Stuttgart 21 als Horrortrip: Die S21-Odyssee wird zum Videospiel

Ein Smartphone mit hypothetischer Ankunftszeit begleitet den Spieler von „S21“.
Steam/Hanging Gardens Interactive- Neues Spiel „S21“ auf Steam nimmt das Chaos um Stuttgart 21 satirisch aufs Korn.
- Entwickler ist Hanging Gardens Interactive, bekannt durch das Musik-Adventure „Sonority“.
- Spieler laufen durch dunkle Tunnel Richtung Gleise – das Ziel bleibt ungewiss.
- Lautsprecherdurchsagen versprechen Fortschritt, doch Wege sind versperrt und Züge bleiben aus.
- Eine kostenlose Demo ist verfügbar, derzeit nur für Windows.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Spieler steht vor dem Eingang zum Tunnel Richtung Stuttgarter Hauptbahnhof. In dem Tunnel ist es stockdunkel, keine Menschenseele ist unterwegs. Auf dem Weg ertönen immer wieder paranoid anmutende Lautsprecherdurchsagen: „Meine Damen und Herren, aufgrund von Baumaßnahmen verlängert sich der Weg zu den Gleisen. Wir bitten um Entschuldigung.“
Was wie eine reale Beschreibung der Stuttgart 21-Baustelle klingt, ist tatsächlich Fiktion. Auf der Internet-Plattform Steam, die durch die Computerspielreihe Counter-Strike bekannt geworden ist, gibt es bald „S21“. Das Spiel ist selbst eine Baustelle, denn ob man jemals an den Bahnsteigen ankommt, ist unklar.
„Satire mit einem Hauch Humor“
Entwickelt wurde das Spiel vom Stuttgarter Studio „Hanging Gardens Interactive“, das bereits das Musik-Rätsel-Adventure „Sonority“ auf den Markt gebracht hat. In der Beschreibung des Spiels wird auf die anhaltenden Verzögerungen bei S21 Bezug genommen, dessen Fertigstellung erst vor Kurzem um weitere fünf Jahre auf 2031 verschoben worden ist.

Wie im echten Leben beginnt die Odyssee, sobald man den Tunnel Richtung Gleise betritt.
Steam/Hanging Gardens Interactive„Die Fertigstellung des Bahnhofs verzögert sich auf unbestimmte Zeit. Bitte beachten Sie die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit“, schreibt der Entwickler in der Spielbeschreibung. „S21“ sei eine „absurde Satire mit einem Hauch Horror“ – auch das ist ziemlich nah dran an der Realität.
Der Weg durch die Gänge nimmt gefühlt kein Ende. „Falls Sie denken: Der Weg dauert unendlich lang – das stimmt nicht“, tönt es aus den Lautsprechern. Mit dabei ist ein Smartphone, das die Abfahrtszeit des Zuges anzeigt. Die verbleibende Zeit wird immer kürzer, doch die Züge kommen einfach nicht in Sicht.
„Bitte laufen Sie immer nur geradeaus. Niemand hat die Absicht, dass Sie Ihre Bahn verpassen“, sagt die Stimme aus den Lautsprechern. Doch plötzlich ist der Weg verbarrikadiert, es geht nicht mehr weiter. „Dieser Weg ist versperrt. Wir danken für Ihr Verständnis.“ Wie man zu den Gleisen kommt, ist fraglich.
Wann das Videospiel erscheint, ist derzeit noch nicht bekannt. Eine kostenlose Demo-Version ist bereits verfügbar, die allerdings nur mit Windows-Betriebssystemen funktioniert.

