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  • Der VfB-Stürmer Tiago Tomas setzt sich gegen den Freiburger Philipp Lienhart durch. Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis mit einer detaillierten Einzelkritik und vergibt pro Spieler eine Note.

    AFP/THOMAS KIENZLE
  • Alexander Nübel (Note 3): Der VfB-Torhüter war beim Gegentor chancenlos – und hatte ansonsten kaum etwas zu halten. Stattdessen war Alexander Nübel vor allem als Aufbauspieler gefragt, was nicht immer funktionierte. Manche seiner langen Bälle landeten im Aus, viele beim Gegner, wenige bei seinen Offensivkollegen. Die Taktik, das Mittelfeld mit Pässen von Nübel zu überbrücken, ging nur bedingt auf.

    Pressefoto Baumann
  • Ramon Hendriks (Note 2,5): Der Defensivallrounder besetzte diesmal die rechte Position in der Dreierkette. Nach hinten ließ Ramon Hendriks mit seiner körperlichen Präsenz in den Zweikämpfen und seinem Einsatzwillen nur wenig zu, allerdings gelang es ihm nicht, offensive Akzente zu setzen und den neben ihm spielenden Jamie Leweling wirkungsvoll zu unterstützen. Er wurde nach 98 Minuten erschöpft ausgewechselt.

    Pressefoto Baumann
  • Jeff Chabot (Note 1,5): Der Innenverteidiger war nicht nur der beste Zweikämpfer des VfB, er klärte auch viele Szenen per Fuß oder Kopf und stets mit vollem Einsatz. Jefdf Chabot hielt die Abwehr, die nur wenige Chancen zuließ, herausragend zusammen – und war klar einer der stärksten VfB-Akteure.

    Pressefoto Baumann
  • Maximilian Mittelstädt (Note 2,5): Der Linksverteidiger zeigte nach hinten keine Schwächen, klärte viele Bälle, stabilisierte die Abwehr. So wirkungsvoll Mittelstädt in der Defensive war, so blass blieb er allerdings im Spiel nach vorne. Von ihm ging kaum eine gefährliche Angriffsaktion aus.

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  • Atakan Karazor (Note 3): Der VfB-Kapitän zeigte im defensiven Mittelfeld die gewohnte Zweikampfstärke, Kopfballqualität und Übersicht. Allerdings gelang es ihm nicht, im Spiel nach vorne gefährliche Momente zu kreieren.

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  • Angelo Stiller (Note 3): Der Regisseur versuchte wie immer, das Spiel zu ordnen, was ihm mit zunehmender Spieldauer immer besser gelang. Angelo Stiller vergab in der zweiten Hälfte die bis dahin beste Chance des VfB und erzielte ein Abseitstor. Allerdings leistete er sich vor allem in der ersten Hälfte auch ungewohnte Schwächen. Der Mittelfeldmann spielte viel zu viele Fehlpässe. Sein größter Schnitzer war eine Rückgabe von der Mittellinie, die nicht bei Keeper Alexander Nübel landete, sondern im Tor-Aus, was bitter bestraft wurde: Der daraus resultierende Eckball führte zum 0:1-Rückstand.

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  • Jamie Leweling (Note 3): Hatte weite Wege auf dem rechten Flügel zu gehen. Das kostete Kraft und auch Offensivpower. Jamie Leweling hatte nur wenige Szenen nach vorne. Sein Linksschuss ging allerdings knapp vorbei (44.). Kam nach dem Wechsel gut rein und brachte sein Tempo im Angriff ein. Kämpfte verbissen.

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  • Deniz Undav (Note 2): Gab den ersten Schuss ab (7.) und fiel danach durch einen Rempler auf (14.). Dafür gab es ernste Worte von Schiedsrichter Tobias Welz. Ansonsten versuchte sich Deniz Undav zunächst als Passgeber. Dennoch tat sich ihm die Möglichkeit zum Ausgleich auf – der Volleyschuss wurde geblockt (45.+3). Dann kam er trotz – dem Undav-Moment. Überlegt und präzise erzielte er das 1:1 (70.). Fast gelang ihm das Gleiche noch einmal (89.). Und der Angreifer scheiterte an Freiburgs Keeper Florian Müller (90.+4). Kurz vor dem Abpfiff war Dienstschluss für ihn (118.).

    Pressefoto Baumann
  • Nikolas Nartey (Note 4,5): Der Mittelfeldmann besetzte die Position hinter den Spitzen, fiel – abgesehen von einem schönen Solo (32.) – im Spiel nach vorne aber nicht groß auf. Im Fokus stand Nikolas Nartey dagegen im eigenen Strafraum. Statt den Ball zu klären, verlängerte er per Kopf die Freiburger Ecke, die dann zum 0:1 führte. Der Däne hatte schon weitaus bessere Auftritte im VfB-Trikot und wurde in der 63. Minute ausgewechselt.

    Pressefoto Baumann
  • Chris Führich (Note 2,5): Zu Beginn das Schwungrad auf der linken Seite. Immer wenn Chris Führich den Ball erhielt, zog er das Tempo an. Doch die Energie ließ nach 20 Minuten etwas nach. Vergab nach dem Seitenwechsel gleich eine gute Möglichkeit (48.). Anschließend war mit seinen Tempodribblings wieder da. Scheiterte in der Nachspielzeit an SC-Torwart Florian Müller. Und dann traf er nach Supersprint in der Verlängerung nur den Pfosten (96.)

    Pressefoto Baumann
  • Ermedin Demirovic (Note 4): Anfangs kam der Mittelstürmer nicht richtig in Position. Die meisten Pässe auf ihn stammten von seinem Kumpel Deniz Undav – wie bei seiner Ausgleichschance (40.). Meist war der VfB-Angreifer bei SC-Verteidiger Matthias Ginter gut aufgehoben. Ließ sich dann fallen und leitete einige Konter ein. Zur Verlängerung wurde er ausgewechselt.

    Pressefoto Baumann
  • Bilal El Khannouss (Note 1,5): Der Techniker wurde für Nikolas Nartey eingewechselt, um mit einer Idee die Wende einzuläuten (63.). Und Bilal El Khannouss lieferte die Vorarbeit zum 1:1 durch Deniz Undav (70.). Der Mittelfeldspieler blieb mit seinen Aktionen ein Unruheherd. Seine Einwechslung veränderte das Stuttgarter Spiel. Brachte den Ball nach Doppelpass nicht am SC-Schlussmann Florian Müller vorbei (103.).

    Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Tiago Tomas (Note 1,5): Der Stürmer kam zu Beginn der Verlängerung für Ermedin Demirovic, machte einige Bälle fest und war gut ins Passspiel eingebunden. Gefahr ging zunächst nicht von ihm aus – bis zu seinem Traumtor kurz vor Schluss. Tiago Tomas traf per Hacke und schoss den VfB ins Finale nach Berlin.

    Pressefoto Baumann/Volker Mueller
  • Luca Jaquez (Note 3): Kam für den entkräfteten Ramon Hendriks in der Verlängerung (98.). Fügte sich auf seiner Abwehrseite sofort ein. Luca Jaquez ließ sich dann in den Zweikämpfen nicht aus der Ruhe bringen.

    Pressefoto Baumann
  • Badredine Bouanani: Wurde in der 118. eingewechselt und nicht mehr bewertet.

    Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Josha Vagnoman: Wurde in der 118. eingewechselt und nicht mehr bewertet.

    Pressefoto Baumann
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Der VfB Stuttgart lief im Halbfinale des DFB-Pokals gegen den SC Freiburg auf. Dabei hat die Mannschaft von Sebastian Hoeneß mit 2:1 nach Verlängerung gewonnen. Im Endspiel am 23. Mai gibt es nun im Berliner Olympiastadion die Begegnung mit dem FC Bayern München (Liveticker).

Dramatischer ging es nicht im Landesduell um die Final-Teilnahme. Die Freiburger gingen in Führung, ehe Deniz Undav überlegt und Tiago Tomas zauberhaft trafen.

Alle Noten für die Weiß-Roten | Das Bundesliga-Livecenter

Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.

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