Angelo Stiller vom VfB Stuttgart
: Im Detail: So begründet Julian Nagelsmann die Nicht-Nominierung

Wieder nicht dabei! Angelo Stiller ist abermals nicht für die DFB-Elf nominiert worden. Das sagt der Bundestrainer im Detail zu.
Von
Marco Seliger
Stuttgart
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Bild aus vergangenen Tagen: Julian Nagelsmann gibt Angelo Stiller Anweisungen, hier im Oktober 2024.

IMAGO/ANP

Die WM-Chancen von Angelo Stiller sind nach Bekanntgabe der Kader-Nominierung von Julian Nagelsmann für die beiden Testspiele Ende März nochmals gesunken – zumal die Äußerungen des Bundestrainers mit dem Blick auf den Mittelfeldmann des VfB Stuttgart kaum noch Hoffnung machen.

Auf der Pressekonferenz im DFB-Campus am Donnerstagmittag redete der Coach zunächst über die „Krux“, die er allgemein habe: „14 bis 15 Spieler spielen zu 95 Prozent der Partien.“ Dann gebe es einige Profis, die bei einer WM keine Einsatzminute kriegen – auch diese Rolle aber müsse, so Nagelsmann weiter, bei einem großen Turnier mit „maximalem Leben gefüllt sein. Jeder Spieler hat Charakterzüge und ist geschaffen für gewisse Positionen und Rollen.“

Julian Nagelsmann setzt nicht auf Angelo Stiller

Er habe mit Stiller telefoniert, berichtete Nagelsmann weiter. Auf seiner Position im zentralen Mittelfeld sehe er Aleksandar Pavlović (FC Bayern) vorne. Da Stiller also kein Kandidat für die Startelf sei, habe er sich dazu entschieden, „die Kaderplätze dahinter anders zu besetzen“.

In der Mittelfeldzentrale setzt Nagelsmann vor allem auf Leon Goretzka, Pavlovic (beide FC Bayern) und Felix Nmecha (Borussia Dortmund). Zudem kehrt nun Pascal Groß (Brighton & Hove Albion) ins Nationalteam zurück. Und hier kam Nagelsmann schnell auf sein Rollenverständnis mit Blick auf Stiller und eben Groß zu sprechen. Bei Groß strich Nagelsmann vor allem dessen positiven Einfluss auf die gesamte Mannschaft heraus. Er sei immer ein verlängerter Arm des Trainers, ob er spielt oder nicht. Bei anderen, die keine Stammkraft sein werden, sieht der Coach diese Rolle eher nicht. Und dazu gehört wohl Stiller.

„Angelo ist ein herausragend guter Fußballer mit extremem Potenzial und einer sehr konstanten Leistung“, sagte der Bundestrainer weiter. In der Anfangsformation sieht ihn Nagelsmann allerdings nicht, in der Rolle als Ersatzmann auch nicht – darum nominiert er wohl auch bei der WM andere Profis. „Das ist keine Kritik an Angelo, sondern eine Entscheidung für andere Spieler“, sagte Nagelsmann .

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