Gewalttätige Ausschreitungen
: Frankreichs Regierung lädt zu Gesprächen ein – keine konkreten Zusagen

550.000 Menschen gingen in Frankreich gegen hohe Lebenshaltungskosten und marode Schulen auf die Straße. Macron verspricht in einer Rede Hilfe ohne konkrete Zusagen.
Von
Markus Brauer
Paris
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Macron

Die Regierung wolle die von den Demonstranten beklagten Probleme angehen, erklärt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

Ludovic Marin/POOL AFP/dpa
  • Macron reagiert auf Proteste und kündigt Hilfe an, macht jedoch keine konkreten Zusagen.
  • 550.000 Menschen demonstrierten gegen hohe Lebenshaltungskosten und marode Schulen.
  • Präsident verweist auf den Nahost-Konflikt als Treiber der Preise und strebt günstigere Energie an.
  • Er reist in vier Länder am Persischen Golf, um Frankreichs Energieversorgung zu sichern.
  • Regierung lädt Schüler, Studierende, Lehrkräfte, Arbeitgeber, Gewerkschaften und Politik zum Dialog ein.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach den gewalttätigen Protesten am Wochenende in Frankreich hat Präsident Emmanuel Macron ein Eingehen auf die Nöte der Bevölkerung zugesichert, ohne konkrete Zusagen zu machen. „Die Regierung unternimmt alles in ihrer Macht Stehende, damit dieses zentrale Thema der Kaufkraft angegangen wird. Ich weiß, dass die Franzosen konkrete Ergebnisse erwarten, und wir werden weiterhin handeln“, sagte Macron in einer Fernsehansprache am Sonntagabend (18. Oktober).

Ein Thema der Massendemonstrationen am Samstag (17. Oktober)  waren die hohen Lebenshaltungskosten. Verursacht würden diese im Moment durch den Konflikt im Nahen Osten, erklärte Macron. Er setze sich in diesem Zusammenhang auf internationaler Ebene für niedrigere Kraftstoff- und Energiekosten ein und breche am Montag zu einer Reise in vier Länder am Persischen Golf auf, um Frankreichs Energieversorgung zu sichern.

Macron: Schüler und Studenten müssen Gehör finden

Für die Proteste der Schüler und Studenten habe er Verständnis, betonte Macron. „Sie müssen ohne Vorurteile Gehör finden und die Schwierigkeiten dürfen nicht heruntergespielt werden. Die Regierung hat bereits entsprechende Maßnahmen eingeleitet.“

Die Regierung wolle die von den Demonstranten beklagten Probleme angehen, ergänzte der Präsident. „Wir müssen uns an einen Tisch setzen und gemeinsam Lösungen erarbeiten. Schüler, Studierende, Lehrkräfte, Vertreter der Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, Kommunalbehörden sowie Abgeordnete werden bereits ab dieser Woche gemeinsam mit der Regierung an konkreten Vorschlägen arbeiten.“  Der Premierminister werde sie in den nächsten Tagen zu einem Treffen einladen.

Landesweit beteiligten sich nach Angaben des Innenministeriums am Samstag 550.000 Menschen an Protesten gegen hohe Lebenshaltungskosten und marode Schulen, darunter 110.000 in Paris. Am Rande von Kundgebungen kam es zu schweren Ausschreitungen an verschiedenen Orten in Frankreich. (mit dpa)