AfD-Parteijugend
: Junge Alternative aufgelöst - neue Organisation im Herbst

Die Junge Alternative hat sich wie geplant aufgelöst. Die Nachfolgeorganisation und künftige AfD-Parteijugend soll sich im Herbst gründen. Der Name? Noch offen.
Von
dpa
Stuttgart
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die Junge Alternative hat sich aufgelöst. (Archivbild)

dpa/Sebastian Kahnert

Nach der satzungsgemäßen Trennung der AfD von ihrer bisherigen Jugendorganisation Junge Alternative (JA) soll im Herbst eine Nachfolgeorganisation gegründet werden. Nach Angaben von AfD-Bundesvorstandsmitglied Hannes Gnauck ist ein Gründungskongress im Oktober oder November geplant. Die JA - ein weitgehend eigenständiger Verein - hatte sich nach einem Parteitagsbeschluss der AfD, sich zum 1. April von ihr zu trennen, Ende März selbst aufgelöst. 

Alle etwa 7.000 AfD-Mitglieder unter 36 Jahren würden derzeit angeschrieben und gefragt, ob sie Mitglied der neuen Organisation werden wollten, sagte der frühere JA-Chef der Deutschen Presse-Agentur. Dieser Vorgang werde noch zwei, drei Mal wiederholt, da die AfD einen ständigen Zuwachs auch an jungen Mitgliedern habe.

„Ich gehe davon aus, dass es deutlich mehr Mitglieder werden als in der Jungen Alternative“, sagte Gnauck mit Blick auf die künftige Jugendorganisation. Die JA hatte zuletzt seinen Angaben zufolge zwischen 2.200 und 2.300 Mitglieder.

Mehr Bindung zur Mutterpartei

Der Plan zur Gründung einer neuen Organisation war damit begründet worden, mehr Durchgriff auf die Parteijugend zu bekommen. Argumentiert wurde aber auch mit einem möglicherweise drohenden Vereinsverbot. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte die JA als erwiesen rechtsextremistische Bestrebung eingestuft. Die Nachfolgeorganisation soll nun viel enger mit der AfD verbunden werden.

Name wird noch gesucht

Auf dem Gründungskongress im Herbst soll die neue Parteijugend ihren Namen selbst bestimmen dürfen. „Aber was schon feststeht: Es wird nicht wieder „Junge Alternative“ sein. Das ist eine Möglichkeit, die wir als AfD-Bundesvorstand ausschließen“, sagte Gnauck. Zu einem Neuanfang gehöre auch ein neuer Name. Der Bundesvorstand hatte den Vorschlag „Patriotische Jugend“ gemacht.

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