Bürgerwehr in Frankreich: „Wir nehmen die Stange und schlagen sie nieder“

Im Zuge der Unruhen in Frankreich kam es zu Plünderungen, wie hier in einem Geschäft in Paris.
IMAGO/Jumeau Alexis/ABACA- Nach Plünderungen in Frankreich wächst die Sorge vor bewaffneten Geschäftsleuten.
- Medef-Chef Patrick Martin rät ab und verweist auf den Rechtsstaat – trotz Versagens.
- Rund 3.000 Geschäfte waren betroffen, der Staat sichert Hilfen und Entschädigung zu.
- In Bordeaux organisierten sich Händler, einige setzten auf Eisenstangen oder Tränengas.
- Andere lehnen Waffen ab und fürchten Eskalation, wie Aussagen von Verkäuferinnen zeigen.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Nach den Plünderungen in Frankreich am Rand von massiven Krawallen und Protesten wächst die Sorge, dass Geschäftsleute sich zum Schutz ihrer Läden selbst bewaffnen könnten. „Ich verstehe sie, aber ich rate ihnen davon ab“, sagte der Chef des französischen Arbeitgeberverbandes (Medef), Patrick Martin, dem Sender RMC. „Wir halten weiterhin am Rechtsstaat fest, auch wenn dieser in diesem Fall offensichtlich versagt hat“, sagte der Verbandschef. „Man darf nicht in die Falle tappen, die die extreme Linke und der Schwarze Block stellen und die sich nichts sehnlicher wünschen als einen Bürgerkrieg.“
Von Plünderungen in Paris, Marseille und anderen Städten am Rande von Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten waren am Samstag und Sonntag nach Angaben der Regierung landesweit rund 3.000 Geschäfte betroffen. Ihnen wurden jetzt Hilfen und Entschädigungsleistungen vom Staat zugesichert. In Straßburg war sogar die Kathedrale von Militanten mit anarchistischen Parolen verunstaltet worden. Das Auswärtige Amt mahnt bei Frankreich-Reisen aktuell zu besonderer Aufmerksamkeit.
Improvisierte Bürgerwehr in Frankreich
In der Fußgängerzone von Bordeaux etwa waren nach einem Bericht des Senders Europe1 einige Geschäftsleute bereit, sich zu organisieren und mit Waffen zu schützen. „Wenn Randalierer auftauchen, sind wir bewaffnet. Mit Waffen, die wehtun oder Angst einflößen“, sagte der Inhaber eines Bekleidungsgeschäfts. „Zum Beispiel mit Eisenstangen. Wir nehmen die Stange und schlagen sie damit nieder. Das tun wir, weil der Staat seine Arbeit nicht macht. Das ist die einzige Lösung.“
Caroline, eine Verkäuferin in einem Bekleidungsgeschäft, sagte dem Sender, dass sie sich dafür entschieden habe, eine Tränengasdose griffbereit zu halten. „Da wir nur zu zweit in unserem Geschäft sind, habe ich eine Tränengasdose hinter mir. Sie liegt dort in meiner Schublade. Ich werde sie herausholen, falls wir jemals in Gefahr sein sollten“, sagte sie. Sophie, eine weitere Ladenbesitzerin, wollte sich aber keine Waffe beschaffen und hatte eher Angst vor einer Auseinandersetzung mit möglichen Plünderern. „Ich will mein Leben nicht für Handyhüllen riskieren“, sagte sie auf Europe1.

