Ben Streubel nennt seinen Einrichtungsstil unkonventionell. Seine Möbel sind bunt zusammengewürfelt. Wir haben den SWR-3-Moderator in seinem Penthouse an der Königstraße besucht.
Der SWR-3-Moderator Ben Streubel liebt Spiderman. Ein lebensgroßes Exemplar...
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...steht deshalb auf der Dachterrasse. Spiderman hat, blickt er nach rechts, eine exzellente Sicht auf...
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...das Haus der katholischen Kirche mit der angrenzenden Domkirche St. Eberhard, den Rathausturm, den Schlossplatz und den Trubel an der Königstraße.
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Reckt Spiderman den Kopf nach links, blickt er auf die Uhlandshöhe.
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Im Sommer verbringt Streubel viel Zeit draußen auf der Terrasse. Grillen mit Freunden gehört dazu.
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Oder mal faul im Strandkorb sitzen.
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Die Atmosphäre auf der Terrasse nach Einbruch der Dunkelheit.
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Seine ein, zwei, drei, vier Tassen Kaffee trinkt Streubel gern auch drinnen an dem massiven Holztisch. Die Einrichtung...
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...ist bunt zusammengewürfelt. Holz steht neben Metall, alte Geräte neben Hightech.
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Den Schrank hat Streubel selbst gekauft, ebenso wie...
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...die metallene Lampe über dem Esstisch. "Ich habe sie auf dem Flohmarkt am Karlsplatz gefunden", sagt Streubel. Dagegen...
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...stammen die alte Nähmaschine und...
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...die drei Kreuze an der Wand von seiner verstorbenen Oma. "Ich bin nicht gläubig", sagt Streubel. Vielmehr stellen die Dinge "eine symbolische Verbindung zu meiner Oma" dar, geben ihm positive Energie.
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Das Bild hat Udo Lindenberg persönlich gemalt und Ben Streubel zum 40. Geburtstag geschenkt. "Cool im Pool" steht unten links drauf. Der Moderator und der Musiker sind befreundet und arbeiten auch viel zusammen.
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Auf den beiden Fotos ist Orson Welles zu sehen, wie er im Radiostudio das Hörspiel zu seinem Buch "Krieg der Welten" liest. "Welles ist für mich ein großes Vorbild", sagt Streubel. Er habe "Krieg der Welten" so authentisch gelesen, dass der Zuhörer glaubte, es seien Nachrichten.
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Ein Blick in die Küche, die mit dem Esszimmer und dem...
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...Wohnzimmer in einen riesigen Raum integriert ist.
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Mit dem Beamer an der Decke schaut...
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...Streubel im Wohnzimmer auf der Leinwand Filme an, während...
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...im Kamin ein Feuer lodert.
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Die mörderischen Saw-Filme hat Streubel alle angeschaut. Als wahrer Fan hat der Moderator sich die Jigsaw-Figur gekauft.
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Wie praktisch, dass Streubel ein Technikfan ist. Gestatten, der Staubsauger-Roboter. Man muss ihm nur mitteilen, wo er saugen soll. Oben sind Sensoren und eine Kamera angebracht, die den Raum scannt. Danach entfernt der runde schwarze Roboter artig alle Krümel und Flusen vom Boden.
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Nicht alles ist neu und hoch technisch in Streubels Wohnung. Die Antiquitäten besitzen oft einen emotionalen Wert, erinnern ihn an schöne, aber vergangene Zeiten. Mit diesem Radio hat der Moderator als Jugendlicher Musik gehört, sie aufgenommen und neue Sendungen daraus gemacht. Viele Kassetten hat Daniela erhalten, sein Schwarm. "Daniela war meine erste Hörerin", sagt Streubel. Verliebt hat sie sich trotzdem nicht in ihn.
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Seine erste Bandmaschine hat Streubel von der Oma bekommen. Mühsam mit einer Schere hat er damals Tonaufnahmen geschnitten. "Heute übernimmt eine Smartphone-App die Arbeit."
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Die alte Stereoanlage stammt von einer guten Freundin, Carola Kretschmer, die unter anderem mit Udo Lindenberg Gitarre spielt. "Das Geschenk habe ich vor fünf Jahren bekommen", erinnert Streubel sich.
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Den Flipper hat Streubel selbst ergattert. "Ich wurde auf genau diesem Automat hessischer Vize-Flipperkönig." Jahre suchte er deshalb nach ihm. "Anfang der 1990er habe ich den Automaten schließlich zufällig in einer Stuttgarter Spielhalle entdeckt. Verstaubt im Keller." Keine Frage, dass Streubel das Andenken an seinen Erfolg sofort gekauft hat.
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In seiner Freizeit spielt Streubel Schlagzeug. Hoch über der Königstraße kann er nach Lust und Laune trommeln. Lediglich mit seinen zwei Nachbarn muss er sich mal absprechen.
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Die zwei hinter Glas eingerahmten Poster an der Wohnzimmerwand zeigen übrigens Werke des amerikanischen Künstlers Mel Ramos. "Die Poster habe ich auf einer Ausstellung in Tübingen gekauft", sagt Streubel. Ramos' Kunst gefällt ihm, "weil sie ein Lebensgefühl vermittelt".
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Ein historisches Mischpult steht im Gästezimmer: Es ist das erste Selbstfahrer-Mischpult des SWF 3, an dem die Moderatoren selbst die Knopfe drücken und drehen. Promis wie Harald Schmidt, Anke Engelke und Elmar Hörig saßen bereits davor.
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Das Badezimmer. Auf dem Rand der Badewanne...
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...sitzen Quietscheentchen in allen Farben, die Streubel sammelt.
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Spiderman hat Konkurrenz: Streubel mag auch Superman. Ein knallblauer Bademantel mit dem roten S drauf ist für einen Fan ein Muss.
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Hier enden die Tage, wenn die der anderen beginnen: im Schlafzimmer. Als Moderator der Sendung "Luna" sitzt Streubel unter der Woche bis 5 Uhr früh im Studio, an Sonn- und Feiertagen wird es 6 Uhr. Doch egal, wie früh oder spät der Moderator heimkehrt, er genießt immer seine "Traum-Wohnsituation".
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Stuttgart - Die Aussicht macht neidisch. Und die Lage erst. Zentraler als der SWR-3-Moderator Ben Streubel ("Luna") kann man in Stuttgart nicht wohnen: an der unteren Königstraße. Oben in einem Penthouse. Immerhin, 43 Stuttgarter haben laut dem Statistischen Amt die Privatadresse Königstraße, das entspricht 35 Haushalten. Inmitten der Innenstadt leben also vorwiegend Singles.
Zum Hauptbahnhof benötigt Streubel keine fünf Minuten. Der Fernsehturm ist auch nicht weit. Steht Streubel auf seiner Dachterrasse, erhascht er einen Blick auf das Wahrzeichen der Landeshauptstadt. Oder, etwas näher gelegen, einen Blick auf den Rathausturm. Während unten das Leben tobt, herrscht oben Ruhe.
Dieses Leben mitten in der Stadt ist eines, wie Streubel es sich immer vorgestellt hat. Obendrein das genaue Gegenteil von dem, was er als Kind kennenlernte in einem hessischen 450-Seelen-Dorf im Westerwald. Der Tante-Emma-Laden hatte längst dicht gemacht, und sogar die Brötchen lieferte der Bäcker im Auto persönlich aus dem Nachbarort. Übrig geblieben sind von dem alten Leben lediglich die Brötchen des Bäckers aus dem Westerwald. Noch heute lässt Streubel sich welche schicken. Um die 60 Stück. Sie liegen in der Tiefkühltruhe.
Streubel nennt sich einen überzeugten Stadtbewohner mit dem Hang zum Freizeitparkleben. Zum Studieren zog es ihn nach Würzburg, seit 20 Jahren lebt der heute 43-Jährige in Stuttgart. Bevor er sich an der Königstraße niederließ, hat er am Wilhelmsplatz gewohnt.
Jedem erzählt, wo er einziehen will
Für ein Leben in Stuttgart nimmt er tägliches Pendeln in Kauf. "Eine Stadt muss einen gewissen Freizeitwert besitzen. Den hat Baden-Baden nicht", sagt Streubel. Sicher, der Moderator ist beruflich viel unterwegs, reist zudem gerne, aber andernorts würde er die Elektronikläden vermissen. Streubel liebt Technik, das erkennt man in seiner Wohnung sofort. Eine großzügige helle Wohnung, die ihm ein gutes positives Lebensgefühl gibt. Deshalb spielt es keine Rolle, dass sie oft verlassen ist. "Mir gefällt es sehr, nach dem Aufwachen eine Tasse Kaffee zu genießen." Am großen dunklen Holztisch im Esszimmer, im Strandkorb auf der Terrasse.
Seit dem Jahr 2005 wohnt Streubel an der Königstraße. Eine bewusste Entscheidung, die er zunächst traf. "Ich habe eine Karte genommen, auf die untere Königstraße getippt und beschlossen: Dort will ich wohnen", sagt Streubel, der in Nullkommanichts am Bahnhof in den Zug steigen möchte, auf dem Schlossplatz auf der Wiese einen Kaffee schlürfen möchte, den er sich auf dem Weg kauft, und nach Lust und Laune in Elektromärkten stöbern möchte. "Das alles habe ich jedem erzählt."
"In Stuttgart gibt es viel Gewerbe"
Trotzdem dauerte es Jahre, bis Streubel die Wohnung an der Königstraße fand. Oder besser gesagt die Fläche: "Damals war oben die Bundesbahn mit einem Reisezentrum drin", erinnert der Moderator sich. Zufällig traf er einen Immobilienmakler, der ihn auf die zu dem Zeitpunkt leerstehende Gewerbefläche aufmerksam machte. Streubel ergriff die Initiative und legte dem Besitzer ein Wohn- und Finanzierungskonzept vor. Dieser war einverstanden. So konnte Streubel die Fläche nicht nur mieten, sondern sie auch nach seinen Wünschen umbauen. "Wenn man etwas Besonderes will, muss man dafür sorgen, dass es etwas Besonderes wird."
Auf derselben Etage jeweils links und rechts von Streubel wohnen Bekannte. Allein könnte der Moderator sich die Fläche nicht leisten. Er sagt auch, dass in Stuttgart viel Gewerbe zur Verfügung steht, das man zur Wohnung umfunktionieren kann. "Man muss nur Eigeninitiative ergreifen." Streubel rät Wohnungssuchenden, nach freien Flächen Ausschau zu halten und bei Bedarf ein schlüssiges und durchdachtes Konzept für den Besitzer zu erstellen.
Inzwischen erfreut der Moderator sich möglichst oft an "meiner Traum-Wohnsituation". Seinen Einrichtungsstil bezeichnet er als unkonventionell. Den bunt zusammengewürfelten Möbeln und Accessoires ist nur eines gemein: "Sie haben etwas mit mir zu tun. Ich bin Individualist und kaufe Sachen, die ich schön finde. Egal, ob sie wertvoll sind oder nicht."
In unserer Fotostrecke erfahren Sie, wie es in Ben Streubels Penthouse aussieht.