Freiheitsdemo in Stuttgart
: „Die Mitte muss endlich den Mund aufmachen“

Nicht nur die Gen Z ist am Samstag in Stuttgart auf die Straße gegangen. Auch die Liberalen Frauen machen sich Sorgen um die Zukunft.
Von
Jürgen Bock
Stuttgart
Die Liberalen Frauen Baden-Württemberg bei der Freiheitsdemo auf dem Kleinen Schlossplatz

Die Liberalen Frauen Baden-Württemberg bei der Freiheitsdemo auf dem Kleinen Schlossplatz

Rosar
  • In Stuttgart trafen sich etwa 150 Teilnehmer zur Freiheitskundgebung der Liberalen Frauen.
  • Themen waren bessere Bildung, Antisemitismus und der Schutz von Freiheits- und Frauenrechten.
  • Zitat: Die Mitte müsse lauter werden – Extremisten dürften nicht als einzige Optionen gelten.
  • Junge Menschen waren dabei, doch es blieb friedlich und klar von der Gen Z-Demo getrennt.
  • Anlass war auch Berlin: Kritik an Koalitionsgesprächen von Grünen und SPD mit einer Linken.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Nein, so viele Menschen wie zwei Stunden später nur ein paar Schritte entfernt sind es nicht, die sich am Samstagmittag auf dem Kleinen Schlossplatz in Stuttgart versammeln. Dafür geht es bei der Freiheitskundgebung der Liberalen Frauen Baden-Württemberg deutlich friedlicher zu als bei der Gen Z. Etwa 150 Teilnehmende vor allem aus dem Umfeld der FDP sind gekommen, um ihre Sorgen auszudrücken.

Die decken sich zum Teil mit denen der Gen Z, zumal auch hier junge Leute dabei sind. „Auch uns geht es unter anderem um eine bessere Bildung“, sagt Claudia Schober vom Bezirk Stuttgart. Aber noch um viel mehr: den wachsenden Antisemitismus etwa oder die Beschneidung von Freiheits- und Frauenrechten. „Wir finden, es reicht. Die extremen Ränder werden uns zu breit. Aber die Mehrheit schweigt, dabei müsste sie laut werden“, so Schober. Als Frau müsse man weiterhin eigenverantwortlich und selbstbestimmt leben können. Das gelte genauso für Minderheiten.

„Islamisten, Rechte, Linke, Autoritäre – wir werden nicht hinnehmen, dass Extremisten jeglicher Art die scheinbar einzigen Alternativen für junge Leute sind“, sagt der FDP-Landessekretär Julian Grünke. „Die Mitte muss endlich den Mund aufmachen, sie war viel zu lange still.“ Die Vernünftigen müssten zeigen, dass sie noch da sind und etwas bewegen wollen. Nur so könne man die Chance auf Freiheit für alle erhalten.

Ausgangspunkt der recht kurzfristig geplanten Demo ist auch die Wahl in Berlin, wo Grüne und SPD Koalitionsverhandlungen mit einer umstrittenen Linken führen wollen. Solange dort nicht alle Fragen ausgeräumt seien, dürften sich demokratische Parteien auf so etwas nicht einlassen, so der Tenor bei der FDP.