Ausschreitungen in Frankreich
: Linksradikaler nach Rathausbrand in Limoges festgenommen

Drei Tage nach den landesweiten Ausschreitungen in Frankreich wird ein linksradikaler Mann im Zusammenhang mit dem Brand des Rathauses von Limoges festgenommen. Die Details.
Von
afp
Bordeaux
Jetzt in der App anhören
Festnahme nach Brandstiftung im Rathaus von Limoges: Dieses Foto zeigt ein Feuer, das das Rathaus in Limoges in Zentralfrankreich zerstört, nachdem eine Gruppe von Personen im Rahmen einer landesweiten Mobilisierungsaktion gegen hohe Lebenshaltungskosten gewaltsam in das Gebäude eingedrungen war. (zu dpa: «Festnahme nach Brandstiftung im Rathaus von Limoges»)

Am Samstag hatten Randalierer am Rande von Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten im südwestfranzösischen Limoges das Rathaus in Brand gesetzt.

Pascal Lachenaud/AFP/dpa
  • Nach Ausschreitungen in Frankreich wird ein linksradikaler Mann in Limoges festgenommen.
  • Er steht im Verdacht, am Brand des Rathauses beteiligt zu sein – Anti-Terror-Ermittler prüfen.
  • Das Rathaus in Limoges brannte vollständig ab, der Glockenturm stürzte brennend ein.
  • Der Bürgermeister wirft dem Staat Versagen vor und fordert den Wiederaufbau durch den Staat.
  • Premierminister Sébastien Lecornu sagt Hilfe zu und kündigt für Freitag einen Besuch an.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Drei Tage nach den landesweiten Ausschreitungen in Frankreich ist ein als linksradikaler Gefährder bekannter Mann im Zusammenhang mit dem Brand des Rathauses von Limoges festgenommen worden. Eine Anti-Terrorismus-Einheit übernahm die Ermittlungen, wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus informierten Kreisen erfuhr. Der 34-Jährige sei wegen Gewalt gegen Amtsträger als Gefährder registriert. Er lebe im benachbarten Département Creuse.

Am Samstag hatten Randalierer am Rande von Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten im südwestfranzösischen Limoges das Rathaus in Brand gesetzt. Der historische Gebäudeteil aus dem 19. Jahrhundert brannte vollständig ab, der Glockenturm stürzte brennend ein. Landesweit und auch international wurde das brennende Rathaus zu einem Sinnbild der Gewalttaten, die sich teils direkt gegen Symbole der Staatsgewalt richteten.

Forderung nach Wiederaufbau von Rathaus

Der konservative Bürgermeister von Limoges, Guillaume Guérin, hatte dem Staat Versagen vorgeworfen. Die Polizei habe „nicht genügend Mittel“ gehabt und sei vor den Randalierern zurückgewichen, erklärte er. Er forderte, dass der Staat das Rathaus wieder aufbauen solle.

Premierminister Sébastien Lecornu sagte staatliche Unterstützung beim Wiederaufbau zu und kündigte für Freitag einen Besuch in Limoges an. Auch andere Bürgermeister, unter anderem aus Paris, Marseille und Lyon, hatten nach den Unruhen das Fehlen von Einsatzkräften und deren mangelnde Vorbereitung angeprangert.