US-Langstreckenwaffen in Deutschland
: Pistorius: Stationierung ist „Auftrag an Deutschland“

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sieht die gelante Stationierung von US-Langstreckenwaffen in Deutschland als Auftrag für Deutschland, selbst in derartige Waffen zu investieren.
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red/AFP
Stuttgart
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Verteidigungsminister Boris Pistorius äußerte sich am Donnerstag zu der geplanten Stationierung. (Archivbild)

dpa/Kay Nietfeld

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sieht die geplante Stationierung von US-Langstreckenwaffen in Deutschland als Auftrag für Deutschland, selbst in derartige Waffen zu investieren. Da die Langstreckenwaffen „nur auf Rotationsbasis nach Deutschland kommen“ sei damit „ganz klar die Erwartung der USA verbunden, dass wir selber investieren in die Entwicklung und Beschaffung von derartigen Abstandswaffen“, sagte Pistorius am Donnerstag im Deutschlandfunk.

„Das ist der Auftrag, der sich daraus auch ableitet, und diese temporäre Stationierung ab nächstes Jahr wird uns genau die Zeit dafür geben, die wir dafür brauchen“, erklärte Pistorius weiter.  

Es handele sich um eine „durchaus ernstzunehmende Fähigkeitslücke in Europa“, sagte der Minister. Es sei auch „ein Bestandteil unserer Nationalen Sicherheitsstrategie, dass wir diesen Bedarf dort ausgemacht haben“. 

Langstreckenwaffen zur Abschreckung gegen Russland

Zur Abschreckung gegen Russland wollen die USA ab 2026 wieder Langstreckenwaffen in Deutschland stationieren. Die Verlegung sei zunächst „zeitweilig“ geplant und solle später „dauerhaft“ werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der USA und Deutschlands, die am Mittwoch am Rande des Nato-Gipfels in Washington veröffentlicht wurde. Darunter sollen künftig auch Tomahawk-Raketen sowie Hyperschallwaffen sein, die noch entwickelt werden. Mit Tomahawks können Ziele in deutlich mehr als 2000 Kilometer Reichweite getroffen werden.

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