Kampf gegen die Flammen
: Was wir über die Waldbrände in Südfrankreich wissen

Löschflugzeuge, Hubschrauber und 1.200 Feuerwehrleute kämpfen gegen einen sich rasch ausbreitenden Brand. Dutzende Häuser werden beschädigt, Vier Menschen werden leicht verletzt.
Von
Markus Brauer
Bordeaux/Cotignac
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Cotignac: Feuerwehrleute bekämpfen einen Waldbrand, während sich die Dürrebedingungen infolge einer Hitzewelle und Wasserknappheit in weiten Teilen Frankreichs weiter verschärfen.

Cotignac: Feuerwehrleute bekämpfen einen Waldbrand, während sich die Dürrebedingungen infolge einer Hitzewelle und Wasserknappheit in weiten Teilen Frankreichs weiter verschärfen.

Manon Cruz/Reuters Pool/AP/dpa
  • Südfrankreich kämpft mit großen Waldbränden – Evakuierungen und Schäden in mehreren Regionen.
  • Nähe Bordeaux: 12.000 Menschen evakuiert, sechs Campingplätze und eine FKK-Anlage geräumt.
  • Arcachon: Seit Mittwoch brennen rund 2000 Hektar; dieses Jahr bereits über 42.000 Hektar verbrannt.
  • Hinterland von Marseille: 1200 Feuerwehrleute im Einsatz, 2500 Hektar betroffen, vier Leichtverletzte.
  • Zehn Häuser zerstört, etwa 50 beschädigt; Ursache wohl ein Elektrozaun, viele Straßen gesperrt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Und wieder brennt es in Frankreich. Und wieder stehen Tausende Hektar Wald und Buschland in Flammen. Und wieder werden Touristen und Einheimische evakuiert. Der Überblick:

Bordeaux

Wegen eines Waldbrands in der Nähe von Bordeaux sind 12.000 Touristen und Einheimische evakuiert worden. Es seien in den frühen Morgenstunden sechs Campingplätze und eine FKK-Anlage im Norden von Cap Ferret geräumt worden, teilten am Donnerstag (23. Juli) die Behörden in der bei Touristen im Sommer sehr beliebten Region im Südwesten Frankreichs mit.

 Cotignac: Im Südosten Frankreichs wird ein Haus von einem Feuer zerstört.

Cotignac: Im Südosten Frankreichs wird ein Haus von einem Feuer zerstört.

Thibaud Moritz/AFP/dpa

Arcachon

Der Brand war am Mittwoch in der Nähe des Beckens von Arcachon ausgebrochen. Seither sind bereits rund 2000 Hektar Land verbrannt.

In Frankreich war es in den vergangenen Wochen zu einer Reihe von Großbränden gekommen. Am Dienstag (21. Juli) meldete das Land einen traurigen Rekord an verbrannter Fläche in diesem Jahr: Mehr als 42.000 Hektar Land gingen zwischen Januar und Mitte Juli in Flammen auf. Damit wurde ein früherer Höchststand von 2022 übertroffen.

 Le Porge: Jugendliche fahren während eines Waldbrands in Le Porge im Südwesten Frankreichs mit ihren Fahrrädern an einem brennenden Gebiet vorbei.

Le Porge: Jugendliche fahren während eines Waldbrands in Le Porge im Südwesten Frankreichs mit ihren Fahrrädern an einem brennenden Gebiet vorbei.

Romain Perrocheau/AFP/dpa

Marseille

Im bergigen Hinterland nordöstlich von Marseille kämpfen zudem 1200 Feuerwehrleute gegen einen Waldbrand, der sich bereits durch 2500 Hektar Fläche ausgebreitet hat. Bevor der Mistral-Wind am Nachmittag wieder auffrische, sollten alle Brandnester erstickt werden, teilte die Präfektur des Departements Var am Mittag mit.

Vier Menschen hätten eine leichte Rauchvergiftung erlitten. 10 Häuser seien durch die Flammen zerstört und rund 50 weitere beschädigt worden. Die Einsatzkräfte hätten allerdings ein Übergreifen der Flammen auf Hunderte weitere Häuser verhindert.

Die Feuerwehr ist mit 4 Löschflugzeugen, 3 Hubschraubern und rund 350 Fahrzeugen im Einsatz, Unterstützung kam auch aus einer angrenzenden Region, wie die Präfektur mitteilte. Rund 500 evakuierte Bewohner bedrohter Ortschaften hatten die Nacht in Notunterkünften verbringen müssen.

Cotignac und Pontevès

Hunderte Haushalte in der Region rund um die Orte Cotignac und Pontevès sind ohne Strom. Etliche Landstraßen wurden gesperrt, damit die Löschfahrzeuge freie Fahrt haben. Ausgebrochen war der Brand am Dienstagmittag auf einem Feld und hatte sich dann mit rasanter Geschwindigkeit ausgedehnt, berichtete die örtliche Zeitung „Var-Matin“. Als möglichen Auslöser des Brandes nannten zwei Lokalpolitiker einen Elektrozaun.

Auch in anderen Landstrichen Frankreichs kämpft die Feuerwehr gegen Naturbrände. Für etliche Regionen gilt die höchste Waldbrandgefahrenstufe. (mit AFP-/dpa-Agenturmaterial)