Boris Pistorius in Emden: Verteidigungsminister will über Pläne für neuen Marinehafen sprechen

Die Deutsche Marine prüft, ob an der Nordseeküste ein weiterer Militärhafen eingerichtet werden soll.
Sina Schuldt/dpa- Marine prüft neuen Hafen an der Nordseeküste – Entscheidung zeichnet sich ab.
- Emden gilt laut dpa-Informationen als favorisierter Standort, offiziell ist nichts entschieden.
- Pistorius und Lies wollen in Emden das weitere Vorgehen zu einem möglichen Stützpunkt erläutern.
- Bisher hat die Marine an der Nordseeküste nur den Stützpunkt Heppenser Groden in Wilhelmshaven.
- Auch andere Standorte wurden geprüft, genannt wird Bremerhaven; Kriterien bleiben offen.
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Für die Marine soll ein neuer Hafen an der Nordseeküste entstehen – am Montag (11.30 Uhr) werden weitere Details zum Standort und zu den Plänen erwartet. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius will zusammen mit Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (beide SPD) im ostfriesischen Emden das „weitere Vorgehen hinsichtlich eines möglichen neuen Marinestützpunktes erläutern“, wie es in einer Einladung zu einer Pressekonferenz heißt. Nach dpa-Informationen soll Emden der Standort für den neuen Militärhafen werden – offiziell ist das bislang nicht entschieden.
An der Nordseeküste verfügt die Marine bislang nur in Wilhelmshaven über einen eigenen Hafen – den Marinestützpunkt Heppenser Groden. Die Marine und das Bundesverteidigungsministerium hatten zuletzt mögliche weitere Standorte geprüft.
„Aus dem geplanten Aufwuchs der Streitkräfte ergeben sich neben infrastrukturellen Bedarfen auch neue Standort- und Liegenschaftserfordernisse“, hatte eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums zuletzt mitgeteilt.
Zu dem Auswahlverfahren, den Kriterien und den Kandidaten, darunter ist auch Bremerhaven, wurden bislang keine weiteren Angaben gemacht.